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So funktioniert ein Echolot

Funktionsweise von Echoloten

Eine komplexe Abhandlung über die Funktionsweise von Echoloten würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Deshalb erfahren Sie hier das Wesentliche in einer kurzen Zusammenfassung:  Ein Geber, der unterhalb der Wasserlinie montiert wird,  sendet trichterförmig nach unten gerichtete Schallwellen ins Wasser. Treffen diese auf einen Gegenstand, wird das Signal reflektiert. Diese reflektierten Signale werden wiederum vom Geber erfasst. Der Geber hat somit die Aufgabe,  Schallwellen auszusenden und zu empfangen. Das Echolot errechnet nun aus der vergangenen Zeit zwischen Schallwellenaus- und Eingangeingang, sowie der Signalintensität, die Tiefe und die Struktur eines georteten Gegenstands. Diese Daten werden aufbereitet und auf dem Bildschirm dargestellt. Aus diesem Grunde können Sie erkennen, wie der Untergrund beschaffen ist und in welcher Tiefe sich Fische aufhalten.

Bei einem Gewitter werden die meisten unter Ihnen, die Entfernung des Blitzes grob errechnen, indem Sie die vergangenen Sekunden zwischen Blitz und Donner zählen. Sind beispielsweise 3 Sekunden vergangen, wissen Sie, dass der Blitz rund einen Kilometer entfernt war.  Dies funktioniert deshalb, weil die Schallgeschwindigkeit in der Luft rund 330 Meter pro Sekunde beträgt. Im Wasser hat der Schall ebenfalls eine feste Geschwindigkeit. Diese ist etwa 4 mal schneller als die in der Luft, also 1440 Meter in der Sekunde.

Ein Echolot macht vereinfacht gesprochen nichts anderes, als Sie bei einem Gewitter - es zählt die vergangene Zeit. Ein Geber, der unterhalb der Wasserlinie montiert ist, sendet trichterförmig nach unten gerichtete Schallwellen aus. Beim Schallwellenausgang beginnt das Echolot mit der Zeitmessung, so wie Sie beim Erkennen eines Blitzes. Die Schallwellen treffen nun auf einen Gegenstand, der sowohl Gewässergrund, wie auch Fisch sein kann und werden reflektiert und teilweise zum Geber zurückgeleitet. Nach einer gewissen Zeit treffen diese Schallwellen wieder auf den Geber, was mit dem Hören des Donners gleichzusetzen ist. Aus der vergangnen Zeit zwischen Schallwellenausgang und Eingang kann das Echolot nun zuverlässig die Tiefe des Reflexionskörpers errechnen. Diese Daten werden aufbereitet und auf dem Bildschirm dargestellt. Aus diesem Grund können Sie erkennen, wie der Untergrund eines Gewässers beschaffen ist, und in welcher Tiefe Fische geortet wurden.

 

Begriffe und Funktionen

Ganz ohne fachchinesisch kommen Sie bei Echoloten nicht aus. Denn nur wenn Sie diese Begriffe kennen und wissen was sich dahinter verbirgt, kann Ihnen zum Einen Ihr Gerätehändler nicht einen Apfel als Birne verkaufen. Zum anderen werden Sie in der Lage sein, alle wichtigen Echolotfunktionen zu verstehen und mit ihnen erfolgreich umzugehen.

 

Automatikbetrieb

Ein gutes Echolot ist ein Hilfsmittel, das mit wenigen Handgriffen die von Ihnen gewünschten Informationen liefert. Es macht keinen Sinn, wenn Sie einen Grossteil der kostbaren Angelzeit damit verbringen müssen, ein Echolot zu programmieren. Denn in der Zeit, wo Sie mit dem Echolot beschäftigt sind, angeln Sie nicht – und wenn Sie nicht angeln, fangen Sie auch keine Fische. Aus diesem Grunde verfügt ein gutes Echolot über ein ausgereiftes Automatikprogramm, das dem Angler alle nötigen Einstellungen abnimmt. Zusatzfunktionen, wie z.B. Bildschirmbeleuchtung oder Zoom sollten per Tastendruck einfach abrufbar sein.

Fischsymbol oder Fischsichel

Kleine Kinder lernen das Fahrradfahren häufig mit Hilfe von Stützrädern.

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Besten Dank an www.lowrance.com – und www.cebbra.de für die Bereitstellung dieser Grafik. CEBBRA ist offizieller Importeur von LOWARNCE und EAGLE Echoloten und GPS für Deutschland und Österreich. Hier kann Ihr Händler diese Produkte für Sie beziehen.

 

Die Darstellung von Fischsymbolen erinnert mich immer an Stützräder. Fischsymbole sehen zwar schön aus und werden meist auch in verschiedenen Größen dargestellt, sind aber aus meiner Sicht wirklich nur etwas für den Echolotneuling. Warum ich so denke, verrate ich Ihnen gerne.

 

Fischsymbole sind das Ergebnis von einem Rechnerprogramm, das Rohechos in Fischsymbole umwandelt. Bei dieser Umwandlung bleiben jedoch viele Informationen auf der Strecke. Noch schlimmer ist es, dass manche Dinge vom Rechnerprogramm falsch interpretiert werden. Falschanzeigen sind dann die Folge.

 

Erst kürzlich erlebte ich einen Echolotanwender, der stundenlang erfolglos an einer Stelle fischte, an der laut Echolot in Gründnähe Fisch an Fisch stand. Ein kurzer Blick auf mein Echolot mit eingeschalteter Fischsichelanzeige verriet, dass am Grund ein starker Pflanzenbewuchs war, Fische jedoch weit und breit nicht. Der Rechner des Echolotes interpretierte den Pflanzenbewuchs als Fische. Ärgerlich!

 

Im Gegensatz hierzu vermittelt die Fischsichelanzeige eine ungeschminkte Unterwasserwelt. Es ist zu Anfang zwar etwas schwierig, das Angezeigte richtig zu deuten, aber schon nach wenigen Ausfahrten ist man durchaus in der Lage, Fischsicheln richtig zu interpretieren.

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Kleine „Sichel“ Lehre

Die nachfolgende Grafik verrät Ihnen, wie eine Sichel entsteht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Besten Dank an www.lowrance.com – und www.cebbra.de für die Bereitstellung dieser Grafik. CEBBRA ist offizieller Importeur von LOWARNCE und EAGLE Echoloten und GPS für Deutschland und Österreich. Hier kann Ihr Händler diese Produkte für Sie beziehen.

 

Wie Sie sehen, muss das Boot den Fisch möglichst direkt überqueren, damit eine optimale Sichel erscheint. Ist der geortete Fisch seitlich vom Boot, entsteht eine unvollkommene Sichel.

 

Mit der Sichelanzeige sind Sie in der Lage, einen im Geberwinkel geführten Köder zu erkennen. Besonders beim Pilken und Vertikal-Jigging ist diese Möglichkeit von größter Bedeutung. Aber auch Wallerangler schwören auf die Fischsichelanzeige. Beim Wallerangeln mit dem Holz und Köderpräsentation unter dem Boot erkennen Sie ebenfalls Ihren Köder als durchgehende Linie. Ein steigender Waller wird als große Sichel dargestellt, die sich dem Köder (Linie) nähert. Mit etwas Erfahrung sind sogar Rückschlüsse auf die geortete Fischart möglich. Zander ergeben beispielsweise eine sehr spitze Sichelform.

 

Geber und Geberwinkel

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Eines der wichtigsten Bauteile eines Echolotes ist der Geber, der unterhalb der Wasserlinie am Boot montiert wird. Er hat die Aufgabe, Schallwellen zu senden und zu empfangen.

 

Im Inneren des Gebers befindet sich ein künstlich hergestellter Kristall, dessen Form und Größe die Frequenz und den Geberwinkel bestimmt.

 

Der Geberwinkel bestimmt, welche Gewässerfläche in welcher Tiefe erfasst wird. Mit einem kleinen Geberwinkel wird eine kleinere Fläche erfasst, als mit einem großen Geberwinkel.

 

 

 

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Besten Dank an www.lowrance.com – und www.cebbra.de für die Bereitstellung dieser Grafik. CEBBRA ist offizieller Importeur von LOWARNCE und EAGLE Echoloten und GPS für Deutschland und Österreich. Hier kann Ihr Händler diese Produkte für Sie beziehen.

Hieraus ergibt sich:

 

 

Geberwinkel 8°:                    Gewässertiefe – sehr tief

Geberwinkel 20°:            Gewässertiefe – tief

Geberwinkel 60°:            Gewässertiefe – flach bis mitteltief

Geberwinkel 150°:            Gewässertiefe – flach

 

Frequenzen

Schallwellen kennt jeder von Ihnen, denn jeder gehörte Ton sind Schallwellen, die Ihr Ohr wahrnimmt. Ob Sie einen hohen oder einen tiefen Ton hören, hängt von der Frequenz ab. Hohe Töne haben eine hohe Frequenz, tiefe Töne hingegen eine tiefe Frequenz.

 

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Hohe Töne sind nicht sehr weit, aber klar und deutlich zu hören. Tiefe Töne sind noch in großer Entfernung und in einem weiten Umkreis wahrnehmbar, allerdings undeutlich. Achten Sie einmal darauf, wenn Sie sich einer Musikveranstaltung nähern. Als erstes werden Sie die tiefen Töne hören, jedoch nur als mattes, undeutliches „bum – bum“. Je näher Sie dann dem Geschehen kommen, umso mehr hohe, verständliche Töne werden von Ihrem Ohr wahrgenommen werden.

 

Die Frequenz der Schallwellen, die der Echolotgeber unter Wasser aussendet, haben vergleichbare Eigenschaften.

Eine hohe Frequenz, wie z.B. 192 kHz, sind für die meisten Echolotanwendungen der Angler ideal. Mit dieser Frequenz wird eine saubere Trennschärfe erzielt. Dies bedeutet in der Praxis, dass dicht beieinanderstehende Fische noch als Einzelfische dargestellt werden. Die erreichbare Tiefe ist meist ausreichend.

 

Es gibt auch Echolote, die mit einer niedrigeren Frequenz, wie z.B. 50 kHz, arbeiten, oder deren Frequenzen veränderbar sind. Bei dieser niedrigen Frequenz ist die Trennschärfe jedoch deutlich ungenauer. Der Vorteil dieser Frequenz besteht darin, dass größere Tiefen erreicht werden. Geräte mit dieser Frequenz finden daher in der Tiefseefischerei Anwendung.

 

 

Wenn Sie noch mehr Informationen rund ums Thema Echolote und GPS wünschen, so schauen Sie doch einfach mal hier vorbei.

 

www.angeln-shop.de

 

Joachim Stolllenwerk

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