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Uschis Angelerlebnisse Teil 14 Eine interessante und schöne Ausflugsfahrt - leider wieder ohne Fisch Nachdem meine Rückenschmerzen und die massiven Nebenwirkungen, die sich aufgrund der Tabletten eingestellt hatten, fast weg waren fuhren wir wieder einmal nach Minden. Doch dieses Mal ging es an die Weser. Das Wetter war einigermaßen gut. Es schien zwar nicht die Sonne, aber die Temperaturen lagen immerhin bei 18 Grad. Obwohl der Wetterbericht für den Nachmittag Regen angesagt hatte, blieb es trocken.Vorsichtshalber bauten wir unseren neuen Angelunterstand auf, den wir zwei Tage vorher günstig gekauft hatten. Als es zu dämmern anfing, stellten wir unsere Stühle drunter und waren so vor Kälte und Feuchtigkeit bestens geschützt. Ich musste immer noch darauf achten, dass mein Rücken warm blieb, sonst wären die Rückenschmerzen sicher wieder stärker geworden. Nach einer Stunde gesellte sich ein älterer Herr zu uns und meinte, dass die Barben weiter südlich ständen. Er musste wohl schon etwas wirr im Kopf sein, denn als wir ihn das letzte Mal trafen, gab er uns den Tipp, es genau an dieser Stelle zu versuchen. Er erzählte weiter, dass er ein passionierter Spinnangler sei, der es auf Rotaugen und Brassen abgesehen hatte. Dementsprechend „böse“ war er auf die vielen Barben, die sich in der Weser niedergelassen hatten. „Sie fressen die ganzen Kleinfische weg“, war sein Kommentar. Sicher fressen die älteren Barben auch schon mal ihre Artgenossen, aber wirklich nur die ganz kleinen. Fische gehören nämlich nicht zu ihrer Hauptnahrung. Ich erwiderte, dass die Barbe zum Fisch des Jahres 2003 gewählt worden sei, weil sie mancherorts schon stark gefährdet war. Aber das interessierte ihn nicht. Endlich trollte er sich davon, um ein paar Meter weiter einen anderen Angler zu „interviewen“ und ihm Tipps zu geben.  Leider ging uns keine Barbe an den Haken. Bis auf zwei Meldungen tat sich den ganzen Tag nichts, so dass wir etwas enttäuscht gegen 23 Uhr unsere Sachen packten und nach Hause fuhren. Am Sonntag schien die Sonne so wunderschön vom Himmel, dass wir uns entschlossen eine kleine Ausfahrt mit dem Cabrio zu machen. Doch wir wussten nicht so genau, wo wir hinfahren sollten. Ein netter Angelfreund hatte uns vor einiger Zeit eine E-Mail geschrieben und mitgeteilt, dass er am Kraftwerkseinlauf in der Nähe von Möllbergen viele große Barben gefangen hätte. Also entschlossen wir uns dort hinzufahren und uns die Stelle einmal aus der Nähe anzusehen. Am Wochenende war das Kraftwerk natürlich nicht in Betrieb, so dass kein warmes Wasser in die Weser floss, aber wir trafen trotzdem mehrere Angler an. 

Auf der anderen Uferseite des Kanalzulaufs sahen wir, wie ein Angler gerade eine Barbe kescherte. Sie war zwar nicht sehr groß, aber immerhin hatte er Erfolg. Wir hätten es gerne selber probiert, denn „vorsichtshalber“ hatten wir jeder 2 Ruten und auch unsere Gerätekiste mitgenommen, aber als wir ans Aufbauen dachten, fiel Achim ein, dass wir keinen Kescher eingepackt hatten. Ich wollte dort auch nicht unbedingt angeln. Ich wäre lieber an einen Forellensee gefahren, weil ich meinte, dort bessere Chancen zu haben, tatsächlich wieder einmal einen Fisch am Haken zu haben. Achim hatte mir schon zuhause von einem Forellenteich erzählt, der auf der Strecke nach Möllbergen lag. Vor einigen Jahren hatten er und Willi dort einmal sehr viele Forellen gefangen. Zu diesem Forellensee wollte ich unbedingt hin, denn alle unsere letzten Ansitze am Gevattersee waren ja vergeblich gewesen. Der Teich war auch ganz in der Nähe vom Kraftwerk, und zwar in Hellinghausen. Vielleicht könnten wir uns ja einen Kescher von einen Angelkollegen ausleihen, falls wir eine Forelle an den Haken bekämen, ging es mir durch den Kopf. Nachdem wir uns die neue Angelstelle in Möllbergen ausgiebig angesehen hatten, beschlossen wir, uns einmal in der Woche einen Tag frei zu nehmen und es dann dort zu probieren. Wenn das warme Wasser des Kraftwerks in die Weser floss waren die Chancen sicher viel größer. Wir setzten uns wieder ins Cabrio und fuhren Richtung Vlotho. Weil wir beide inzwischen etwas Hunger hatten hielten wir auf der Weserbrücke in Vlotho. Dort fand gerade das „Brückenfest“, statt und an einem Bratwurststand stärkten wir uns. 

Danach fuhren wir wieder die B 514 zurück, um nach dem Forellenteich Ausschau zu halten. Auf dem Städteatlas, den wir dabei hatten, waren die Teiche wohl etwas falsch eingezeichnet, denn wir fuhren daran vorbei und landeten wieder an der Weser, aber dieses Mal auf der anderen Seite gegenüber dem Kraftwerk. Der Hunger war gestillt, doch nun plagte uns der Durst. Also machten wir an der Kneipe„Zum alten Fährhaus“ halt und setzten uns in den Biergarten. Einen Tisch weiter saßen drei Männer und zwei Frauen. Normalerweise belausche ich andere Leute nicht bei ihren Gesprächen, aber dieses Mal sperrte ich meine Ohren weit auf, als ich eine der Frauen sagen hörte: „Ich habe letztens einigen Männern beim Angeln zugesehen. Ich dachte immer, dass sei schwierig, aber das ist es gar nicht. Man braucht nur einen Wurm an den Haken zu machen, dann reinschmeißen und schon hängt ein Fisch dran.“ Am liebsten hätte ich laut losgelacht. Auch Achim hatte das Gespräch mitbekommen und schmunzelte. Klar sieht Angeln einfach aus, aber so leicht, wie es sich viele Leute vorstellen ist es nun doch nicht. Wahrscheinlich hatte der Angler einfach Glück gehabt oder er saß schon viele Stunden am Wasser und fing gerade in dem Moment einen Fisch, als sie zuschaute.  Während wir uns noch über diese Äußerung amüsierten, stach uns gegenüber am Weserufer ein Schild mit dem Kilometerstand 177 ins Auge. Ich ging noch einmal zum Auto, um auf unserem Angelschein nachzusehen, ob diese Stelle auch zu der Angelstrecke der Mindener Interessengemeinschaft gehörte. Erfreut stellten wir fest, dass dies so war. Und auch das Weserstück mit den Buhnen, die wir von der Weserbrücke in Vlotho gesehen hatten, gehörte dazu. Ich freute mich, dass wir diesen Ausflug gemacht hatten, denn so hatten wir wieder neue Angelstellen kennen gelernt. Die Beschreibung des Erlaubnisscheins der Mindener Interessengesellschaft ist sehr dürftig, denn dort steht lediglich „Linksseitig von km ... bis ... km, rechtsseitig von ... km bis ... km.“ Aber nirgendwo wird erklärt, wo genau die Strecke beginnt und endet. Wir hatten den Verein schon mehrmals gebeten, eine Karte beizulegen, wo der Verlauf der Weser mit den Angelstellen eingezeichnet war. Leider wurde darauf nicht eingegangen. Als wir bezahlten, fragte Achim den Wirt, ob er uns sagen könnte, wo der Forellenteich sei, den wir suchten. Wir zeigten ihm die Straßenkarte und er bestätigte uns, dass es der Teich war, an dem wir schon einmal vorbei gefahren waren. Also fuhren wir noch einmal die Strecke zurück und dann fanden wir auch tatsächlich die Einfahrt. 
Zwei Angler, die uns entgegenkamen, meinten, dass es sich kaum lohnen würde dort zu angeln. Die Fische wären wohl überfüttert und würden kaum beißen. Dies ginge schon sehr lange so. Da wir nun einmal dort waren, wollten wir uns den Teich trotzdem ansehen und so umrundeten wir ihn einmal. Neben dem Teich floss ein Bach, der voller Kröten war. Sie waren gerade in Paarungslaune. 

Als wir wieder zum Auto gingen, bedauerte ich es erneut, dass wir den Kescher vergessen hatten. „Nichts geschieht ohne Ursache, alles hat seinen Sinn“ lautet ein weiser Spruch. Es hat wohl nicht sein sollen, dass wir an diesem Tag angelten. Ursula Kluck Uschis Angelseiten: http://www.angelberichte.de
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