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Lottes Antarktisabenteuer, Teil 4 | Drucken |

Cuverville Island und Port Lockroy!!!

 

Heute morgen stand um 9:00 schon das ausbooten zu Cuverville Island an. Jeder der die Bergwanderung mitmachen wollte, sollte sich bis dahin am Gate einfinden, da die Longwalker zuerst auf die Insel gebracht werden sollten. Also blieb nicht viel Zeit zum Frühstück und vor allen Dingen noch weniger Zeit um den Nikotinspiegel wieder anzuheben. Auf dem Schiff darf ja nur auf dem Achterdeck an 2 Stellen geraucht werden. Bei den Landgängen ist es gänzlich verboten!!! Sollte man es trotzdem machen bekommt man richtig Ärger!!! Jedem der gegen das Antarktisabkommen verstößt wird mindestens jeglicher Landgang verboten. Ebenso kann das Schiff richtig Ärger bekommen. Dieses kann soweit gehen, daß es die „Lizenz" verliert um in die Antarktis zu fahren. Also zog ich schnell meine Kippe durch, und machte mich schnell auf den Weg zum Zodiac.

 

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Auf der Insel angekommen, war die Gruppe schon unterwegs. Es sollte ein „nur" 300m hoher, aber unheimlich steiler Berg bestiegen werden. Zwischen einer Menge von Eselspinguinen hindurch stolperten wir der Gruppe hinterher. Dabei viel uns zuerst gar nicht auf wieviel Skuas hier ihre Nester hatten. Dieses sollte den Rückweg recht „interessant" machen.

 

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Der Aufstieg war wirklich sehr steil, und man wundert sich doch sehr, wie es diese kleinen, putzigen Eselspinguine schaffen, diesen Berg mehrfach am Tage zum Füttern zu besteigen. Auf den Schneefeldern konnte man aber recht vernünftig gehen. Nachdem wir den Berg zu 2/3 bestiegen hatten, mußten wir aber aufgeben. Nicht weil wir es körperlich nicht hätten schaffen können, sondern weil in der Gruppe zu viele ältere Herrschaften dabei waren. Leider überschätzen sich doch immer wieder viele. Naja, wir machten von diesem Punkt aus ein paar schöne Bilder und genossen die herrliche Aussicht an diesem recht schönen Tage.

 

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Da wir die letzten waren die Abstiegen konnten wir gut beobachten, wie genervt die brütenden Skuas über unseren Besuch waren. Einige kamen den Nestern zu nahe und wurden sehr effektiv von ihnen vertrieb. Ein Stukka wäre den Gästen eventuell lieber gewesen als eine stürzende Skua. Als wir durch dieses Feld gehen mußten, hatten wir doch jede Menge Respekt vor diesen Tieren. Jule nahm deswegen einen etwas anderen Weg als ich und ich hatte ebenfalls das Vergnügen einem Nest zu nahe zu kommen!!! Aber ich mußte ja zu meiner Jacke, die ich dort in dem Steinfeld zurückgelassen hatte.

 

Als wir endlich heile am Strand angekommen waren, bestiegen wir die Schlauchboote und fuhren zu einem wirklich imposanten Eisberg, mit einem riesigem Loch am Rande. Leider konnten wir aus Sicherheitsgründen nicht durch dieses Loch fahren.

 

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Danach fuhren wir noch zu einer kleinen Insel um uns Zügelpinguine anzusehen!!! Leider waren da aber nur 3 Paare!!! Aber ein paar nette Bilder konnte man da noch machen.

 

 

 

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Wieder an Bord ging es zum Lunch und wir legten ab in Richtung Port Lockroy!!! Port Lockroy ist eine kleine, verlassene Station der Briten. Sie ist nur im Sommer, von Anfang Dezember bis März besetzt und dient nur noch als Poststation und Ausflugsziel, da dort ein kleines Museum unterhalten wird. Dort kann man noch recht gut erahnen, wie beschwerlich es die Forscher von damals hatten.

 

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Wir gaben dort nicht weniger als 47 Postkarten ab, da wir allen versprochen hatten, ihnen eine Postkarte aus der Antarktis zu schicken. Diese Menge verwunderte (fast) jeden auf dem Schiff und wir mußten mehrfach erklären, wem wir soooo viele Postkarten schicken würden.

 

Ebenfalls war es recht witzig mit anzusehen wie eine recht große Kolonie von Eselspinguinen diese kleine Insel eingenommen hatte, ohne auf die Massen an Touristen Rücksicht zu nehmen, die dort jährlich aufschlagen. Dort kommt fast jeden Tag ein Passagierschiff an.

 

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Aber wo es viele Pinguine gibt, gibt es selbstverständlich auch solche Bilder!!!

 

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Eine weitere Aktion an diesem Tage war das Kajakfahren. Jule und ich paddelten ca. 1 Std. in dieser atemberaubenden Umgebung hin und her.

 

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Auf einer weiteren Insel konnten wir noch die Überreste eines großen Wals sehen, der dort angelandet wurde, als die Station noch zweifelhafteren Dingen nachging.

 

 

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Nach dem Dinner erkundigten wir uns noch, was morgen auf dem Programm stehen würde. Wir werden heute hier in der Bucht ankern und morgen früh um 05:00  Richtung Paradiesbucht auslaufen. Dort werden wir dann gegen 9:00 anlanden. Gegen 10:00 werden wir dann auf dem Festland von Jules Vater getraut. Das wird schon eine tolle Geschichte werden, da sicherlich noch nicht viele Trauungen auf diesem Kontinent stattgefunden haben. Ich bin schon recht gespannt, was da alles aufgefahren wird. Jules Vater wollte noch nicht so recht mit der Wahrheit hinter dem Berge hervorkommen, aber es scheint schon eine menge organisiert worden zu sein. Also lassen wir uns mal überraschen.

 

Lotte

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