Den Lachsen hinterher
Am 01.06.2006 fängt in den meisten Flüssen Norwegens die
Lachssaison an. Noch am gleichen Abend oder am nächsten Tag liegen die
Fangergebnisse vor. Für meine bevorstehende Reise hatte ich mir die Orkla
ausgeschaut. Die ersten Fische waren gleich richtige Knaller. Der größte Lachs
brachte 18 Kilo auf die Wage. Die nächsten Tage brachten ähnliche Ergebnisse.
Am 15. Juni war es dann endlich so weit. Mit voll gepackten
Auto zur Arbeit und pünktlich um 17.30 Uhr ging es richtung DK. Ich habe mir
die Verbindung Hanstholm-Langesund mit der Küstlink ausgesucht.(Fähre Kabine
und Auto für 117 Euro)
Morgens um 7.00 Uhr in Langesund angekommen, ca. 150
Kilometer nach Oslo und dann auf die E6 richtung Trondheim. Um 19.00 Uhr habe ich meine Unterkunft an
der Orkla erreicht.
Am nächsten Morgen wurde die Umgebung inspeziert. Als erstes
zur Post. Staatliche Lizens kaufen, dann ab zum Bauern, Angelkarte kaufen. Die
Enttäuschung ließ nicht lange auf sich Warten. Nach ein paar Gesprächen mit den
Einheimischen, passierte hier die letzten 7 Tage nichts mehr. Der
Wasserstand war ok, aber es kam kein neuer Fisch in den Fluss. Ich habe die
ganze Nacht gefischt, ohne auch nur ein Anzeichen von einem Fisch.
Kurz gesagt, nach zwei Tagen habe ich die Orkla verlassen.
Ein schöner Fluss in natürlicher Umgebung mit einem tollen Panorama. Aber auf
die Lachse warten, dafür ist mein Urlaub dann doch zu kurz.
Also schnell weiter auf die Halbinsel Fosen zum
Stordalselva. Den Fluß hatte ich schon in den Jahren zuvor befischt.
Der Oberlauf der Orkla bei Quale Ideale Stelle zum blinkern
und Wurmfischen
Hinter der Kurve beginnt eine top Fliegenstrecke
Der Stordalselva
Der Himmel zeigte sich von seiner besten Seite während der
Überfahrt. Die Sonne brannte und das Thermo zeigte karibische 27 Grad. Am Fluss
angekommen bestätigte sich meine Vermutung, wenig Wasser....
Am Stövelfossen zeigten sich aber einige Lachse. Nach etlichen Kilometern
endlich Lachsfieber. Am nächsten Tag Karte besorgen, Fliegenruten montieren und
ab ans Wasser.
Gegen 22.00 Uhr kam dann endlich meine erste Chance in
diesem Jahr. Kurz vor den Füßen kam der Biß wie ein kleiner Stromschlag im
Handgelenk. Die Schnurschlaufe zwischen Rolle und Zeigefinger verschwand in der
Tiefe. Der Tanz hat begonnen. Der Fisch stand wie eine Eins am Grund und die
leichte Zweihand bog sich bis ins Handteil. Ergebnis war ein 3,5 Kilo Fisch.
Das sollte es aber für diese Nacht gewesen sein.
Mein erster in diesem Jahr. 3,5 Kilo. Gefangen auf eine
orangene Tubenfliege
Zu sehen gibt es eigentlich immer etwas. Hier ein Kollege
auf der anderen Uferseite im Drill.
Die Unterkunft mit allem Zubehör
Hier wird z.B. Mittsommer gefeiert
Die Gaula
Auf dem ganzen Weg zur Gaula von Afjord hat es geregnet. Mit
Max 60 Stundenkilometern ein mühseliges Fahren. Die Gaula empfing mich mit
ordentlich Wasser. Ganze Baumstäme trieben in dem fast schwarzen Wasser.
Schnell die Sachen verstauen und erstmal einen Überblick verschaffen. Dazu
bietet sich das Gaula Naturcenter an. Die Fanglisten der letzten Tage kann man
vor der Tür einsehen.
Ein schöner
Lachs zum Abschluß. Gefangen an der Strecke von Fosslandet
Kai Lauenstein
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