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Bornholm- Perle für Dorschangler
Ein Kurztrip wars, mehr auch nicht. 5 Tage hatte
ich Zeit, mich mit der Dorschfischerei auf Bornholm
auseinander zu setzen. Meine Eltern hatten mich und meine Freundin eingeladen
(oder besser gesagt, ich hab mich selbst eingeladen ) und nach
zahlreichen tollen Berichten in den Medien (z.B Kutter und Küste Nr. 16) war ich
heiß, einmal in diesem Revier zu fischen.....
Die Anreise hin ging über
Ystad Schweden. Abends um neun nach sechs Std. Anreise machten wir halt an einem
Campingplatz ca. 50 Kilometer nördlich Ystad bei Hörby am Ringsjön. Ich hatte
extra einen Umweg in Kauf genommen, da ich unbedingt noch einen Hecht in
Schweden fangen wollte ...kurz gesagt, es wäre mir auch in der
einen Stunde, die ich denn noch Zeit hatte zum Fischen 4 mal gelungen....denn so
oft wurde mein Illex Freddy 170 von Gädda attackiert....nur leider blieben sie
nicht hängen...ich schätze mal halbstarke




was solls...spannend wars allemal. Dann gings weiter ,
mittags legten wir in Ystad mit dem Katamaran ab, der uns in etwas über einer
Std. mit über 40 Knoten. bei spiegelglatter See Richtung Bornholm brachte.....
Wir wurden von meinen Eltern
herzlich empfangen, zur Hütte gebracht usw...grillen, na wies halt so ist...mir
juckten aber schon die Finger, schnell noch mal den Bootsvermieter angerufen,
und für den nächsten morgen die Bootsübergabe klar gemacht. Von mir aus ja schon
um sechs morgens, aber ich hatte da welche, die erst noch lecker frühstücken und
und und ...also um 10 Uhr morgens Bootsübergabe...sicherlich können richtige
Angler mitfühlen, was in mir so vorging.
Dann gings am nächsten morgen
los, das Boot, ein Uttern 18,5 Fuß mit 40 PS Honda wurde
übergeben....Ausgangspunkt von unseren Touren war Melsted bei Listed auf der
östlichen Seite Bornholms. Hier fällt der Grund sehr schnell auf über 80 Meter
ab!!!


Das Boot war über Rettungsinseln, bis Signalpistole,
Plotter, Echolot super ausgerüstet. Dem ist nichts hinzuzufügen, die
Bootsvermieter legen hier sehr viel Wert auf Sicherheit.
Als Hinweis möchte
ich noch hinzufügen, daß sämtliche Bootsvermieter auf Bornholm nur gegen Vorlage eines amtlichen
Sportbootführerschein ihre Boote vermieten! Wieder ein Indiz für diejenigen,
welche im Begriff sind, diesen Schein zu erlangen!
Nun ging es los, ich
war ein bisschen orientierungslos, da der Vermieter fischereilich wenig Ahnung
hatte, so nahm ich dann die erste Kante von 20 auf 30 Meter, welche sich eine
knappe Seemeile entfernt vor der Küste befand. Der erste Stop, und alle Ruten
krumm...Ich mache es kurz, ich kam die erste Stund wenig bis gar nicht zum
Angeln, so zahlreich waren die Dorsche vertreten....
Hier mein Vater mit
seinem ersten Fisch seit langem....(ich glaub das letzte mal hatte er eine Angel
1985 in Norwegen in der Hand )


Viel Dorsche bewegten sich wie dieser im 50er Bereich aber
es gab auch schönere Fische wie dieser 12 Pfünder meiner Freundin...


Nach drei Stunden lagen um die 20 Dorsche in unserer Kiste
und wir beendeten vorerst die erste Tour....ich war begeistert, ein unbekanntes
Revier der erste Stop und soviel Fisch....
abends ging es nochmal raus für ne
Std. auch da konnten ich und meine Feundin noch ein paar schöne Fische bis 70 cm
verhaften. Leider fehlte die Kamera...
Am nächsten morgen dann hatte der
Wind zugenommen, es herrschte eine ordentliche Brandung, bei knapp 10m/s
.


an eine Ausfahrt war nicht zu denken....


hier sieht man nun auch den Nachteil der Insel, jedenfalls
angeltechnisch. Ab 7 m/s wird es kritisch mit der Fischerei, man ist ein
bisschen auf den Wind angewiesen, da hier keine vorgelagerten Insel liegen. Zu
unserem Pech kam der Wind dann auch noch aus Ost, oftmals ist in diesem Gebiet
eher eine westliche Windströmung, aber so ist es nunmal....auch der Freitag und
Samstag brachten keine Besserung, der Wind blies eher noch mehr. So musste ich
es dann auch bei diesen 1 1/2 Touren lassen. Die Chance, mit einem Kutter
rauszufahren wäre noch da gewesen, aber ich habe sie nicht ergriffen....so
behielt ich unsere schöne kurzen Ausfahrten im Gedächnis mit dem Versprechen,
auf jeden Fall nochmal zurückzukehren, weil ich es ja eigentlich in 50-60 Meter
oder an den zahlreichen Wracks vor Bornholm auf
kampfstarke zweistellige Fische versuchen wollte, und die gibt es hier und das
nicht zu knapp!!!! Wetten????

Hauke Loof.
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2 Kommentare
Schöner Bericht mit sehr schönen Bildern.
Find ich auch, schöner Bericht. Nur, was ich immer nicht verstehe: Wenns mal mit dem Boot nicht klappt sind sich scheinbar die meisten zu fein einfach von der Küste zu angeln. Schade eigentlich. Ich hab im Nord-West Teil (dem felsigen) von den Klippen auch wunderbar Dorsch gefangen.
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