Die Karpfenwelt in hundert
Jahren
Wissenschaftliche Betrachtung der Entwicklung von Cyprinus
carpio ( Karpfen ) in Deutschen Gewässern.
22.07.2108
Bedingt durch den Klimawandel und den damit verbundenen
Temperaturanstieg in Deutschland, laicht Cyprinus carpio seit ungefähr 2020
auch in Deutschen Gewässern regelmäßig ab. Ziel dieser Untersuchung ist,
festzustellen ob C. carpio in Deutschland eigenständige Unterarten gebildet
hat.
Anstoß zu dieser Untersuchung gaben die Berichte von
Karpfenanglern, die zunehmend über merkwürdig veränderte Exemplare berichteten.
Um aussagekräftige Daten zu bekommen, wurden die Bestände
von C. carpio in mehr als 50 Gewässern untersucht. Dazu wurden sowohl die Fänge
der Angler, gezielte Netzfänge und Hunderte von Tauchgängen ausgewertet.
Ergebnis:
Cyprinus carpio hat in den vergangenen 80 Jahren
offensichtlich drei eigenständige Unterarten gebildet. Man kann feststellen,
dass die Angelfischerei hierbei ausschlaggebend für die Entwicklung dieser
beiden Unterarten war. Diese werden im folgenden kurz beschrieben.
Cyprinus carpio ssp. talpa longus ( Langrüsselkarpfen )
Der Langrüsselkarpfen kommt hauptsächlich in Gewässern vor,
in denen sehr viel mit Boilies angefüttert wird. Die Stammform C. carpio ist
nicht in der Lage, mehr als ein oder zwei Boilies auf einmal aufzunehmen. Die
Neue Subspezies zeichnet sich durch eine extrem verlängerte Maulpartie auf. Bei
Großen Exemplaren erreicht die Länge des Rüssels bis zu 22 cm. Bei Tauchgängen
wurde beobachtet, das es dem Karpfen dadurch möglich wurde, bis zu 20 Boilies
auf einmal aufzusaugen, wobei der verlängerte Rüssel als „ Magazin „
dient, und diese dann im Laufe der
nächsten Stunden Stück für Stück zu zermahlen und zu fressen. Das bietet C.c
ssp. talpa longus einen erheblichen Vorteil bei der Nahrungsaufnahme gegenüber
der Stammform. Inzwischen wurde die Stammform in einigen Gewässern fast
vollständig zurückgedrängt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie
vollständig verschwunden ist.
Etwas erheiternd ist die Tatsache, dass nun unter den
Anglern ein Streit entbrannt ist, ob die Länge eines Karpfens mit eingefahrenem
oder ausgefahrenem Rüssel gemessen wird.
Cyprinus carpio ssp. talpa mutare ( Wechselmaulkarpfen )
Diese Unterart zeigt die Anpassung an das seit über 100
Jahren praktizierte Catch & Release der Karpfenangler. C.c.talpa mutare ist
in der Lage, seine vordere Maulpartie bei zu starker Beschädigung abzustoßen.
Ähnlich den Zähnen des Hais, bilden sich hinter dem vorderen Maulbereich
mehrere Lippenpartien incl. Barteln. Ist die vordere durch Angelhaken zu stark
beschädigt, wird die Blutzufuhr in diesen Bereich abgeschnürt. Der vordere
Maulbereich wird abgestoßen und durch einen direkt dahinterliegenden, neuen, ersetzt.
Diese Unterart ist bei den Anglern nicht sehr beliebt, da sie des öfteren nach
einem Biß nur die Lippenpartie an Land ziehen.
Cyprinus carpio ssp. facies formosus ( Schöngesichtskarpfen
)
Eine bisher sehr selten beobachtete Art. Die Maulspalte ist
stark nach hinten oben verzogen. Der Fisch erweckt den Eindruck als würde er
lächeln. Die Lippenpartie ist zart- bis dunkelrot gefärbt, die Lippen selbst
verdickt. Die Augenpartie ist lila-bläulich verfärbt. Ober- und unterhalb des
Auges finden sich feine, borstenähnliche Fortsätze, ähnlich den menschlichen
Wimpern.
Die Entstehung dieser Unterart ist noch nicht eindeutig
geklärt. Da sie hauptsächlich in Put and Take Gewässern vorkommt, liegt der
Verdacht nahe, das es sich um eine Anpassung durch häufiges fotografieren nach
dem Fang handelt. Inzwischen wurden auch Hybriden von C.C. talpa mutare und
C.c. facies formosus beobachtet.
Weitere Beobachtungen während der Untersuchungen.
An einigen, stark befischten Gewässern fiel Ornithologen
auf, dass der Balzgesang des Drosselrohrsängers ( Acrocephalus schoenobaenus) sich verändert hat.
Statt des arttypischen „zrüzrütrett zrüzrüzrü psit trutrutru-pürrrrrrrörrrrr-WI-WI-WI
lülülü zeTRE zr TRE „
Klingt
er nun eher wie
„
Bibibipbipbipbiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii. „
Da der Vogel seinen Gesang auch nachts erklingen lässt, ist
er bei Karpfenanglern inzwischen nicht mehr gut gelitten. Zu ähnlich ist der
Gesang dem Klang der elektronischen Bissanzeiger, womit er jedes Mal spontane
Hektik bei den ansitzenden Anglern hervorruft.
Die Untersuchungen gehen weiter und es ist mit zahlreichen
Neuentdeckungen zu rechnen, über die wir natürlich zu gegebener Zeit
unterrichten.
Ralle24
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5 Kommentare
Ich sterbe vor Lachen *thumbsup*!
Was einem Angler bei seinem Ansitz so alles einfällt. Einfach nur herrlich!
Ist aber die Wahrheit also ich fange meinen Carps nur mit Kartoffel und Teig nicht diese FUCKING Boilie kacke !
das wurde doch alles mit dem pc bearbeitet
Schon lustig. zum kommentar "wahrheit" ich zietiere: "Ist aber die Wahrheit also ich fange meinen Carps nur mit Kartoffel und Teig nicht diese FUCKING Boilie kacke ! " Kann schon sein aber an vielen Gewässern werden die Karpfen mit diesen Ködern völlig überfischt. Wenn man Boilies füttert fressen sie die Karpfen und merken "Aha kein Haken" Also fressen sie einfach weiter bis sie doch einmal den falschen Boilie gefressen haben :D
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