Index
Onlineshops
Kleinanzeigen
Ausgaben-Archiv
Ausgabe September 2010
Themen-Archiv
Alle Artikel
Impressum
Datenschutz
-
 
Eine Woche an der Elbe | Drucken |

Hallo Leute,
wir waren für eine Woche zum Angeln an der Elbe in Laßrönne (Winsen Luhe).

Wir, sind eine Gruppe von 5 Anglern aus Dortmund.

Wir waren nun schon zum 2ten mal in Laßrönne im Ferienhaus direkt an der Elbe, welches bezeichnenderweise auch noch  Haus "Elbe" heisst.

Die Vorfreude begann eigentlich schon bei der Abreise im letzten Jahr.

Wir konnten letztes Jahr in der Woche Angelurlaub 15 Zander zwischen 2 und 4 Kilo erbeuten.

Nun  aber zu den Erlebnissen in diesem Jahr.

Die Reise begann schon einige Tage vor dem eigentlichen Termin mit dem erstellen von Listen und Vorbereitungen, da wir unsere Erwartungen vom letzten Jahr wieder erleben wollten.

Die Anreise war recht problemlos, und die Strecke von ca.300 Kilometern verging recht schnell.

In Laßrönne angekommen waren wir uns alle einig: schnell das Haus bezogen, die Fressalien in der Küche verstauen und dann nichts wie an die Elbe.

Uwe, der Vermieter hatte uns, wie schon letztes Jahr, einen Vorrat von Köderfischen besorgt, sodass wir uns ohne Verzögerungen, schon eine Stunde nach Ankunft am Gewässer befanden.

Doch am Gewässer angekommen war der Schreck groß, Keiner hatte an das kleine Fässchen Bier gedacht. Doch halb so schlimm. Die Unterkunft liegt ja nur 3 Gehminuten vom Angelplatz entfernt. So war unsere Vergesslichkeit kein wirkliches Problem.

Wir haben unsere Ruten mit den frisch getöteten Köderfischen bestückt und in die Fluten der Elbe versenkt. Nun war erst mal durchatmen und relaxen am Elbdeich angesagt.

Denkste, schon nach wenigen Minuten zog das erste Überraschungs-ei ( ein Bissanzeiger nach Elbanglerart) die Rute empor und alle waren gespannt auf den ersten Fisch.

Nach ein paar Minuten Wartezeit und nicht wirklich vieler weiterer Aktivität an der Rute war es zeit den Köder zu kontrollieren. Die Rute wurde eingeholt und siehe da, der Köfi wurde an den Kiemen von einer Wollhandkrabbe angeknabbert.

Aber egal, neuer Köder drauf und wieder rein. Nun war es Zeit das Fässchen zu entkorken. Nach einer weiteren halben Stunde qualmte auch schon der Grill und er wurde mit den marinierten Nackensteaks belegt.

Nach den ersten gemütlichen Bierchen  und einem gefüllten Magen war dann auch das Wasser soweit abgelaufen, das wir mit unseren Ruten 2 Buhnenköpfe besiedeln konnten.

Mit 2 Ruten pro Mann war genügend Platz für 3 bzw. 2 Angler pro Buhne. Die Buhnen liegen etwa 200 Meter auseinander, so das wir noch untereinander Sichtkontakt hatten. Außer einem Zander vom 50 cm von etwa 1,5kg wurde an diesem Nachmittag ( leider)  nichts gefangen.

Nach dem angenehmen Anreisetag haben wir dann am Sonntag etwas länger geschlafen und nach dem Frühstück mit Sonntags Ei ging es wieder an den Elbestrand.

Sonntag.: Vormittag war schon soweit Ebbe, das wir gleich auf die Buhnen konnten. Also nichts wie die Ruten ins Wasser und erzählen und warten. Heute haben einige von uns Eine Rute mit einem frischen Tauwurm bestückt, um auf Aal zu angeln. Und das war auch gut so.

Wir konnten bis zum frühen Nachmittag (nun lief das Wasser wieder auf) es flutete, ein paar schöne Brataale erbeuten. Ein richtig dicker aal ist leider kurz vorm Landen wieder in die Fluten entkommen. (so, nun schnell ins Haus, etwas gegessen, die Aale versorgt und wieder ans Wasser.

Heute Abend wollten wir etwas länger ins Dunkle reinangeln.

Das Wasser war schon wieder recht hoch, so das wir uns entschieden von der Zanderkant zu angeln. Die Steinschüttung (Berme genannt) ist hier an der Elbe ist zwar recht hoch, aber mit einer  Taschenlampe in einer helfenden Hand an der Seite und nicht allzu viel Alkohol im Kopf geht auch das Nachtangeln recht gut.

So etwa gegen 22.00uhr bekamen wir auch die erwarteten Zanderbisse und bis Mitternacht waren die nächsten 3 Zander recht sicher gelandet.(3, 5,und 6 Pfund).

Für den Montag hatte Uwe uns versprochen einen Hotspott fürs Aalangeln zu zeigen. Hierbei handelt es sich um eine Bucht der Elbe die bei Niedrigwasser (Ebbe) trocken fällt  und wenn es zur Dämmerung flutet ( auflaufend Wasser), dann kommen die Aale mit dem steigenden  Wasser in die Bucht.

Also gesagt, getan. Um 21.00 Uhr waren wir an der besagten Bucht ( ein Fußmarsch von etwa 8-10Minuten vom Ferienhaus entfernt). Alles zum Aalangeln vorbereitet und warten bis das Wasser kommt. Gegen 22.00 war es dann soweit. Das Wasser lief auf, und die Aale waren wie verrückt. Wir fingen in 2 Stunden mit unseren 10 angeln 35 aale, von denen wir 28 stück mit ruhigem gewissen verwerten konnten.( beim Angeln erfuhren wir in einem Gespräch mit einem jungen Angler, das, das angeln mit Gummifisch in der Elbe  auch sehr erfolgreich sein kann. Und wir hatten uns vorgenommen auch diese Art der Angelns zu versuchen.)

Dienstag, ( schon fast Halbzeit) waren wir uns einig, und wir sind mit alle Mann zum Gummifischen aufgebrochen. Also jeder eine feine Spinn,-bzw. Meerforellenrute (so um die 20-40gramm Wurfgewicht und eine Länge von 3,00-3,30mtr.) geschnappt und wieder ran an die Elbe. (es gibt hier etwa 20 Buhnen die sich für das Fischen mit dem Gummifisch eignen (wenn ablaufend Wasser (ebbe) ist).

Man kann etwa 10 Stunden zwischen den einzelnen (Tiden) (die Zeit von einem Hochwasser (Flut) zu nächsten Hochwasser oder von einem Niedrigwasser (Ebbe) zum nächsten Niedrigwasser fischen ohne nasse Füße zu bekommen.

Wir haben an diesem Tag richtig gut gefangen, ( aber es ist auch nicht ganz ohne Verluste von Gummifischen) erfolgt. Aber der fang von  7 Zandern hat uns doch für die vielen hundert Würfe entschädigt.

Mittwoch: heute ist mal Angelpause angesagt und wir machen einen auf Kultur!?!?!?

Wir sind Heute auf Erkundungstour im Hohen Norden.

Zuerst besuchen wir die Kreisstadt Winsen Luhe, (nur 5 Km. Von Laßrönne entfernt.

Hier gibt es eine Menge zu erleben.

Den Marktplatz mit seinem Marstall,(in dem ein tolles Kaffee und die Bücherei untergebracht ist, dann die City, mit netten kleinen und größeren Geschäften (unsere Bier- Vorräte gehen langsam zu ende).

Noch zum  Angelgerätehändler Waffen Wenck, um neue Gummifische zu kaufen, (am Fischhändler gehen wir lächelnd vorbei), aber das Eis beim italiener  Rialto war sehr lecker.

Weiter geht
s zur alten Salzstadt nach Lüneburg (auch nur einen Katzensprung von Laßrönne ( durch die naheliegende Autobahn) 15 Minuten entfernt.

Hier gibt es eine Menge zu sehen und zu erleben: Altstadt, Kirchen, Museen, urige Gassen, die Bäckerstraße, das Rathaus mit Führung, und als krönenden Abschluss eine Führung mir dem Nachtwächter durch die Altstadt. (für mehr hat die Energie heute nicht gereicht).

Donnerstag.: Heute genießen wir mal den Tag. Die tolle Terrasse und die beiden wunderschön eingerichteten Wintergarten unseres Ferienhauses lassen uns den eigentlichen Grund unserer Anwesenheit fast vergessen.

Wir gönnen uns einige Stunden unseres Daseins in völliger Ruhe und ohne irgendwelcher störender Geräusche und Blicke von Außen. Nebenbei vernichten wir noch einen Teil unserer neu erworbenen Getränke.
Der Rest des Tages dient zum auftanken unserer Batterien.

Freitag: Uwe hat früh Feierabend und wir wollen zum Pöddern!!!!( Angeln ohne Haken und Ösen) im Ilmenaukanal!!!!!

Beim Pöddern handelt es sich um eine Art des Angelns (Fischfang) aus traditionellen Gegenden. Hierbei werden keine Haken verwendet, so das der Fang sehr gut auf eine vernünftige  Größe sortiert werden kann, ohne das untermäßige Fische verletzt oder getötet werden.

Die Methode funktioniert wie folgt.: Es werden pro Pödder etwa 25-30 Tauwürmer mit einer Speziellen Pöddernadel auf ein etwa  2 Meter langen  Baumwollfaden (Sternchengarn) aufgezogen und an den Enden zusammengebunden.

Danach wird der Faden zu einer Rolle über die Hand gewickelt und in mehreren Schlaufen zusammengebunden. Nun wird oberhalb des Tauwurmbündels ein Pödderblei befestigt. Darüber befindet sich eine etwa (je nach Wassertiefe des zu befischenden Gewässers) 3meter lange Stabile Schnur.

Diese wiederum befindet sich an einem Pödderstock der etwa 3,00-3,50mtr lang ist. Nun wird das Ganze von einem Boot, bzw. direkt von der Uferböschung aus in ein fließendes Gewässer gehalten und durch leichtes auf und ab bewegen werden die Duftstoffe mit der Strömung abgetrieben und die Aale werden von dem Geruch angelockt, und die Aale verbeißen sich so in den Pödder, das sie zügig,(aber nicht hastig oder ruckartig  ins Boot, oder an Land gezogen werden können).

Was wir hier erlebt haben weigere ich mich zu beschreiben, weil es mir keiner (der das Pöddern nicht kennt)  glauben würde.


Samstag .: Tag der Abreise, Trauer, aber auch die Freude auf ein Wiedersehen an der Elbe. 

P.S. Es muss nicht immer Skandinavien sein, auch in Norddeutschland kann man oder Mann und Frau wirklich Viel erleben und sich Erholen.

Die 5 Dortmunder sagen DANKE!!!!!!!!!!   

Gruß Stefan

» Keine Kommentare
*
*
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
* *
» Kommentar schreiben
*
*
Name
Titel
Kommentar
Captcha Image Code neu generieren, falls er unlesbar sein sollte
* *
 
< zurück   weiter >


Alle Rechte und Irrtümer vorbehalten! - Ein Projekt von anglerboard.de.
Alle Grafiken und Warenzeichen auf dieser Seite unterliegen dem Recht der jeweiligen Eigentümer.
Das Kopieren von Bildern und Texten von Anglerpraxis.de ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet!

© 2003-2009 Anglerpraxis.de
Weitere Projekte: Angeln in Norwegen , Angeltreff.org
Technical support by MLIT