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Zukunft der Kutterangelei, Teil 3

 

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Und so langsam geht es wirklich vorwärts. Nachdem sich schon nachdem ersten Artikel zu diesem Thema gleich zwei weitere Reedereien gemeldet haben, ist jetzt über die EGOH (Entwicklungsgesellschaft Ostholstein) der Verband der Hochseeangelschiff- und Bäderschiffseigner mit uns in Kontakt getreten.

 

Da uns dieses Thema als mehr als wichtig erscheint, hatten wir, zugegebenermassen um „Druck“ zu machen, in unserem Fax darauf hingewiesen, dass wir natürlich auch veröffentlichen, welche Reedereien sich nicht melden. Dies hat dummerweise genau dazu geführt, dass sich die Reedereien des Verband nicht gemeldet hatten.

 

Über unsere Gespräche mit Herrn Jens Meyer von der EGOH und die Möglichkeiten etwas für die Reedereien (und damit auch für die Angler) zu tun, hat sich aber Herr Lüdtcke vom Verband mit mir in Verbindung gesetzt und mich eingeladen, an der nächsten Verbandssitzung mit teilzunehmen. Diese wurde extra für diese Gespräche anberaumt, und terminlich trotz der Einspannung der Reeder und Kapitäne so kurzfristig realisiert, dass wir das Ergebnis sogar noch in hier der Juniausgabe bringen können.

 

Und der Verband wird in Zukunft eng mit dem Anglerboard zusammen arbeiten, um die Angler in Zukunft besser über die Belange der Reeder, Kapitäne und Besatzungen zu informieren. Dafür werden wir im Interesse der Angler im Magazin entsprechenden Platz zur Verfügung stellen. Der erste Schritt war jetzt die offizielle Beantwortung der Kutterumfrage  vom Magazin durch den Verband.

 

Da es immer wieder viele Fragen rund um das Angeln auf den Kuttern gibt, haben wir uns vom Anglerboard und vom Magazin zur Verfügung gestellt, um Fragen der Angler dazu in Kooperation mit dem Verband zu bearbeiten und weiter zu leiten. Wir bitten aber um Verständnis dafür, dass es nicht sein kann, dass einzelne Kapitäne/Reedereien antworten können. Diese arbeiten Tag für Tag um uns Anglern die Möglichkeit zu geben, sicher Hochseeangelfahrten zu unternehmen. Wer aber allgemeine Fragen hat, kann sich gerne unter:

Magazin@Anglerboard.de

Mit uns in Verbindung setzen, wir werden dann versuchen solche Fragen mit dem Verband zusammen zu beantworten und zu veröffentlichen.

 

Im Zusammenhang mit der viel diskutierten  EU – Verordnung für Fahrgastschiffe möchten wir auf Wunsch des Verbandes hier nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass bis 2006 alle Kutter wie bisher fahren können und werden. Und der Verband arbeitet eng mit der EGOH(Entwicklungsgesellschaft Ostholstein) zusammen, um auch für die Zeit danach die Möglichkeit der Tagesfahrten zu erhalten oder sogar noch zu verbessern.

 

Herzlichen Dank gebührt dafür Herrn Meyer von der EGOH, der schon sehr viel mit seinen guten Kontakten zu Politik und Presse erreicht hat,  und der sich weiterhin auch mit voller Kraft für Angler und Reedereien einsetzen wird, um diesen für die Region so wichtigen

Faktor zu erhalten.

 

Hier nochmal die Fragen, die wir den Reedereien gestellt haben, und die offiziellen Antworten des Verbandes der Hochseangelschiff- und Bäderschiffseigner:

 

1.: Sehen Sie auch langfristig die Möglichkeit den Anglern Ausfahrten in der jetzigen Art und Weise zu ermöglichen, oder sind alternative Konzepte gefragt??

Antwort Verband:

Momentan sind zumindest bis 2006 alle Bedingungen gegeben, um weiterhin Fahrten wie bisher anzubieten. Sollten sich, von welcher Seite auch immer, Veränderungen ergeben, die Tagesfahrten beeinträchtigen könnten, werden die Reedereien über den Verband in Zusammenarbeit mit der EGOH und auch der Presse entsprechend gegensteuern.

 

2.: Welche Möglichkeiten sehen Sie, auch in Zusammenarbeit z. B. mit der Fachpresse, weitere Beschränkungen und neue Vorschriften seitens der Behörden zu kippen oder zu verhindern??

 

Antwort Verband:

Momentan ist kein aktueller Bedarf, ansonsten siehe Antwort zu 1

 

3.: Von vielen Anglern hört man immer wieder Klagen wegen Platzreservierung/Besenstiele anbinden etc.. Warum können die Reedereien hier kein allgemein gültiges System schaffen, so daß ihre Kunden nicht schon mitten in der Nacht auf die Kutter müssen um einen vernünftigen Platz zu erhalten???

 

Antwort Verband:

Diese Vorgehensweise hat ich über die Jahre etabliert und wird also augenscheinlich auch von vielen unserer Gäste so gewünscht. Ausserdem muss man darauf hinweisen, dass es auf den einzelnen Kuttern dazu auch unterschiedliche Verfahrensweisen gibt:

Im Prinzip gilt, wer zuerst kommt mal zuerst. Eine vollständige Liste aller Schiffe mit dem Reservierungsmodus kann in aller Kürze nicht erfolgen, da wir hier sonst kein repräsentatives Statement abgeben können. Eine Matrix für das Reservierungssystem zu erstellen ist fast unmöglich, da es zuviel individuelle Reservierungssysteme gibt.

Daher ist es sinnvoll, wenn sich der Gast schon im Vorfeld die Schiffe aussucht, auf denen die seinen Vorstellungen entsprechende Vorgehensweise angeboten wird. Dazu einfach bei der Reservierung schon nach fragen.

 

4.: Was halten Sie von der Möglichkeit, Plätze zu numerieren und verschiedene Preise zu verlangen (höhere Preise für die begehrten Bug/Heckplätze, niedrigere für die Plätze an der Seite)??

 

Antwort Verband:

Siehe Antwort 3

 

5.: Warum wird auf vielen Kuttern nicht eingeschritten, wenn untermaßige Dorsche abgeschlagen werden??

 

Antwort Verband:

Die Reedereien/Kapitäne/Besatzungen können schon rechtlich nicht mehr machen, als auf die Mindestmasse hinzuweisen. Denn der Fisch gehört dem Angler, und kein Kapitän/Besatzungsmitglied hat das Recht, diesem Vorschriften zu machen. So muss dann aber auch der Angler selbst verantworten, falls er deswegen z. B. von der Wasserschutzpolizei zur Verantwortung gezogen wird. Kein Kapitän/Besatzungsmitglied hat das Recht, über den Fang des Anglers zu verfügen

 

 

6.: Warum schließen sich Reedereien nicht in einem öffentlichkeitswirksamen  Verband zusammen, um die sowohl ökologischen wie auch ökonomischen Vorteile von Angeltourismus gegenüber der Berufsfischerei besser dar zu stellen??

 

Antwort Verband:

Mit dem Verband der Hochseeangelschiff- und Bäderschiffseigner existiert ein solcher Verband, der sich in Zusammenarbeit mit vielen weiteren Verbänden aus Wirtschaft, Tourismus und Presse für die Belange der Reedereien und damit auch der Angler einsetzt.

Im Übrigen verstehen wir uns nicht als Gegenpol zu den Verbänden der Berufsfischerei, auch hier versuchen wir im Konsens unsere Belange als auch die Belange der Berufsfischerei in Einklang zu bringen.

 



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