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Schwäbische Fischtorte
Keine Panik - Ich bin zwar sehr experimentierfreudig, aber es handelt sich hier um keine süsse Torte. Sondern um eine weitere schöne Einsatzmöglichkeit einer Fischfarce. Grundlage dafür ist die von mir schon öfters beschriebene Farce, zu der man auch grätenreichere Fische verwenden kann.
Grundrezept Farce: 200 Gramm Fischfleisch gewürfelt, 200 Gramm Sahne flüssig, 1 Ei, Salz, Pfeffer. Alle Zutaten müssen kalt sein. Das gut gewürzte Fischfleisch mit dem Ei in einer Moulinette oder ähnlichem kleinen Mixer pürieren, bis die Masse Bindung erhält, dann die Sahne dazugeben und untermixen, bis eine glatte Farce entstanden ist. Dann mit Schnittlauch verfeinern.
Für die Flädle einen nicht zu dicken Crepeteig aus Mehl, Milch und Eiern zubereiten, der mit etwas Salz und Zucker gewürzt wird. In einer Pfanne mit wenig Öl ausbacken und kalt stellen.
Zur Zubereitung der Torte das erste Flädle nehmen und ca. 0,5 mm dick mit der Fisch/Kräuterfarce bestreichen. Dann das nächste Flädle darauf legen und wieder mit der Farce bestreichen und so weiter, bis man eine ca. 5 cm hohe "Torte" erhalten hat. Diese "Torte" im Ofen bei ca. 160 Grad ungefähr 40 Minuten "backen", bis die Farce gar ist. Durch das Garen der Farce hält die ganze Geschichte zusammen.
Diese Fischtorte kann man dann entweder gleich warm aus dem Ofen essen, oder nach dem auskühlen kalt geniessen. Dazu passen entweder eine nicht zu saure Kräutervinaigrette aus Balsamicoessig und Olivenöl mit etwas Kräutern und Knoblauch, aber genauso gut auch eine kalte Sosse aus Schmand mit etwas angebratenen Speck und Zwiebeln. Man kann dazu auch eine warme Rieslingsosse geben.
Diese Fischtorte ist genauso gut als Vorspeise wie als Hauptgericht zu verwenden. Wer will kann dazu auch gerne noch ein paar gebratene Pilze geben, oder pochierte Gemüsestreifen, oder das Ganze mit ein paar Scheiben Räucherlachs garnieren. Der Phantasie sind hier wirklich keinerlei Grenzen gesetzt.
Da ja jetzt so langsam wieder die Friedfischsaison losgeht, ist dies ein tolles Rezept um auch Weissfische zu verarbeiten. Vom Geschmack her am besten finde ich dabei Rotaugen, aber man kann genauso alle anderen Fischarten verwenden.
Guten Appetit
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