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Öresund im März 2004
Leguan8 und Dorsch1 auf der MS Ostseestar
Nach meiner erfolgreichen Reise mit der MS Ostseestar zum Weißen Riff im vergangen Jahr beschloss ich dem Schiff und Skipper Manfred wieder einmal einen besuch abzustatten. Dieses mal sollte es zum Öresund gehen, Abfahrtshafen ist Helsingör. Nach einigen Telefonaten mit Frau Hartung und Verhandlungen mit meinem Chef, konnte Franky und ich uns auf einen Termin einigen. Es sollte der 10.03.2004 bis 14.03.2004 sein. Ende Februar traf ich mich mit Franky um etwas für die Reise vorzubereiten. Es wurden Montagen zum pilken gebastelt, des weiteren hat Franky Heringsvorfächer gebaut. Am Freitag den 5.03.2004 lass ich auf meinem Handy folgende Nachricht:" Ruf mich bitte sofort an. Es ist sehr dringend." Diese Nachricht bekam ich von Franky. Also rief ich ihn an, und dann traf mich der Schlag. Er musste mir absagen für die Tour zum Öresund. Ihm war etwas sehr wichtiges dazuwischen gekommen. So beschloss ich meine Mod. Kollegen zu fragen ob jemand von ihnen Zeit und Lust hat mitzukommen. Die Antworten überschlugen sich förmlich. Jeder hatte großes Interesse bekundet, nur war es für fast alle zu Kurzfristig um Frei zu bekommne. Als aller letzter Notnagel hatte sich Dok angeboten. Am Samstag Mittag rief mich dann Dorsch1 an sagte mir für die Reise zu. Er hat einen guten Chef, so das er kurzfristig frei bekam. Am Dienstag nach der Arbeit verstaute ich schon mal meine Sachen in meinem PKW und konnte es kaum noch aushalten bis es endlich los ging. Für Dorsch1 war die Nacht sehr früh vorbei. Gegen Mitternacht machte er sich auf den Weg zu mir.
Am 9.3. gegen 0.00 Uhr machte sich Dorsch1 von Bayern aus auf den Weg Richtung Bremen um dort gemeinsam mit leguan8 die Reise zum Öresund zu starten. Die Fahrt von Bayern fing mit 50km dicksten Nebel an. Dann ging es bis Kassel recht zügig voran. Ab Kassel setze dann Schneetreiben ein was sich bis Hannover hinzog. Die letzen km zu leguan8 verliefen wieder recht zügig. Bei Björn gegen 7.00 Uhr angekommen gab es erst mal frischen Kaffee und bäckerfrische Brötchen zum Frühstück. Nach ausgiebigem Frühstück und ein wenig Geklöne auf die Reise zum Öresund wurden meine Sachen in Björns Auto umgeladen, so das es gegen 9.00 Uhr endlich losgehen konnte. Wir kam sehr gut an Bremen vorbei und hupten einmal in Höhe der Abfahrt Mahndorf, da wo der Franky wohnt. Die Reise wurde kurz in Heiligenhafen unterbrochen um noch einige Dinge im Baltic Köln zu kaufen. Wie es so ist wenn zwei verrückte Angler in einen Angelladen gehen, wird aus einer kurzen Pause meist 1,5 Stunden. Wir gingen beide mit einer großen Tüte wieder aus dem Laden raus. Vor allem Micha freute sich endlich mal wieder ein gutes Meeresprogramm zu finden, da er bei sich in Bayern kaum Meeresartikel findet. Die Fährüberfahrt und die Fahrt durch Dänemark verlief reibungslos. So das wir dann gegen 16.00 Uhr in Helsingborg eintrafen und auf der MS Ostseestar freundlich von Manfred begrüßt wurden.
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Norbert aus Eisenach und jetziger Boardi Mefostar war schon einige Tage an Bord. Nach entladen unserer Sachen und beziehen von unsere 2 Bett-Suite inspizierten wir das Schiff. Man merkt und sieht das Manfred sein Schiff mit Liebe pflegt und wartet. Alles ist peinlichst sauber und schön hergerichtet. Die Toiletten und Duschen sind in einem sehr sauberen und hygienisch einwandfreien Zustand. Manfred erzählte uns das nicht mehr wie 14 Leute auf seinem Schiff zum Angeln fahren und so haben alle genügend Platz zum fischen. Nach und nach kam der Rest der Truppe an Bord. Gegen 19.00 Uhr gab es dann erst mal eine saftige Pizza zum Abendbrot und frischen, knackigen Salat. Nach dem Abendbrot machte Peter, der Skipper von Manfred eine Schiffseinweisung und dann wurden noch einige Biere bei einem gemütlichen Beisammensein getrunken. Alle sind nach ihrer Anreise bald müde zu Bett gegangen. Es sollte ja früh los gehen und alle wollten ausgeruht sein.
Am nächsten Morgen gab es gegen 6.30 Uhr Frühstück mit frischen Brötchen, Eier und Kaffee. Gegen 7.30 Uhr legte die MS-Ostseestar zur ersten Ausfahrt ab. Nach kurzer Fahrt waren wir auch schon an den Fischgründen. Die Pilker sausten in die Tiefe und der erste Dorsch ließ auch nicht lange auf sich warten. Peter war sofort mit dem Gaff zur stelle und Manfred verteilte augenzwinkernd eine Runde Hörnertee. Es wurden an diesem Tage Dorsche und Heringe gefangen. Der schwerste Dorsch hatte 5 Kg. Unser Eisenacher legte mit einer 67iger Mefo alles in den Schatten. Alle freuten sich mit Norbert über diese schöne Mefo. Gegen 12.00 Uhr hatte Manfred ein leckerer Mittag vorbereitet. Es wurde bis 16.00 Uhr gefischt und dann traten wir die Rückfahrt in den Hafen an. Auf der Rückfahrt wurde erst mal filetiert. Der Filetiertisch auf dem Schiff ist echt klasse. Er verfügt auch über fließend Wasser. Alle hatten Platz zum filetieren und so waren wir schnell fertig. Anschließend wurde dann gemeinsam das Deck, die Fischkisten und der Filetiertisch gereinigt. Als wir wieder im Hafen festmachten wurde sich erst mal geduscht.

Manfred hatte in der Zeit wieder ein lecker Abendbrot zubereitet. Man merkt das Manfred gelernter Koch ist und sich echt um das wohl seiner Gäste kümmert. Wir haben selten so einen tollen Kapitän gehabt. Nach dem Abendbrot saßen wir wieder gemütlich beisammen und ließen den ersten Tag bei einigen Bieren Revue passieren. Im Fernsehen gab es Fußball und alle schauten gespannt das Spiel. Das Schiff verfügt über SAT TV, einen DVD Player und natürlich Radio. Während des Fußballspiels bekamen wir Infos per SMS über das Wetter für den nächsten Tag von Franky. Im gleichen berichtete Björn Frank von den Fängen des heutigen Tages. Björn brachte Manfred seine Montagen auf Vordermann und knüpfte für ihn einige Neue. So endete der erste Tag auf See und alle vielen müde zu Bett.
Am nächsten Morgen gab es wieder reichlich Frühstück vor der Ausfahrt. Draußen auf See ließen dann auch die ersten Dorsche und Heringe nicht lange auf sich warten. Zu 12.00 Uhr gab es wieder Mittag auf See und es wurde wieder bis gegen 16.00 Uhr geangelt. Die See war an diesem Tage schon etwas unruhiger, was diesem Schiff aber nichts ausmacht. Es liegt wunderbar in den Wellen und rollt nicht. Schwerster Dorsch an diesem Tage war 6 Kg. Nach dem filetieren und reichlichem Abendessen wurden wieder in geselliger Runde einige Biere und Schnäpse vernichtet. Die Truppe hatte sich schon recht gut zusammen gefunden. Die Chemie zwischen allen stimmte auf Anhieb.

So verliefen auch die restlichen zwei Tage noch. Nennenswerte Fänge gab es keine mehr. Jeder hatte aber seine Fische gefangen und alle waren mit dieser Reise zufrieden. Man hat neue Leute kennen gelernt und man wird sicher mal wieder gemeinsam zusammen beim fischen sein. Am letzten Abend gab es dann noch eine kleine Siegerehrung und der Gewinner bekam einen Pokal übereicht. An diesem Abend wurde noch bis Tief in die Nacht gemütlich gefeiert.

Zur Ausrüstung sei noch erwähnt, das man Ruten in der Wurfgewichtsklasse 100- 200 Gramm benötigt, des weiteren eine etwas schwerere Rute bis 20 lbs. Bei den Rollen sollten es schon stabile Stationärrollen oder Multirollen des etwas größeren Kalibers sein. Ich werde auch beim nächsten mal im Öresund nur geflochtene Schnüre verwenden, da die drift so stark ist und ich mit dem geringeren Durchmesser weniger Wasserwiderstand habe. Die Montage von Beifängern an einem Monofilenvorfachs 50er ist empfehlenswert. Als Beifänger sind gut geeignet: Twister, Maks, Dorschfliegen, Dorschblinker. Ein Heringsvorfach sollte man auch immer dabei haben.
Fazit dieser Reise lässt sich feststellen, das Manfred und Peter eine eingespielte Crew sind, die sich um die Gäste sehr gut kümmern. Man denkt man wäre daheim. Unseren Dank gilt hier den beiden. Das Schiff ist eines der besten was wir bisher gesehen haben. Alle waren eindeutig der Meinung das die nächste Kuttertour wieder auf Manfred seiner Ostseestar stattfinden wird. Einige haben sofort für das nächste Jahr bei ihm gebucht. Diese Tour und dieses Schiff mit Besatzung verdienen sich nur Bestnoten. Also beide Daumen hoch.
Björn Kohröde (leguan8), Michael Dittrich (Dorsch1)
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