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Strandkrabben... Segen und Fluch zugleich
Still liegt die Ostsee vor uns. Die Sonne versinkt langsam am Horizont und ein paar Möwen durchbrechen mit ihrem Schreien das monotone Rauschen des Meeres. Gespannt schauen wir auf die Rutenspitzen unserer Brandungsruten.
War da nicht eben ein leichtes Zittern? Doch wirklich, die Rutenspitze wippt leicht.. Vielleicht ist es ein schöner Plattfisch? Wieder zittert die Rutenspitze leicht. Voller Erwartung nehmen wir die Rute in die Hand und schlagen an. Nichts!!! Auch die schöne Kneifer-, Wattwurmkombi ist wieder vom Haken gelutscht. So was Dummes, da sind wohl die Strandkrabben wieder unterwegs. Tja, da hilft nur noch „auftreibend“ zu Fischen. Denkste…unglaublich, immer noch sind die Haken leer geputzt.
Das kennt wohl jeder, der schon öfters in der Brandung gefischt hat. Ewig ist der Haken blank gelutscht.
Im letzten Urlaub habe ich die kleinen „Nervlinge“ beim Schnorcheln etwas genauer unter die Lupe nehmen können.
Nicht nur, dass sie einen beim Schwimmen von unten attackieren und ins Badezeugs krabbeln ( auch zwischen die Beine) nein, sie sind auch erstaunlich gute „Freiwasserjäger“ bzw. „Quallenfischer“.
Zu erst dachte ich, die Qualle hätte die Strandkrabbe gefangen. Doch weit gefehlt, die Krabbe hat sich die Qualle „gegriffen“ und zieht sie nun langsam nach unten.
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Kurze Zeit später hat sie es geschafft. Sie hat die Qualle mit reichlich Ruderarbeit bis fast zum Grund gezogen.
Da helfen auch keine Nesselfäden mehr und ihr Schicksal scheint besiegelt.
Unten angekommen, sammeln sich Krabben zum „fröhlichen Quallenbeißen“ und das arme Nesseltier endet als „Krabbenfutter“
Wenn man dieses einmal in der freien Natur beobachtet hat, wird einem auch schnell klar, warum auch auftreibende Köder keinen absoluten Krabbenschutz bieten. Ist die vermeintliche Mahlzeit erst einmal gewittert, unternehmen die kleinen Krabbelviecher auch einen Ausflug ins Mittelwasser.
Die Krabbers „nerven“ allerdings nicht nur den Brandungsangler, sondern sie haben in der Natur eine ganz wichtige Rolle. Sie stellen so etwas, wie die „Umweltpolizei“ dar. Alles Aas, egal, ob es Fischköpfe von Fischern oder Tiere, die eines „natürlichen“ Todes gestorben sind, werden kurzerhand von den Strandkrabben entsorgt. Und dabei geht es manchmal heiß her.
Und es geht sehr schnell, dass aus einem „Fleischklumpen“ nur noch absolut sauberer Knochen, bzw. Gräte bleibt.
Wie jedoch jeder Dorschangler bemerkt hat, stellen die Krabben allerdings im Herbst die Hauptnahrung der Dorsche dar. Es ist also ein Fressen und Gefressen werden. Und damit die Krabbers uns auch in Zukunft noch kräftig ärgern können, geht es auch „anders“ unter Wasser heiß her. Eine kleine „Nummer“ in Ehren kann niemand verwehren…;-)
Soweit nun zu den „Wattwurmklauer“, mal von der anderen Seite betrachtet.
Fröhliches „Wattwurm anködern…“
Joerch, alias Broesel
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