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Hechte im Bach

Die Schonzeit ist zuende, die Sachen gepackt, also los, dann wollen wir mal! Heute geht es an den Bach, es wird Zeit, dass wir den Hechten nach gut 5 Monaten Schonzeit mal wieder auf die Schuppen rücken. Aber wie die Hechte überlisten in einem knapp 3m breitem Graben mit glasklarem Wasser?

0508_hecht_01.jpg

Ich bevorzuge eine lange harte Rute, mit einem Wurfgewicht bis 40 Gramm. Monofile 30er Schnur und natürlich ein Stahlvorfach. Doch welchen Köder?? Vielleicht ein Spinner oder Blinker?? Eher nicht, denn dann müsste man zu dicht ans Wasser und würde evtl. die Hechte aufscheuchen. Ich bevorzuge eine Technik die meines Erachtens bei uns nicht sehr verbreitet ist: der tote Köderfisch am System! Hierbei wird ein Köderfisch mit dem Kopf an einen Haken gehängt. In die Seite werden dann zusätzlich noch 2 Drillinge gehakt, die ein sicheres haken des Zielfisches ermöglichen.

Nun wird sich ein schöner Platze ausgesucht, wo man einen Hecht vermutet, wie z.B. tiefe Kurven oder ein Grasüberhang. Der Fisch wird nun von einem sicheren Platz aus oberhalb des Hechtstandpunktes ins Wasser geworfen und sinkt durch sein geringes Eigengewicht sehr langsam ab.

0508_hecht_02.jpg

Da der langsam absinkende Köderfisch, sich der Geschwindigkeit der Strömung anpasst, sieht er im Wasser für den Hecht sehr verlockend aus. Zusätzlich, hat der Fisch auch den Vorteil, das er nun mal ein „echter“ fisch ist und auch dementsprechend riecht. Diese Kriterien, können Spinner oder Blinker nun mal nur schwer oder gar nicht erfüllen.

Sollte es nun zu einem Hechtbiss kommen, kommen diese blitzschnell und recht heftig, aber man darf auf keinen Fall sofort anschlagen! Der Hecht schießt auf den Köderfisch los und verharrt dann meist für ca. 3 Sekunden auf der Stelle.

Man kann manchmal beobachten wie er sich den Fisch im Maul zurecht dreht. Erst wenn er dann mit seiner Beute wieder in seinem Versteck verschwinden will, kommt der Anschlag!

Nun ist es wichtig, den Hecht an der kurzen Leine zuhalten, denn schnell flüchten dieser in die Baumwurzel oder unter Stöcker, wo er nur schwer wieder rauszubekommen ist. Wenn der Hecht dann erschöpft ist, kann man schließlich zur Landung übergehen. Ich denke, jeder hat seine eigene Methode um Raubfische zulanden. Egal ob nun mit Kescher, Landehandschuh oder ähnliches.

In diesem sinne Petri Heil und viel Glück!

Dennis Przykopp


 
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