Pressemeldung: Seenotretter in Nord- und Ostsee im Einsatz
Pressemeldung:
Seenotretter in Nord- und Ostsee im
Einsatz
Transport einer Hochschwangeren durch Seenotrettungsboot bei Rügen - Vormann wird Großvater
Hilfe durch SEENOTLEITUNG BREMEN für schwer erkrankten Seemann bei Irland -
Verletztenabbergung durch Seenotkreuzer der Station Warnemünde von der Fähre NILS HOLGERSSON
Verletztenabbergung durch Seenotkreuzer von Containerfrachter in der Jade / Nordsee
Mehrere Einsätze für erkrankte oder schwer verletzte Seeleute und eine Hochschwangere beschäftigten die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in den vergangenen 24 Stunden.
Vitte / Hiddensee. Noch rechtzeitig ins Krankenhaus schaffte es eine hochschwangere Frau von Hiddensee gestern Abend (4.3.08) dank der Seenotretter der Station Vitte.
Über die glückliche Geburt der kleinen Lisa Christin in der Nacht im Krankenhaus von Bergen / Rügen freute sich der Vormann des Seenotrettungsbootes NAUSIKAA übrigens mindestens ebenso wie die Eltern: Er ist der Großvater des kleinen Mädchens. Auch dessen Papa ist freiwilliger Seenotretter.
Als sich die Geburt am Dienstagabend verfrüht angekündigt hatte, war der Fährverkehr für den Tag bereits eingestellt. Mit der zehn Meter langen NAUSIKAA wurde die junge Insulanerin sofort von ihrem Schwiegervater - dem Vormann der Station - und der Besatzung - dabei auch der werdende Vater - von Vitte nach Schaprode zur Weiterfahrt ins Krankenhaus nach Bergen (Rügen) gebracht.
Nach Angaben des Vormanns sind Mutter und Kind wohlauf.
Irland / Bremen. Die Abbergung eines lebensbedrohlich erkrankten Seemannes von einem deutschen Fischtrawler 200 Seemeilen westlich von Irland organisierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS in der Nacht (4./5.2008). Nachdem der Kapitän des über 90 Meter langen Trawlers ein Gespräch mit der funkärztlichen Beratungsstelle für Seeleute in Cuxhaven geführt hatte, die die Abbergung des Erkrankten als dringend erforderlich erklärt hatte, wandte er sich an die SEENOTLEITUNG mit der Bitte um Unterstützung. Mit Hilfe der Einsatzleitstelle Valentia der irischen Küstenwache organisierten die Wachleiter in kürzester Zeit einen Rettungshubschrauber, der den Seemann per Rettungstrage in der Nacht an Bord nehmen konnte, um ihn ins Krankenhaus zu fliegen.
Bereits gestern Nachmittag (4.3.2008) hatten die Seenotkreuzer VORMANN STEFFENS (Station Hooksiel, Nordsee) und ARKONA (Station Warnemünde, Ostsee) jeweils zwei verletzte Seeleute von ihren Schiffen abgeborgen.
Warnemünde. Die ARKONA war kurz nach 13 Uhr von der SEENOTLEITUNG BREMEN alarmiert worden, dass auf der Fähre NILS HOLGERSSON auf dem Weg von Trelleborg nach Travemünde ein Seemann verletzt sei. Der Seenotkreuzer nahm einen Notarzt an Bord und lief der Fähre entgegen. Nach einer Erstbehandlung an Bord konnte der Seemann auf den Seenotkreuzer übernommen werden. In Warnemünde wurde er an einen Rettungstransportwagen übergeben.
Hooksiel. Die VORMANN STEFFENS wurde von einem Containerschiff auf Probefahrt zu Hilfe gerufen. Hier hatte sich ebenfalls ein Mann an Bord schwer verletzt. Die Übergabe des Notarztes vom Seenotkreuzer auf den Frachter wurde durch erheblichen Seegang erschwert. Der Zustand des Mannes konnte an Bord aber so stabilisiert werden, dass auch er auf den Seenotkreuzer übernommen werden konnte. Auch in diesem Fall sorgten die Seenotretter für einen Weitertransport des Verletzten vom Hafen ins Krankenhaus.
Verletzter Fischer von Seenotkreuzer abgeborgen
Nach einem Unfall an Bord eines Fischkutters vor der nordfriesischen Küste musste ein junger Fischer (23) von den Seenotrettern gestern (06.03.2008), abgeborgen werden. Starker Seegang und Westwind der Stärke sechs erschwerten die Übernahme des Mannes.
Um 09.45 Uhr war der Seenotkreuzer VORMANN LEISS / Station Nordstrand (Nordfriesland) vom Kapitän des Fischkutters, der sich zu diesem Zeitpunkt auf Fangreise vor der Alten Hever befand, alarmiert worden. Ein Besatzungsmitglied hatte sich so stark verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste.
In Höhe der Tonne sechs / Alte Hever (ca. 16 Seemeilen / 29 Kilometer von Nordstrand entfernt) konnte der Seenotkreuzer den Verletzten um 11.10 Uhr mit Hilfe des Tochterbootes trotz des widrigen Seegangs sicher übernehmen. Während der Fahrt zum Festland wurde er an Bord von der Besatzung betreut.
Um 12.00 Uhr wurde der Fischer von den Seenotrettern an den bereits in Nordstrand wartenden Rettungstransportwagen zur Weiterfahrt ins Krankenhaus übergeben.
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