Ausgabe Februar 2012

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    Scheixx Waller - Jedes Jahr derselbe Dreck..

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    Scheixx Waller - Jedes Jahr derselbe Dreck..

    Man kann gar nicht so viel saufen, wie man kotzen will..



    Nach viel familiärem Stress und Stress mit der Arbeit wollte ich endlich mal wieder los an den Neckar, kurz mal ein paar Kunstköder baden.

    Verantwortungsbewusst wie ich bin, wollte ich das gleich nutzen, um was über den UV - Stift von Edding zu schreiben/fotografieren fürs Magazin.


    Ob das also was bringt, Kunstköder damit zu präparieren.

    Angedacht war das leichte Angeln auf Barsche oder Döbel. Mit dabei meine bevorzugte 3,0 m Skeletor mit 2 - 12 Gramm WG, als Köder waren Kleinstzocker angedacht (5 - 10 Gramm), oder auch leichte Gufis.

    Die präparierte ich noch schnell auf der Motorhaube vom Auto vor der Abfahrt.

    Am Neckar angekommen, sah ich zwar klares, aber relativ hohes, stark strömendes Wasser. Mit der Strömung würd ich schon klar kommen, klares Wasser war ja schon mal nicht schlecht.

    Nach den ersten Würfen mit den leichten Zockern war dann aber schnell klar, dass bei der Strömung nicht vernünftig zu angeln war - das gleiche galt für die leichten Gufis.

    Also - etwas weniger verantwortungsbewusst als vorher beschrieben:
    Scheixx auf den Bericht, dann halt mal sehen, ob wir trotz der Bedingungen was rauskitzeln können.

    Kleiner Bleikopfspinner schien mir da das richtige zu sein, und schon bald hatte ich auch einen Biß an der Strömungskante. Nach ein paar Kopfschüttlern und einer Flucht schüttelte der Fisch (Zander oder Döbel dem Kopfschütteln nach) leider auch den Spinner ab.

    Taktik war klar:
    Stromauf einwerfen, absinken lassen und mit der Strömung nach unten den Köder gerade so schnell einholen, dass sich das Spinnerblatt drehte.

    Nachdem ich dan aber keinen weiteren Biß bekam, wechselte ich auf einen 12 Gramm Effzet. Auch der wurde stromauf eingeworfen, ddann wie ein Pilk stromab eingeholt, also immer wieder hochzupfen und abtaumeln lassen.

    Das brachte mir schon mehr als einmal gute Fische..

    Und auch diesmal knallte es wieder, ein Biß, Abhieb, wieder Kopfschütteln.. Der Fisch kam relativ schnell mit (naja, mit der Strömung halt...), so schätzte ich ihn auch wie vorher auf so 3 oder 4 Pfund, Döbel oder Zander.

    Nunja, die Schätzung relativierte sich dann sehr schnell sehr weit nach oben. Zu dem Zeitpunkt nämlich, als das Gegenüber meinte, nun sei aber genug mit der Spielerei. Und statt sturen Kopfschüttelns plötzlich eine zwar nicht schnelle, aber äußerst nachdrückliche Flucht quer zur Strömung erfolgte.

    Wieder einmal bewies die vorherige gute Bremseinstellung ihre Wirksamkeit, wenn man mit so leichtem Gerät fischt. Die Rute voll durchgebogen, konnte das Gegenüber gerade noch Schnur nehmen - was auch ausgiebig geschah.

    Dann plötzlich ging der Fisch nach unten, keine Bewegung mehr - typisch Waller also. Bremskopf festhalten und mit der Rute ziehen, wie es eine 12 - Gramm - Rute eben so zulässt in der harten Strömung.

    Es reicht immerhin, um den Fisch wieder in Bewegung zu bringen, ihm war dann aber wieder mehr nach einer Flucht. Auch diese wieder eher gemächlich, aber dafür stetig. Schon das hätte mich stutzig machen sollen, da so ein Verhalten eher für einen nicht so kleinen Waller spricht.

    Da ich an so leichtem Gerät aber ja auch schon relativ problemlos Waller bis über 11,5 Kilo (an derselben Stelle übrigens) rausbekam, dachte ich, das müsste doch auch wieder möglich sein.


    Der Gedanke war kaum ausgedacht, da kam das Schweinevieh das erste Mal hoch. Abe außer einem relativ "harmlosen" Schwall war nicht viel zu sehen. Danach ging er wieder runter, wohl um ne Pause einzulegen.

    Also wieder Spulenkopf festhalten und langsam anziehen. Und auch das wirkte wieder, der Fisch kam in Bewegung. Zuerst wieder eine Flucht, dann kam er nach oben. Der Schwall war deutlich größer und vor allem konnte ich jetzt den Schwanz des Viehs sehen.

    Nun war klar, dass ich in Schwierigkeiten war. Auch wenn man natürlich auf Grund der Entfernung (ca. 20 Meter) und weil ich nur den Schwanz sah, nur schwer die tatsächliche Größe abschätzen kann, meinte ich auf Grund meiner Erfahrungen und des nicht zu unterschätzenden Schwanzwedelns den Fisch auf jeden Fall deutlich über 1,50m taxieren zu dürfen..

    Auch das hielt die 12 - Gramm - Skeletor noch alles aus - problemlos..

    Das Problem war, dass der Fisch dann auf meine Uferseite zog und dann direkt in die Steinschüttung rein. Ich merkte noch ein leichtes "rucken", dann war der Fisch weg..

    Siehe zweite Überschrift:
    Man kann gar nicht so viel saufen, wie man kotzen will..

    Vor allem auch deswegen, weil ich (fast) jedes Jahr zu der Zeit da beim Barsch- und Döbelzocken immer wieder Waller drankriege. Nur meist auch raus..

    Im Gegensatz zu vielen "Welsexperten" bin ich inzwischen dazu übergegangen, relativ kleine Köder (Blinker, Gufis) mit vernünftigen Haken und Sprengringen auszustatten zum gezielten Wallerblinkern.

    Die oben beschriebene "Zupfführung" funktioniert dabei besser als alle anderen Methoden. Allerdings scheinen die kleinen Köder an dünnerer Schnur besser zu arbeiten.

    Denn auch wenn ich mit dieser Methode mehr Wallerbisse bekomme (und verwerte) als mit dem klassischen Wallerblinkern mit großen Ködern, so bekomme ich interessanterweise noch mehr Bisse auf das leichte Gerät so wie heute.

    Und eine 12 - Gramm Rute mit 3,5 Kilo - Schnur ist nun mal defintiv nicht wallergeeignet.

    Die 16,5 Kilo Schnur auf der Spinnmulti von Quantum an der 100 Gramm - Shimano Beastmaster sind zwar defintiv wallergeeignet, "produzieren" aber auch ca. 30 - 40 Prozent weniger Wallerbisse.

    Aber auch wenns schwerfällt, werde ich ab jetzt wieder an der Stelle nur noch wallergeeignetes Gerät einsetzen und für das leichte Angeln wieder warten, bis die Waller da endgültig durchgezogen sind....

     

    Thomas Finkbeiner

    Kommentare 

     
    0 #1 TJ 2010-04-04 19:25
    Jap an der Stelle gibts nicht gerade wenig waller das stimmt.
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    0 #2 Harry48 2010-04-05 08:15
    Thomas, das nächste mal wünsche ich dir mehr Glück:-)
    Als Koch bekommste ja auch klasse Steaks hin :-)

    Petri
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    0 #3 JohnJohn 2010-04-05 10:41
    schweinevieh, scheixx, dreck, kotzen ... tolle ausdrucksweise!
    solche stories braucht kein mensch.
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    0 #4 UNbelievable 2010-04-05 10:52
    Kein Wunder wenn bei solchen Berichten die Angler immer die Buhmänner sind.
    Also ich wundere mich schon, das ein solcher Bericht veröffentlich wird anstatt im Müllkorb landet.
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    0 #5 Siegfried 2010-04-05 11:34
    Ein Bericht, wie ihn jeder schon einmal selbst schreiben konnte, inkl. all den Ausdrücken.
    Wer stand nicht schon mal am Wasser und hat geschimpft wie ein Rohrspatz, weil es mal wieder allem Wissen zum Verlust kam.
    Ist doch irgendwie menschlich
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    0 #6 Briese 2010-04-05 20:36
    Doch wohl nur, das der Autor eher zur Bildungsneutral en Gruppe gehört und die Angelei nur Selbstzweck ist.

    Der Bericht landet nicht im Mülleimer weil ihn der Müllmann geschrieben hat.
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    0 #7 DrBasket 2010-04-06 10:20
    Hallo Briese,

    aufgrund deiner Ausdrucksweise hast du dich selbst disqualifiziert . Was soll das? Bildungsneutral ist ein Adjektiv und dieses schreibt man in deinem Fall klein.

    Grüße

    DrBasket
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    0 #8 UNbelievable 2010-04-07 02:09
    drbasket.... wer selber nicht bescheid weiß sollte selber mal Klappe halte. Satzformulierun g nicht richtig es müsste lauten: und dieses schreibt man in diesem .. nicht deinem Fall
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    0 #9 Allround_angler 2010-04-07 20:32
    ....was Grosses beissen! ....also am Besten garnicht erst fein Angeln denn ein Waller könnte ja sonst anbeissen und feines Gerät ist dafür nicht geschaffen! Sehr gut kombiniert Mr. Holmes :-D
    Am besten nehmen wir gleich ne Harpune mit, denn es könnte ja vielleicht auch ein Wal sich in das Gewässer verirren ;-D. Und ihr kennt sicherlich den Spruch der Profiangler: Being prepared is everything :-D muahahhahahah!
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    0 #10 Allround_angler 2010-04-07 20:47
    ....so ein Bericht könnte informativer und sprachgewandter sein.... und wenns mal mit dem Zielfisch nicht klappt.....Mein Gott! Ein Waller war an der Angel....!!!!! Davon träumen andere! Manche Angler sind einfach zu erfolgsverwöhnt um sowas noch zu schätzen zu wissen. Und beim nächsten Mal würd ich mich freuen etwas über den Test mit dem Edding zu lesen.... kann mir echt nicht vorstellen dass jeden Tag so ein Waller beisst :-D.
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