Schweden 2005 - Chantals Reisetagebuch
Schwedenreise 2005
Chantals Reisetagebuch
Anreise, Samstag 22.Oktober 05
Morgens ging es schon früh um halb vier los. Wir haben noch bis Fehmarn im Auto geschlafen. Also ich meine Brüder und meine Mutter. Mein Vater musste ja fahren. Dort ging es auf ie Fähre. Das war das erste mal, dass ich mit einer Fähre gefahren bin.
Das schaukeln war nicht so schlimm. Auf der Fähre war ein Geschäft, wo wir uns eine Tüte Lakritz gekauft haben. Ich mag Lakritz sehr gerne und in Schweden gibt es eine Menge davon. Ich meine besondere Sorten. Die original Djungevral von Malaco mit dem Affen auf der Tüte schmecken mir besonders gut. Sie sind sehr stark gesalzen.
Die Überfahrt dauerte 45 Minuten. Solche Türen, wie auf der Fähre hatten meine Brüder und ich auch noch nicht gesehen, sie haben einen Knopf, den man zum öffnen drücken muss. Ich fand es gut, dass man mit dem Auto mit dem Schiff fahren kann. Später sind wir noch eine Stunde mit dem Auto bis zu zweiten Fähre gefahren. Die zweite Fähre ging von Helsingör (Dänemark) nach Helsingborg (Schweden). Anschließend fuhren wir noch zwei Stunden mit dem Auto bis zum Vermieter unseres Ferienhauses. Der war ganz witzig und hat uns alles erklärt, auch übers angeln, das Boot, Benzin und gute Stellen zum Fischfang.
2. Tag, Sonntag 23. Oktober 05
An diesem Morgen sind wir erst mal nach Karlshamn gefahren. Wir kannten uns an unserm Schwedischen Urlaubsort ja noch nicht so gut aus. Mein Vater hat erst mal Geld getauscht, wir haben nach guten Restaurants gesucht und waren in einem großen Lebensmittelladen (Hemköp). Dort haben wir Krabben fürs angeln und drei weitere Sorten Lakritz gekauft. Als wir wieder in unserem Urlaubsort in Guö waren sind meine Brüder mit meinem Vater zum Angeln gefahren.
Ich blieb mit meiner Mutter zuhause, wir haben dort etwas gelesen. Als die Jungs wieder kamen berichteten sie, dass sie leider nichts gefangen haben.
3. Tag, Sonntag 24. Oktober 2005
Morgens war mein Bruder Maurice schon sehr ungeduldig, er wollte sofort zum Angeln gehen. Wir sind zu dritt zum Steg gegangen und wollten mal probieren etwas kleinere Fische zu fangen. Maurice hat mir dort das Angeln gelernt. Wir hatten aber nur Algen und Wasserpflanzen am Haken. Deswegen wegen wollten wir wieder mit dem Boot rausfahren. Erst wollten meine Eltern in die Stadt, doch dann haben wir eine Wanderung gemacht. Zuerst sollte es nur ein Spaziergang werden, doch dann wurde eine richtige Wanderung daraus. Es ging durch den Wald, am Meer entlang, über Felsen... .
Wir haben sogar eine zusammengefallene Hütte gefunden. Das Wetter war sehr gut, zwar kalt aber viel Sonne. Später sind wir endlich zum Angeln gefahren. Zunächst fuhren wir eine halbe Stunde mit dem Boot, dis es 25 bis 30 Meter tief war. Dort wollten wir auf Dorsch angeln. Ich war vorher noch nie so richtig angeln, mit einem Motorboot und so. Bei dieser Ausfahrt habe ich meine ersten drei Fische gefangen. 2 Dorsche, aber einen habe ich wieder freigelassen, weil er zu klein war. Danach habe ich noch einen Hering gefangen. Insgesamt haben wir 10 Fische mit nach Hause gebracht.
Es war ein schöner Tag.
4. Tag, Dienstag, 25.Oktoner 2005
An diesem Tag wollten wir mal nicht angeln gehen weil es morgens schon regnete. Nach eineigen Überlegungen sind wir nach Karlshamn ins Kreativo gefahren. Das ist für Kinder und Erwachsene und war ganz schön. Der Außenbereich war geschlossen, es gibt aber nicht jede Menge Aktivitäten in einer großen Halle.
Zusätzlich haben wir noch einen Aufpreis bezahlt für ein 3 D Kino, das Kino ist für deutsche aber nicht zu empfehlen, die ganze Zeit der Vorführung gab es Erklärungen in schwedisch. Doch sonst gab es viele lustige Sachen, Spiegel, wo man sich dünn sehen kann, Erklärungen über die Funktion des Auges, logische Spiele und Experimente, eine Torwand wie Playstation Eye Toy, dort bin ich sogar auf den dritten Platz in der Bestenliste gekommen. Wir konnten dort auch Papier selber machen, das war sehr glitschig, aber am Ende konnten wir es mit nach Hause nehmen.
Als wir um 16.00 Uhr das Kreativom verlassen haben regnete es immer noch.
5.Tag, Mittwoch, 26. Oktober 2005
Am Mittwoch durfte ich noch mal mit aufs Meer. Wir wollten schon früh morgens los, weil ziemlich starker Wind blies. Mein Vater wollte wieder an die gute Stelle vom Montag fahren, weil wir ja dort die 10 Fische gefangen hatten. Mir machte das Angeln jetzt richtig Spaß, ich hatte ja vorher noch nie geangelt. Um zu der Stelle zu kommen mussten wir wieder eine halbe Stunde rausfahren. Je weiter wir fuhren, desto höher wurden die Wellen. Dieses mal war mein Bruder Marius mit. Von den Wellen kamen öfters Spritzer ins Boot, davon wurden wir total nass. Wir sind deswegen wieder etwas zurück gefahren hinter ein paar kleine Inseln. Dort war es nur 20 Meter tief, Wir haben es probiert, und schon hatte mein Vater einen Riesendorsch an de Angel. Doch als er ihn ins Boot holen wollte ist er abgegangen, sehr schade. Dann Haben wir dort eine Stunde geangelt, aber durch den Wind wurden wir sehr schnell über die tiefe Stelle ins Flache getrieben. Nach einer Stunde wurde mein Bruder durch die hohen Wellen seekrank und alles war sehr nass. Ich hatte heute nur Algen und einmal eine Angelschnur am Haken. Keiner fing etwas. Also sind wir wieder zurückgefahren.
Das war eigentlich auch ganz gut. Wir sind dann noch in Karlshamn essen gegangen, ins „Gourmet Grön". Das Restaurant wurde uns von unserem Vermieter empfohlen. Dort gibt es ein großes Buffet und es war sehr lecker. Später sind wir noch mal ins Hemköp gegangen, dort gibt es ein Sportgeschäft, wo sich meine Brüder einen Fußball gekauft haben. Am Abend kam noch mal unser Vermieter Daniel vorbei und wollte sich erkundigen, ob bei uns alles ok. war. Er gab uns noch ein paar Tipps zum Angeln und hat uns eine lustige Geschichte mit Elchen erzählt.
6. Tag Donnerstag, 26. Oktober 2005
Nach dem Frühstück sind wir zur Galeria Karlson gefahren, Das ist ein riesiges Geschäft, das ca. 8 KM von unserem Haus entfernt ist. Es gibt dort alles, Spielsachen, Weihnachtsdeko, Bekleidung (auch ausgefallenes),Badesachen Süßigkeiten günstige Angelsachen... . Alles war sehr günstig und wir haben viel gekauft. Auch Lakritz, den Laden fand ich echt toll. Er wurde uns auch von Daniel empfohlen. Danach sind wir nach Karlskrona gefahren, dort haben wir das Marinemuseum besichtigt.
Dort kann man an der Mole U-Boote und Schiffe ansehen. Innen gibt es alles mögliche von der frühen Schifffahrt. Der Eintritt in das Museum ist frei. Für mich war das nichts, meine Brüder fanden es ganz gut. Na ja sie sind ja auch erst 9 und Jungs.
Als wir wieder zu Hause waren sind wir noch mal angeln gefahren. Dieses mal haben wir geblinkert. Pilken hat mir aber am meisten Spaß gemacht. Das Wetter war ok, wir sind aber nicht so weit rausgefahren. Gefangen haben wir leider nichts. Überall im Wasser schwammen Quallen herum, und als mir langweilig war habe ich ein paar mit dem Kescher gefangen. Abends zu Hause spielten wir oft Romme oder Gesellschaftsspiele, manchmal auch mit dem Laptop.
Zwei Fernseher sind auch in dem Haus.
7. Tag, Freitag, 27. Oktober 2005
Gleich morgens sind wir noch mal zum Angeln gefahren. Das sollte erst mal das letzte angeln für mich sein. Draußen waren wieder hohe Wellen, deshalb konnten wir wieder nicht so weit raus fahren.
Gleich am Anfang habe ich einen Hering gefangen, der mir aber sofort wieder abgesprungen ist. Wir waren zweieinhalb Stunden angeln. Ich habe nichts gefangen und meine Brüder auch nicht. Mein Vater hatte ein spezielles Heringsvorfach. Damit hat er 10 Fische gefangen. Als wir wieder zu Hause waren sind wir in die Pizzeria „Spieken" in Karlshamn zum Mittagessen gefahren. Die Pizza war echt super und günstig. Man bezahlt 55 Kronen für ein Getränk, eine große Pizza, einen Salat vom Buffet und einen Kaffee oder Tee. Die Pizza war so groß, dass wir die Reste einpackten und zum Abendessen gegessen haben.
Abends mußen wir noch Koffer packen, weil es unser letzter Tag in Schweden sein sollte.
Es war ein schöner Urlaub, wir haben viel neues gesehen und waren viel in der Natur. Ich fand es Klasse!
Chantale Paske (Tochter von Pasa)
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