Solopilken
SOLOPILKEN!!
Dorschangeln – ob vom Kutter oder vom Boot aus,
kann man mit vielen Methoden. Gerade in den letzten Jahren ist dabei das
sogenannte „jiggen“, also das angeln mit hakenlosem Pilker und Beifängern, immer populärer geworden. Sicherlich nicht
zu Unrecht, vor allem dann, wenn man es auf eine möglichst hohe Ausbeute
abgesehen hat. Ich selber angle aber lieber mit Solopilkern. Man fängt ebenfalls
seine Fische, und es macht (zumindest mir) einfach mehr Spaß. Es ist direkter,
feiner, spannender (wie gesagt: In meinen Augen:-)))
Der Solopilker funktioniert am besten auf der Andriftseite. Um den Pilker optimal anbieten zu können, muss zuerst das Gerät stimmen:
>>Pilker zwischen 20 und 50 Gramm
>>Ruten 2,70m bis 3,30m, WG max. 100 Gramm, besser 50 – 80
>>Geflochtene Schnur mit einer Tragkraft zwischen 7 und 10 Kilo
>>Vernünftige, salzwasserfeste Spinnrolle
„Klassisch Pilken“ in der Andrift
Diese klassische Methode funktioniert eigentlich immer, vor allem dann wenn die Dorsche Kleinfisch rauben (bevorzugt helle Farbe verwenden). Sind die Fische am aktiven rauben, können sie den hochgeführten Pilker schon aus großer Entfernung sehen. Stehen sie zwar auf Fisch, sind aber nicht aktiv, kann dieser aggressive Führungsstil die Fisch neugierig machen und zum Biss verleiten.
Der Pilker wird soweit wie möglich ausgeworfen und auf Grund absinken lassen. Dabei die Schnur immer leicht in den Fingern halten. Zum einen um den Grundkontakt gleich zu spüren, zum anderen weil immer wieder Dorsche auf den absinkenden Pilker beißen und man diese nur so mitkriegt.
Nach dem Grundkontakt sofort Schnur straffen und mit der Rute den Pilker weit hochreißen. Die Rutenspitze oben stehen lassen (bei schnellerer Drift muss man auch etwas Schnur aufkurbeln) und dann bei gerade nicht ganz gestraffter Schnur mit der Rutenspitze dem absinkenden Pilker folgen. Die meisten Dorsche beißen in dieser Absinkphase. Um die Bisse da optimal mitzubekommen, ist es ratsam immer einen Finger an der Schnur zu haben. Jedes „kleine ruckeln/zuppeln“ sollte angeschlagen werden:
Dorsche spucken den Pilker so schnell wieder aus wie sie ihn nehmen!
Nach erneutem Grundkontakt die Schnur wieder straffen und dann wie beschrieben weitermachen, bis der Pilker das Boot/den Kutter erreicht hat. Dann erneut auswerfen und so weiter bis zum Biß oder abhupen.
Steht man an Bug oder Heck kann man den Pilker noch in die Abdrift hinein angeln und somit die Chancen erhöhen (Abdriftangeln siehe später).
„Blinkerpilken“ in der Andrift
Diese Methode funktioniert vor allem dann, wenn die Dorsche bodennah rauben und Krebse oder Würmer fressen (bevorzugt dunkle Farbe verwenden!).
Wie beim klassischen Pilken den Pilker soweit wie möglich auswerfen und auf Grundsinken lassen (Schnurkontakt mit dem Finger nicht vergessen). Statt aber den Pilker hochzureißen wie beim klassischen Pilken, wird diesen wie ein Blinker beim Küstenangeln geführt. Also gerade so schnell einkurbeln, dass der Pilker etwas schneller läuft als die Drift. Dabei dann immer wieder mal den Pilker “durchsacken“ lassen, um wieder Grundkontakt zu bekommen.
Auch bei dieser Methode muss bei jedem zuppeln angeschlagen werden. Bisse kommen oft nicht hart, sondern machen sich durch ein „schwerer werden“ oder leichtes ziehen bemerkbar. Wer jetzt nicht anschlägt, bekomm auch den Fisch nicht!
„Mischmethoden“ in der Andrift
Beide Methoden können natürlich beliebig mit einander gemischt werden. Man kann z. B. direkt nach dem auswerfen zuerst aggressiv hoch pilken, um dann zwischendurch den Pilker wie einen Blinker zu führen, und dann wieder Pilkbewegungen einzustreuen.

Der Solopilker funktioniert am besten auf der Andriftseite. Um den Pilker optimal anbieten zu können, muss zuerst das Gerät stimmen:
>>Pilker zwischen 20 und 50 Gramm
>>Ruten 2,70m bis 3,30m, WG max. 100 Gramm, besser 50 – 80
>>Geflochtene Schnur mit einer Tragkraft zwischen 7 und 10 Kilo
>>Vernünftige, salzwasserfeste Spinnrolle
Die Methoden
„Klassisch Pilken“ in der Andrift
Diese klassische Methode funktioniert eigentlich immer, vor allem dann wenn die Dorsche Kleinfisch rauben (bevorzugt helle Farbe verwenden). Sind die Fische am aktiven rauben, können sie den hochgeführten Pilker schon aus großer Entfernung sehen. Stehen sie zwar auf Fisch, sind aber nicht aktiv, kann dieser aggressive Führungsstil die Fisch neugierig machen und zum Biss verleiten.
Der Pilker wird soweit wie möglich ausgeworfen und auf Grund absinken lassen. Dabei die Schnur immer leicht in den Fingern halten. Zum einen um den Grundkontakt gleich zu spüren, zum anderen weil immer wieder Dorsche auf den absinkenden Pilker beißen und man diese nur so mitkriegt.
Nach dem Grundkontakt sofort Schnur straffen und mit der Rute den Pilker weit hochreißen. Die Rutenspitze oben stehen lassen (bei schnellerer Drift muss man auch etwas Schnur aufkurbeln) und dann bei gerade nicht ganz gestraffter Schnur mit der Rutenspitze dem absinkenden Pilker folgen. Die meisten Dorsche beißen in dieser Absinkphase. Um die Bisse da optimal mitzubekommen, ist es ratsam immer einen Finger an der Schnur zu haben. Jedes „kleine ruckeln/zuppeln“ sollte angeschlagen werden:
Dorsche spucken den Pilker so schnell wieder aus wie sie ihn nehmen!
Nach erneutem Grundkontakt die Schnur wieder straffen und dann wie beschrieben weitermachen, bis der Pilker das Boot/den Kutter erreicht hat. Dann erneut auswerfen und so weiter bis zum Biß oder abhupen.
Steht man an Bug oder Heck kann man den Pilker noch in die Abdrift hinein angeln und somit die Chancen erhöhen (Abdriftangeln siehe später).
„Blinkerpilken“ in der Andrift
Diese Methode funktioniert vor allem dann, wenn die Dorsche bodennah rauben und Krebse oder Würmer fressen (bevorzugt dunkle Farbe verwenden!).
Wie beim klassischen Pilken den Pilker soweit wie möglich auswerfen und auf Grundsinken lassen (Schnurkontakt mit dem Finger nicht vergessen). Statt aber den Pilker hochzureißen wie beim klassischen Pilken, wird diesen wie ein Blinker beim Küstenangeln geführt. Also gerade so schnell einkurbeln, dass der Pilker etwas schneller läuft als die Drift. Dabei dann immer wieder mal den Pilker “durchsacken“ lassen, um wieder Grundkontakt zu bekommen.
Auch bei dieser Methode muss bei jedem zuppeln angeschlagen werden. Bisse kommen oft nicht hart, sondern machen sich durch ein „schwerer werden“ oder leichtes ziehen bemerkbar. Wer jetzt nicht anschlägt, bekomm auch den Fisch nicht!
„Mischmethoden“ in der Andrift
Beide Methoden können natürlich beliebig mit einander gemischt werden. Man kann z. B. direkt nach dem auswerfen zuerst aggressiv hoch pilken, um dann zwischendurch den Pilker wie einen Blinker zu führen, und dann wieder Pilkbewegungen einzustreuen.
Merke:
Je weiter der Köder vom Boot/Kutter weg ist, je tiefer das
Wasser und je schneller die Drift, desto höher und aggressiver muss man
pilken!
Beim Solopilken in der Abdrift wird’s schwieriger, da greife ich dann auch gerne mal zu Beifängern, man kann einfach „fauler angeln“. Hier fallen dann die Pilkergewichte höher aus, da zum einen Tiefe/Abdrift schwerere Pilker bedingt, wenn man zudem noch Beifänger dran hat, diese noch mehr Gewicht benötigen um dem (Strömungs)Auftrieb entgegen zu wirken und kontrolliert angeln zu können. Daher kann es auch sein, dass man hier - jenach Strömung/Tiefe Ruten mit bis zu 150 Gramm WG und entsprechend schwere(re) Pilker braucht. Im Normalfall kommt man aber auch hier mit Pilökern bis max. 100 Gramm aus, im Normalfall nehme ich meist Geewichte zwischen 50 und 80 Gramm.
„Aktiv Angeln“ in der Abdrift
Statt den Pilker weit auszuwerfen, wird er in der Abdrift (je nach Tiefe/Strömung) an der Bordwand abgelassen oder nur ein paar Meter ausgeschlenzt.
Auch hier kann man „klassisch pilken“. Dabei auch hier den Pilker kontrolliert (Schnur durch die Finger ablassen) auf Grund sinken lassen. Direkt nach dem aufkommen auf den Grund Rolle schließen und den Köder anheben. Da der Köder jetzt direkt unter dem Boot ist und zudem der Wasserdruck der Abdrift auf der Schnur lastet, wird aber der Pilker nicht so aggressiv hochgerissen wie in der Andrift. Direkt nach dem hochreißen folgt man dem absinken Pilker mit der Rutenspitze bis zum Biss oder erneutem Grundkontakt.
Durch den Wasserdruck muss man immer wieder Schnur nachgeben, damit der Pilker den Grund noch erreicht. Kann man den Pilker nicht kontrolliert führen bzw. spürt beim absinken und Schnurnachgeben den Grund nicht mehr, wird er eingeholt und erneut wie beschreiben angefangen.
„Passiv Angeln“ in der Abdrift
Auch in der Abdrift kann man passiver angeln. Dazu wird der Pilker wie oben beschrieben an der Bordwand abgelassen. Statt aber aktiv zu pilken, wird der Köder jetzt nur leicht mit der Rutenspitze bewegt. Je nach Tiefe und Drift kann es dabei sinnvoll sein, nicht mit erhobener, sondern mit gesenkten Rutenspitze und statt mit vertikalen mit horizontalen Bewegungen zu angeln.
Sehr oft funktioniert es auch hervorragend, wenn man den Pilker in der Abdrift gar nicht bewegt, sondern nur „hängen“ lässt. Auch hier gilt: Immer wieder Schnur nachgeben, damit der Köder möglichst dicht am Grund spielt und den Köder einholen, sobald man keine Kontrolle mehr hat.
Auch wenn man in der Abdrift die Bisse teilweise durch den direkten Schnurkontakt besser mitbekommt, sollte man auch hier konsequent jeden Zupfer, jedes Ziehen anschlagen.
Die Angler die mehr Fische
fangen, haben meist nicht mehr Bisse, sondern bekommen diese nur besser mit.
Also immer kontrolliert angeln!!
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