Am Haken: Die Saubermänner!
Am Haken
VORSICHT: satirisch, sarkastisch, politisch unkorrekt, überzogen!!
Wer dies nicht für richtig hält oder meint dies nicht ohne Schaden überstehen zu können, sollte nicht weiterlesen!
Immer wieder habe ich beobachtet, wie Leute im Forum regelrecht zerfleischt
wurden, weil Sie Bilder von von aufgereihten, geschlachteten Fischen eingestellt
haben
Viele Angler achten bei Ihren Fangfotos darauf, dass der
Fisch sauber, ordentlich und ästhetisch abgelichtet wird. Sicher, an so einem
Foto kann man sich auch in 10 Jahren noch erfreuen.

Doch ist dies ein Grund, Leute die das eben anders handhaben gleich als „Kochtopfangler“ oder „Fleischmacher“ abzustempeln?
In Angelzeitschriften habe ich schon oft Fotos von „gefüllten Setzkeschern“ gesehen. Ein Bild ist mir heute noch ganz genau in Erinnerung. 7 oder 8 dicke, fette Schleien im Setzkescher, welcher auf einem kleinen Holzsteg abgelegt ist, im Hintergrund die aufgehende Sonne. Dazu eine Bildnotiz welche darauf hinweist – „Solche Fänge sind nur in der Morgendämmerung möglich“.
Ein wirklich schönes Foto, dass jeden Schleien-Fan mit offenem Mund erstarren lässt.
Doch wenn man einmal nachdenkt, wie und warum so ein Foto entsteht – tauchen da doch einige Fragen auf, eine davon ist die folgende:
Warum werden die Fische überhaupt in einem Setzkescher gehältert – zurücksetzen könnte man sie auch gleich, abschlagen könnte man sie auch gleich. Denn 2 Stunden, noch dazu in der Morgendämmerung kann man einen Fisch locker aufbewahren.
Die Antwort dürfte relativ einfach sein – die Fische wurden vermutlich einzig und allein deswegen gehältert, dass man ein schönes Gruppenfoto machen kann.
Genauso verhält es sich bei Fotos mit Ködern. Es ist doch nahezu unglaublich, dass bei gewissen „Angelgrößen“ die kapitalen Hechte immer ausgerechnet so beissen, dass der Kunstköder ausschließlich von außen ins Fischmaul greift und er in ganzer Länge zu sehen ist.
Habt ihr schon mal einen kapitalen Wels gesehen, der bei Nacht fotografiert wurde? Ich kann mich nicht wissentlich daran erinnern... und das obwohl die meisten kapitalen Welse mit Sicherheit nachts gefangen werden und wegen des „besseren Lichtes“ bis zum nächsten Morgen gehältert bzw. angebunden werden.
Ein weiters gutes Beispiel sind die Zander... ein gutes Zanderfoto bedingt, dass der Stachelritter seine Rückenflossen aufstellt. Das Problem ist nur, dass er das nur solange tut, solange er lebendig ist. Die Vorgehensweise nach dem Fang ist deshalb oftmals gewaltig verdreht. Zuerst wird ein schönes Foto gemacht – dann wir der Fisch getötet.
Bei all den genannten Beispielen würde niemals jemandem
einfallen schlecht über so ein Foto zu sprechen... aber wehe einer traut sich 5
geschlachtete Dorsche in einer Fischkiste zu fotografieren..... der wird sofort
niedergemacht.
Wenn ein Fisch mal ein paar Bluttropfen am Körper hat, ist das wirklich so
schlimm? Ich habe noch keinen Fisch getötet, ohne dass er geblutet hätte... das
gehört zum Angeln genauso dazu wie der romantische Sonnenuntergang!
Mir persönlich sind authentische, wenn auch nicht immer ästhetische Fotos beim Arsch lieber als die gestellten und teilweise unter widrigsten Umständen für die Fische entstandenen „Saubermannbilder“.
Denkt mal drüber nach...
Euer Kay Hai
Voraussetzung:
Keine Namensnennung (weder von Personen, Firmen noch Vereinen/Organisationen)
Keine Beleidigungen oder persönliche „Anmache" (die über die gewohnte mitteleuropäische Kommunikation hinausgeht)
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung, die Redaktion behält sich vor Beiträge auch nicht zu bringen bzw. (in Kooperation mit dem jeweiligen Autor) die Beiträge zu verändern
| < Zurück | Weiter > |
|---|
