Neues vom Ferkelfahnder
Augustausgabe
Guten Tag, meine Damen und Herren,
wir melden uns live von der Königsetappe der Tour de France
2028 über 567 Kilometer von Cannes nach
Cera-sur-Montagne mit sieben
Bergwertungen der Höchsten Kategorie und sechs weiteren der Kategorie 1. Heute
erwarten die Experten die Entscheidung über das Gelbe Trikot, das sich auf der
vorletzten Etappe der Luxemburger Frank Schluck überstreifen durfte, nach
seinem fulminanten Alleingang über den Col du Galibier, wo er mit einer
Durchschnittsgeschwindigkeit von 95 km/h sogar den eigenen Mannschaftswagen
abgehängt hatte.
Große Favoriten für den Etappensieg bei der Bergankunft auf dem 3.210 Meter hohen Col du Cera sind neben Schluck vom Team Petrochemie sein ewiger Widersacher Alessandro di Nadel aus der Mannschaft Fuentemagico, der für Rätt Buhl Ephedrin startende Franzose Davide Infusione und natürlich der beste Deutsche im Feld, Jürgen Dopinger vom Team BASFBayer.
Was ist bis jetzt geschehen:
Vom Start weg machte Team Steroido das Tempo im Hauptfeld, konnte jedoch nicht verhindern, dass schon nach 158 Kilometern am Col du Fantoma, einer mit maximal 26% Steigung auf 29 Kilometer Länge als Kategorie 1 bewerteten Bergprüfung sich fünf Fahrer vom Feld absetzen konnten, die bereits einen Vorsprung von über 12 Minuten heraus gefahren hatten.
Bei der steilen Abfahrt vom Col du Fantoma kam es jedoch zu einem folgenschweren Sturz, als Leo Bagatello in einer Serpentine die Kontrolle verlor. Dabei riss sein Infusionsbeutel aus der Verankerung und entleerte sich auf die Straße. Drei weitere Fahrer rutschten in der Blutlache aus und verloren wertvolle Zeit, so dass das Hauptfeld mit den Favoriten aufschließen konnte.
Nicht mehr dabei ist Jorge Hormona, dem beim Verpflegungsstopp in Calabora versehentlich die viel höhere Dosis seines Teamgefährten Oscar Testostero verabreicht worden war. Als er aufgrund beginnender Halluzinationen begann, die Strecke rückwärts zu fahren, wurde er vorsorglich vom Tourarzt aus dem Rennen genommen. Oscar Testostero konnte aufgrund der für ihn zu niedrigen Dosis schon nach kurzer Zeit das Tempo des Hauptfeldes nicht mithalten und schleicht nun mit nur noch 68 Stundenkilometern und einem Rückstand von 19 Minuten hinter dem Hauptfeld her. Hoffentlich schafft er das Zeitlimit, weil er sonst auch seine Ambitionen auf das Grüne Trikot des besten Sprinters begraben müsste.
Das blaue Trikot des schnellsten Zielfahrers, das Gerome Turbo trägt, seitdem er bei der Zielankunft der sechsten Etappe an der Mautstation Montpellier den letzten Kilometer in 28,7 Sekunden absolvierte, ist bei der heutigen Bergankunft natürlich nicht gefährdet.
Viel zu schaffen macht den Fahrern aber der ständige Wetterwechsel von der Hitze in der Mittelmeerregion zum eher verregneten Norden und zurück. Da sollten die Planer auch in Zukunft mehr die Interessen der Zuschauer berücksichtigen und vor allem die flachen Autobahnetappen wie z.B. Nancy-Nizza etwas einschränken.
Einsam und alleine vorneweg fährt Ulle Jansen aus Dänemark, hier groß im Bild, im leuchtend violetten Trikot der Mannschaft Nukleon, die aufgrund ihrer Experimente mit leicht radioaktiven Blutverdünnungsmitteln zuletzt etwas ins Gerede gekommen war. Doch sein Vorsprung jetzt, 20 km vor dem Ziel, ist auf nur 4 Minuten geschrumpft und verringert sich zusehends. Ab dem 20-km-Bogen ist es den Teams ja auch untersagt, weitere Chemikalien vom Begleitwagen aus in die Infusionsbeutel zu injizieren, wodurch er auf seinen eigenen kleinen Stammzellenvorrat angewiesen ist.
Da wird ihn das Hauptfeld bald eingeholt haben...
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