Pressemeldung: Fischkutter sinkt heute Nachmittag vor Greetsiel
Pressemeldung:
Fischkutter sinkt heute Nachmittag vor Greetsiel
Segler ohne Orientierung in der Nordsee
Seenotretter als „Pfadfinder" im Einsatz
Segler ohne Orientierung in der Nordsee
Seenotretter als „Pfadfinder" im Einsatz
AKTUELL: Drei Fischer gerettet
Ein Fischkutter ist heute, am Mittwoch, dem 09.07.2008, im Seegebiet der Osterems, etwa drei Meilen vor dem Sperrwerk Leysiel in Höhe der Tonne L 4, gekentert und gesunken. Die dreiköpfige Besatzung konnte von einem anderen Fischkutter geborgen werden.
Um 13.50 Uhr erfolgte auf UKW-Kanal 16 der Notruf einer Yacht, die die Kenterung des Fischkutters beobachtet hatte. Bereits wenig später waren mehrere Fahrzeuge vor Ort. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) alarmierte den Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP (Station Borkum), das Seenotrettungsboot WOLTERA / Freiwilligen-Station Juist sowie einen Hubschrauber der Deutschen Marine.
Ein Fischkutter aus Greetsiel konnte die drei Kollegen rechtzeitig vom sinkenden Schiff abbergen.
Der vierzehn Meter lange, gesunkene Kutter war ebenfalls in Greetsiel beheimatet. Die nur wenige Minuten später vor Ort eintreffende WOLTERA sowie die ALFRIED KRUPP sicherten die Unfallstelle. Um 15.30 Uhr verließ die WOLTERA die Unfallstelle, um einer aufgelaufenen Segelyacht zu Hilfe zu kommen.
Die Ursache der Kenterung ist bislang unbekannt.
Segelyacht vor Norderney orientierungslos
Bis in die frühen Morgenstunden des Donnerstag war die Besatzung des Seenotkreuzers BERNHARD GRUBEN von der Station Norderney im Einsatz, um die orientierungslose Besatzung einer deutschen Segelyacht in Sicherheit zu bringen. Um 04.00 Uhr heute früh hieß es dann „ Maschine aus!", nachdem der Schutzhafen Norderney erreicht war.
Eine Viertelstunde nach Mitternacht lief eine regelrechte Serie von Notrufen bei der Seenotleitung Bremen der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) auf, die vom Bootsführer der 9-m-Yacht ausgelöst wurden. Mit Frau und Kind an Bord wollte er von Helgoland nach Norderney segeln. 10 Seemeilen (ca. 18 Kilometer) vor der Insel steuerte er nach Ausfall der Navigationsanlage orientierungslos in der Nordsee. Der Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN sichtete die Yacht gegen 00.20Uhr und begleitete sie bei Sturm mit Stärken um 9 Beaufort, Gewitterböen und heftigen Regenschauern nach Norderney.
Motoryacht vor der Kadetrinne manövrierunfähig
In der Ostsee war bis zum frühen Dienstagabend am Nordostausgang der gefährlichen Fahrwasserenge „Kadetrinne" der Seenotkreuzer THEO FISCHER im Einsatz für eine 12 Meter lange dänische Motoryacht, die wegen Motorschadens manövrierunfähig ca. 14 Seemeilen vor Dänemark im deutschen Seegebiet bei frischen bis starken südwestlichen Winden und 2,5 m hohen Wellen trieb. Nach der Alarmierung über die dänische Seenotleitung in Aarhus war zunächst die Position unklar. Handelsschiffe, ein Hubschrauber und ein Schiff der Bundespolizei sichteten schließlich die Yacht. Die Seenotretter mussten von der weiter östlich gelegen Station Behelfs-Station Barhöft ausrücken.
Normalerweise wäre der Zeitaufwand zur Anfahrt von der zwischenzeitlich wegen Versandung nicht mehr nutzbaren Station Darßer Ort um 1,5 Stunden geringer gewesen. Der Seenotkreuzer schleppte die Yacht schließlich in den dänischen Hafen Klintholm. Bei weiteren Einsätzen in Nord- und Ostsee mussten weitere zwölf Freizeitskipper die Hilfe der Seenotretter in Anspruch nehmen. Ursachen waren Grundberührungen nach Navigationsfehlern und Maschinenausfall.
| < Zurück | Weiter > |
|---|
