Ausgabe Mai 2012

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    Pressemeldung: Wieder Seenotfall vor Darßer Ort

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    Pressemledung
    Wieder Seenotfall vor Darßer Ort

    Zwei Rettungseinheiten der DGzRS stundenlang im Einsatz für schwer beschädigte Segelyacht vor geschlossenem Nothafen

    Erneut ist eine Segelyacht unmittelbar vor dem geschlossenen Schutzhafen Darßer Ort in schwere Seenot geraten. Bei Windstärken um sechs Beaufort und einem Seegang von ca. zwei Metern brach auf der Segelyacht „Mistral" gestern, am 14.07.2008, eine Seemeile (ca. 1,8 km) vor der Untiefentonne Darßer Ort der Mast. Teile des Riggs stürzten auf die zweiköpfige Besatzung. Wie durch ein Wunder blieben beide unverletzt.

    Die Freiwilligen-Besatzung der Station Zingst der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) konnte im starken Seegang mit dem sieben Meter langem Seenotrettungsboot ZANDER nur mit großem persönlichen Risiko Hilfe leisten. Erst eineinhalb Stunden später traf der große Seenotkreuzer THEO FISCHER ein, der bis zur Schließung des Schutzhafens Darßer Ort dort seinen festen Liegeplatz gehabt hat.

    Um 17.10 Uhr ging bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS der Notruf ein. Die Wachleiter alarmierten daraufhin die freiwilligen Seenotretter der Station Zingst, die über ein Seenotrettungsboot verfügen, das über den Strand zu Wasser gelassen werden kann. Gleichzeitig wurde der Seenotkreuzer THEO FISCHER alarmiert, der von seinem ursprünglichen Liegeplatz im Schutzhafen von Darßer Ort nur wenige Minuten zum Havaristen unterwegs gewesen wäre. Von seinem jetzigen Liegeplatz in Barhöft hat die THEO FISCHER eine Anreise von über eineinhalb Stunden in das besonders unfallträchtige Gebiet vor Darßer Ort.

    25 Minuten nach der Alarmierung war das Seenotrettungsboot ZANDER mit drei Mann Besatzung vor Ort beim Havaristen. Das gebrochene Rigg mit der Besegelung hing größtenteils über Bord. Im starken Seegang war es deshalb nicht möglich, an der Segelyacht längsseits zu gehen. Die Besatzung des Havaristen stand unter Schock und konnte selbst nicht zu der Rettungsaktion beitragen.

    Der Vormann manövrierte die ZANDER im schweren Seegang an den Bug der Segelyacht. Einem Besatzungsmitglied des Seenotrettungsbootes gelang es, auf den Havaristen überzusteigen, um das Rigg loszuschneiden und eine Schleppleine vom Seenotrettungsboot zu übernehmen.

    Langsam bewegte sich dann der Schleppzug an der extrem ungeschützten Küste entlang, bis nach eineinhalb Stunden die THEO FISCHER eintraf und den Havaristen übernehmen konnte. Um 21.30 Uhr wurde endlich Barhöft erreicht. Vor dem Hafen musste das Tochterboot der THEO FISCHER zu Wasser gelassen werden, um den Havaristen an einen Liegeplatz zu bugsieren.

    Der Seenotkreuzer THEO FISCHER liegt seit Monaten behelfsmäßig in dem weit binnen liegenden Hafen von Barhöft. Trotz der dortigen sehr guten Unterstützung von Hafenbetreiber und Gemeinde ist der Hafen für die THEO FISCHER nur sehr bedingt geeignet, da vor allem in den Sommermonaten zu wenig Platz zum Manövrieren ist. Die Bedingungen für das Einschleppen von Havaristen bei Schlechtwetter sind äußerst ungünstig. Das besonders schwierige Seegebiet vor Darßer Ort, an dem sich im Revier die meisten Unfälle ereignen, ist von Barhöft aus nur in eineinhalb bis zwei Stunden zu erreichen. Extremes Schlechtwetter würde die Anfahrt deutlich weiter verzögern

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