Bericht zur Deutschen Meisterschaft im Turnierwurfsport v. 28.-30.05.2010 in Kassel
Bericht zur Deutschen Meisterschaft im Turnierwurfsport v. 28.-30.05.2010 in Kassel
Da ich für Hamburg starte nun der Bericht aus Hamburger Sicht...
Aber die anderen Bundesländer vergesse ich auch nicht!
Wie jedes Jahr sind wir auch wieder am Donnerstag angereist. Das Ibis-Hotel Kassel hat uns wieder, aber die Bedienung vom letzten Jahr
leider nicht, so dass wir die Neuen das Wochenende über an unsere Vorlieben
gewöhnen mussten..;)
Am Freitag ging nach ausführlichen Frühstück zu den Waldauer
Wiesen(Sportanlage), denn ab 10Uhr begann das Training. An dem Tag fanden die Meeresfischerdisziplinen(MF) statt. Das Einwerfen ist wichtig, da jede Bahn seine Eigenart hat und man vorher auch
erfährt, welche Bahn man werfen muss.
Bei mir lief das Einwerfen gar nicht, da ich die MF-Zielwurf-Rute 2 Wochen
vorher noch gewechselt hatte und erst 2 Mal Training(je 2Stunden) gemacht habe.
Aber wenn 10-15 Leute auch dort sich einwerfen, hat man natürlich nicht soviel
Ruhe. Aber was soll´s...
Dann ab 11 Uhr Wettkampfbeginn.
Meine Gruppe sollte als zweites dran sein. Vorher schaute ich auch bei den
anderen Bahnen(4Stück) vorbei und versuchte bei den anderen Hamburgern,
Schleswig-Holsteinern, Hessen, Rheinländern, Berlinern und Niedersachsen mir
die Titelanwärter raus zu suchen.
Aber bei den Gewusel ist meist nicht viel zu erkennen, wer 9 von 9 Treffern
hat. Dann kam ich an die Reihe. Die Überkopf-, und Rechtswürfe gingen alle mittig rein. Peter Schmidt (Berlin) war bei mir in der Gruppe und hat einen Rechtswurf schon
daneben gesetzt. Auch einer der vorne mitspielen könnte.
Dann kamen die Linkswürfe...
Der Erste bei mir ist vom Finger gerutscht. Kein Wunder bei dem Regen! Der
hatte aber Schwung drauf und die Richtung stimmt auch noch. Also schauen, ob
der noch über die Schnur ins Ziel springt. Seit 2 Jahren wird vor dem 7,5m Kreis bei 50m, ein Band 1m vor dem Ziel
gespannt, damit man das Ziel von oben abwirft, um es nicht ´Gummiballähnlich´
rein hüpfen lässt.
Und meiner sprang... Der Schiri sagte schon,... kannst rein holen...., ich aber
glaubte er sei drin. Und er war drin und über die Schnur!
Die 2 anderen Würfe gingen auch rein! Ich hatte 9 Treffer! Aber bei der guten Weitwurfelite in Deutschland kann ich mir kaum Hoffnungen
auf die vorderen Plätze.
9 Treffer hatten Andreas Lehner(Hessen), Jörg Matysiak(Schleswig-Holstein),
Oliver Schmarowski(Hessen), Thorsten Luthe(Niedersachsen), Tobias Witt(
Schleswig-Holstein), Ronald Hein(Hessen) und ich(Hendrik Krüger, Hamburg).
Im Vergleich zu letzten Jahr hatte ich keine Chance. Dann ging es zum MF-Weit werfen. Meine Gruppe kam als letztes. Genug Zeit, sich die anderen an zuschauen. Bei den wechselden Winden, wurde es wohl zum Glücksspiel. Mein selbst gebasteltes Windfähnchen stand schon bereit.
Tobias (130m), Thorsten(145m), Ronald(143m), Andreas (152m) und Jörg mit 152m
waren durchaus schlagbar. Mit Jörg hatte ich dieses Jahr schon mal im direkten
Vergleich geworfen! Andreas hatte letztes Jahr 184m geworfen!
Nun ging es auch endlich
mit meiner Gruppe los. Mein Wurf ging gut, Ollis hörte sich auch gut an. Ich hatte bei 120m einen Verbandskollegen, der mir anzeigte, wann ich
Rückenwind hatte. Hat geholfen. 167m ! Olli bei ca. 150m.
Der 2. Wurf bei mir 172m und Olli wieder bei ca. 150m. Mir wurde schon
gratuliert, aber ein Wurf kam noch. Aber bei Olli ging´s nur bis 153m.
Mein letzter ging auf 174m. Das war mit über 20 Punkten Vorsprung der 1.Platz. Und die letzten 2 Meter mehr haben uns den 3. Platz in der Mannschaftswertung
vor Schleswig-Holstein Team 2 gebracht.
Den 2. Platz hat sich Oliver gesichert und beim 3. Platz ging es in den
direkten Vergleich zwischen Jörg und Andreas. Diesen Wurf konnte Jörg mit 6 Meter mehr für sich entscheiden. Andreas hatte
Schnurprobleme!
Die Männer-Mannschaft Hessen 1 hatte den ersten in der Mannschaftswertung vor
Schleswig-Holstein 1.
Bei den Damen ging Platz 1 an Patricia Spira(Rheinland-Pfalz), Platz 2 an
Jasmin Schmitt(Berlin) und Platz 3 an Anne-Kathrin Spangenberg(Hamburg)
Der Freitag Abend musste natürlich ausgiebig (aber nicht lange!) gefeiert
werden.
Am Freitag ging es um 7 Uhr schon wieder im Hotel los zu der Sportanlage. Nach dem Frühstück ging um 9Uhr das Training los und wir hatten Sonnenschein
ohne Ende!!!
Morgens ging es für viele der Leistungsklasse der Binnenfischerdisziplinen (BF)
mit Zielwurf los und schon schnell zeigte sich, wer vorne mitspielen würde.
Oliver Schmarowski(Hessen) mit 9/5 Treffern, ebenso wie Tobias
Witt(Schleswig-Holstein), Florian Deiss(Hessen). Peter Schmitt(Berlin) sogar
mit 9/6 Treffern und Marco Schmidt(Hessen) mit 9/4 Treffern. Thorsten
Luthe(Niedersachsen) war mit 9/3 Treffern auch noch im Spiel.
Für Hamburg hatte Anne-Kathrin Spangenberg den Titel mit 8/0 Treffern schon
fast in der Hand. Und bei der Damen-Jugend durfte Jennyfer
Hansen(Schleswig-Holstein) sich schon fast über den Titel freuen.
In der Männer Meisterklasse(Leistungsklasse) gab es wie am Vortage wieder
wechselnde Winde beim BF-Weit werfen. Und Tobias hat Glück. Er setzt das 18gr.
Gewicht bei 86m ab! Da konnten Olli(74m), Peter(70m), Thorsten(80m), Florian(72m) und Marco(75m)
nicht mithalten. Und somit ging der Titel nach Schleswig-Holstein an Tobias
Witt.
Glückwunsch Tobias!
Der 2.Titel, der nach Norddeutschland geht. Und es werden noch mehr.
Anne-Kathrin überzeugte bei den Damen, ebenso wie Jennyfer bei der
Damen-Jugend. Glückwunsch euch beiden. Bei den Senioren gab es keine nennenswerten Ergebnisse aus dem Norden, außer
der 3.Platz von Edith Hinz(Schleswig-Holstein) bei der SMK1/Damen.
Der Abschlußabend war auch wieder gelungen.
Es gab die Mannschaftswertungen noch, ein reichhaltiges Buffet, eine Tombola
und einen Musiker, der auch auf junge Wünsche einging. Einen Dank an Werner
Landau und seine Leute!!!
Wir waren dann um 1.30Uhr wieder im Hotel. Was für ein langer Tag.
Sonntag Morgens ging es noch kurz zum Frühstück und dann verabschiedeten wir
uns wieder in die Bundesländer. So, das war der Bericht, der nächste folgt von der offenen Meisterschaft am
04.07.2010 in Großensee/S-H. Dort werden auch wieder viele aus Hamburg,
Schleswig-Holstein und Niedersachsen antreten.
Hendrik Krüger
AV Früh Auf v. 1910/ Hamburg, Mitglied beim ASV Hamburg
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