DAV: Auch nicht alles Gold, was glänzt??
DAV: Auch nicht alles Gold was
glänzt??
Bei unserer Berichterstattung rund um die Vorkomnnisse in Hamburg und dem unsäglichen Verhalten sowohl des ASV Hamburg als Landeseverband wie auch des VDSF - Bundesverbandes wurde uns immer wieder der Vorwurf gemacht, "einseitig auf den VDSF einzuschlagen"..
Nun ist es eben leider so, dass gerade VDSF - Verbände sich nicht eben mit Ruhm bekleckern, um das mal vorsichtig auszudrücken. Und von daher einfach immer wieder mehr Material zur (leider eben auch negativen) Berichterstattung kommt, als vom DAV.
Wenn uns allerdings Dinge zu Ohren kommen, die beim DAV passieren, berichten wir darüber natürlich genauso - und auch über negative. Daher könnt ihr hier die Geschichte lesen, wie schwer es sein kann, wenn ein Angler oder ein Verein Mitglied im DAV - Landesverband Nordrhein Westfalen werden möchte - und wie das ausgegangen ist.
Zitat:
| Mein Weg zur Aufnahme in den DAV Angeregt durch den Bericht im Anglerboard „Vorabausschnitt der Septemberausgabe: Satzungen der Verbände" fing ich an zu stöbern. Durch die vielen negativen „Tätigkeiten" des VDSF (egal ob Bundesverband oder verschiedenerer Landesverbände) war ich bereits vorbelastet und suchte nun eine Möglichkeit etwas zu tun. Also fing die Meinungsbildung mit der Gegenüberstellung verschiedener Fakten an: 1. Wer ist Mitglied im Verband? Der Angler oder der Verein? 2. Wie (beim wem) kann ich als Angler direkt etwas erreichen? 3. Wer versucht das Angeln nicht noch weiter zu reglementieren? Bereits jetzt zeichnete sich ganz klar eine Tendenz zum DAV ab. Also wurde recherchiert, wer ist „mein" DAV-Landesverband. Hier zeigten sich die ersten Schwierigkeiten. Der LV selbst hat keine eigene Internetpräsens jedoch der zuständige Regionalverband (www.agsb.net). Diese hat zwar noch nicht alle erforderliche Informationen, jedoch ist eine Kontaktaufnahme per Mail möglich. Also am 19.06.10 (Samstag) den Weg genutzt und die offenen Fragen gestellt. Bereits am nächsten Tag - ein Sonntag! - kam die zufriedenstellende Antwort (vom Schatzmeister des Regionalverbandes). Also den Aufnahmeantrag ausgedruckt - leider keine Möglichkeit diesen online auszufüllen - , händisch ausgefüllt und per Telefax an den Landesverband direkt geschickt. Das stellte sich erst einmal als Fehler heraus. Durch den Geschäftsführer des LV bekam ich ein Fax mit der Auflistung der zur Aufnahme erforderlichen Unterlagen: Kopien von Prüfungszeugnis und Fischereischein sowie ein Lichtbild. Meine Prüfung liegt mittlerweile über 30 Jahre und etliche Umzüge zurück. Da ist das Zeugnis irgendwann verlustig gegangen. Nicht schlimm, dachte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn, bist ja amtlich bestellter Fischereiaufseher. Also den FA-Ausweis kopiert und zusammen mit Fischereischein und einer Einzugsermächtigung am 04.07.2010 an Herrn Loraff gemailt. Prompt kam die Antwort: Keine Aufnahme ohne Zeugnis. Nun habe ich etwas dumm aus der Wäsche geschaut. Am 05.07.10 hatten wir vom Verein aus ein Vorstandstreffen, bei dem ich einen möglichen Wechsel zum DAV ansprach. Ich sollte hierzu weitere Informationen bis zum nächsten Treffen besorgen. Kein Thema, ich hatte ja einen Kontakt. Es sollte mein zweites dummes Gesicht folgen. Die Antwort auf die Frage nach den erforderlichen Unterlagen für einen Beitritt lautete: „Die gleichen wie bei einer Einzelmitgliedschaft." Da ich wegen einer anderen Angelegenheit mit Thomas9904 in Kontakt stand, habe ich diesem das unverständliche Gebaren des LV geschildert. Er bat mich ihm den kompletten Mailverkehr zukommen zu lassen um eine kleine Anfrage beim Bundesverband des DAV zu starten. Anfrage am 10.07.10 (Samstag) gestellt und die Antwort (von Philipp Freudenberg, Sekretär des Bundesgeschäftsführers beim DAV) kam am 11.07.10. Da die LV, wie auch im VDSF, eigenständig sind, wurde ich gebeten mich mit dem Präsidenten des LV in Verbindung zu setzen, der bereits telefonisch über die Probleme informiert sei. Hier in Auszügen das wirklich nette und aufschlussreiche ca. 30 minütige Telefongespräch: Das Prüfungszeugnis ist für die bloße Mitgliedschaft nicht erforderlich. Im DAV-Mitgliedsausweis erfolgt dann aber keine Bescheinigung der erfolgreich abgelegten Prüfung. Diese wäre notwendig, um an einigen Verbandsgewässern einen Erlaubnisschein zu bekommen, da hier durch den „Verpächter" (als Beispiel wurde mir ein See in Bonn genannt, bei dem die Stadt Bonn als Verpächter die Ausgabe nur an geprüfte Angler erlaubt) entsprechende Vorgaben festlegen. Mein erster Antrag wurde so aufgefasst, dass ich die Prüfung bescheinigt haben wollte. Dieses konnte ich widerlegen. Ich wurde gebeten alle Antragsformulare nochmals an Herrn Horsten zu senden und bei der nächsten Präsidiumssitzung würde dann über meinen Aufnahmeantrag entschieden. Da gerade Sommerferien anstehen, heißt es demnach erst einmal abwarten. H.P. Hoenigs |
Wie in jeder Familie, jeder Firma, jeder Partei oder eben auch jedem Verband:
Es kann immer passieren, dass da manches passiert, was so von den Leuten aus der Führung der übergeordneten Stellen so nicht gewollt haben.
Dass Dinge passieren, über die man eigentlich nur den Kopf schütteln kann.
Der große
Unterschied!
Der liegt ganz einfach darin, wie die entsprechenden Stellen damit umgehen. Während im Fall Hamburg sowohl der Landes- wie auch der Bundesverband des VDSF mauern, lügen, tricksen, geht das beim DAV eben einen ganz anderen Weg.
Auch wenn sich hier der Landesverband "quer stellte", ging nach der Kontaktaufnahme mit dem, Bundesverband alles sehr schnell und dann auch sehr glatt bis jetzt.
Von daher, um die auf die Frage aus dem Titel des Artikels zurück zu kommen:
Ja, auch beim DAV ist nicht alles Gold, was glänzt.
ABER:
Ein Anruf beim Bundesverband, und man kümmert sich darum und wenns mal nicht so "glänzt", wird eben das Poliertuch rausgeholt um das wieder in Ordnung zu bringen..
Thomas Finkbeiner
| < Zurück | Weiter > |
|---|

Kommentare