Männer auf See - oder auch: 1000 Kilometer bis zum Meer (und zurück)
Männer auf See...
...oder auch: 1000 Kilometer bis zum Meer (und zurück)
Ein Bildbericht von der Boardie-Makrelentour 2010
...oder auch: 1000 Kilometer bis zum Meer (und zurück)
Ein Bildbericht von der Boardie-Makrelentour 2010
Eigentlich war es ein Schnellschuss, als mich mein Kollege Rainer mitten im tiefsten Winter ansprach, ob wir im Sommer nicht mal eine Makrelentour starten wollten. Denn der Sommer war noch weit und langfristige Terminplanung, zumal wenn auch noch eine Fußballweltmeisterschaft angesagt ist, stellt sich meistens als schwierig raus. Als die gemeinsame Kalenderprüfung dann den 26./27.06. als gemeinsam möglichen Termin auswies, war die erste Hürde genommen, und dann war da doch irgendwo im Anglerboard irgendwas mit einer Boardie-Makrelentour zu lesen gewesen. Kurze Prüfung.... und passt! Das Wochenende stand fest, also hab ich dann gleich mal drei Plätze für uns reserviert, denn dass Freund Hinnerk sich diese Gelegenheit entgehen lässt, ist eher unwahrscheinlich.
Die eigentliche Planung erwies sich danach zwar als holperig aber letztlich nicht unlösbar. Denn mal eben nachts hinfahren, rechtzeitig am Kutter sein und abends wieder zurück fahren, kann man vom Ruhrgebiet aus vielleicht noch mit dem Ziel Holland schaffen, aber nicht, wenn es gilt, mal eben so an die 1000 Kilometer runter zu spulen. Dass die Pensionsbetreiber und Zimmervermittler nicht gerade begeistert sind, in der beginnenden Hochsaison drei Betten für nur eine Nacht anzubieten, ist aber auch verständlich. Doch mit etwas Mut zum Risiko verließen wir uns halt auf eine kurzfristige Buchung gut zwei Wochen vor der Tour. Ausgebuchte Nordseeküste oder im ganzen Ditschie-Land keine Betten für uns, das kann es doch nicht sein.
Im „Motel und Camping Seeluft“ in Wesselburen, nur 12 Kilometer vom Hafen Büsum entfernt, fanden wir dann auch ein gemütliches Zimmer mit drei Betten. Und nicht nur dass. Die freundliche Vermieterin ist sogar extra früh aufgestanden, um uns um 5:30 Uhr am Sonntagmorgen ein reichhaltiges Frühstück anzubieten. Großartig beziehen mussten wir unser Quartier ja für die eine Nacht nicht, also ging es nach der Schlüsselübergabe erstmal auf dem schnellsten Weg nach Büsum zum Hafen, um den Liegeplatz der Blauort und den günstigsten Parkplatz ausfindig zu machen. Beides war schnell gefunden, und es gab sogar Gelegenheit zu einem netten Gespräch mit Ecki und seiner freundlichen Besatzung. Das Schiff gefiel uns auf Anhieb, und auch die eher zurückhaltenden Prognosen für den Sonntag konnten unsere gute Laune nicht mindern. Ein schönes Fleckchen Erde, dieses Dithmarscher Land, und das Bier von dort, insbesondere das Dunkle hatte ich ja schon öfters schätzen gelernt, wenn ich im Bundesland zwischen den Meeren war...
So ergaben sich noch einige nette Eindrücke vom Ort, vom Schiff und auch von den anderen Schiffen im Büsumer Hafen. Eigentlich war es schade gewesen, erst am Mittag in Dortmund losgefahren zu sein.






Auf der Rückfahrt nach Wesselburen trafen wir dann auch auf die „Ureinwohner“ aus der Gegend, die trotz ihrer imposanten Größe einen freundlichen Eindruck machten, auch wenn ich die Landestracht irgendwie anders in Erinnerung hatte..

Unser freundlicher Vermieter hatte uns den Weg zum nächsten Restaurant beschrieben, wo es neben der wirklich leckeren frischen Scholle mit Nordseekrabben auch eine leckere Getränkespezialität aus Ostfriesischem Malz und Hopfen gab, deren friesisch herber Charakter natürlich erst aus großvolumigen Humpen voll zum Tragen kommt. Hier mal Fotos zum Beweis, dass eine ohnehin gute Laune innerhalb weniger Sekunden noch besser werden kann:
vorher:

nachher:

Und während des leckeren Essens konnten wir uns noch über einen herrlichen Sonnenuntergang freuen...


...und danach über einen sehr guten Slibowitz, natürlich vom Wirt selbst gebrannt.
Ein letzter „Absacker“ an der Bar und dann gings ab ins Bettchen, denn der nächste Tag sollte ja schließlich lang werden...


Nach dem Aufstehen erwarteten uns ein herrlicher Morgen mit dem letzten Hauch von Frühnebel auf den Feldern und das wirklich reichhaltige Frühstück mit Ei, Käse Wurst, Marmelade, Kaffee, Brot und frischen Brötchen, und das schon am frühen Morgen um 5:30.

Und dann ging es auch schon los zum Hafen, wo sich bekannte und neue Gesichter aus dem Anglerboard unter dem strahlend blauen Morgenhimmel versammelt hatten, um die Blauort zu entern. Nach vielen Hallos und herzlichen Begrüßungen ging es dann auch schnell auf’s Schiff und auf die lange Anfahrt gen Helgoland, weil Ecki in der Gegend hoffte, wenigstens den einen oder anderen Makrelenschwarm zu finden.



Natürlich gab es verschiedene Möglichkeiten, die
lange Fahrzeit zu überbrücken, ob nun mit einem kleinen Nickerchen an der
frischen Luft oder einem Pläuschchen an Deck unter der strahlenden Sonne. Aber
irgendwann war dann das Ziel erreicht.




Ecki gab sich wirklich sehr viel Mühe, für uns den wirklich großen Schwarm zu finden. Dass dies leider nicht gelang und nur ab und zu vereinzelte Makrelentrupps in Zweier- oder Dreierformation per Hakenfahrstuhl an die frische Luft befördert werden konnten, war zwar schade, aber schlug sich nirgendwo negativ auf die Laune der Beteiligten nieder.
Nur die Möwen machten enttäuschte Gesichter.



Und als wir auf der Rückfahrt tatsächlich auf dem Bug der Blauort über den mitgebrachten DVB-T-Empfänger einigermaßen Empfang des Sendesignals vom Fernsehturm in Heide hatten, stieg die Laune schlagartig wegen des grandiosen 4:1 - Siegs über England.

sozusagen "buglic viewing" 


Aber so um 18:00 Uhr war dann nicht nur das Spiel aus, sondern auch der Hafen von Büsum wieder erreicht.


Zum Glück konnten wir uns und die zuhause Wartenden noch im nächsten Fischladen mit geräucherten Pfeffer- und Zwiebelmakrelenfilets eindecken, bevor es dann auf die Rückreise ins Ruhrgebiet ging.
Fazit: 1000km runter gespult für...
...einen tollen Tag auf See mit vielen netten Boardies und allerbestem Wetter, wenn auch leider ohne die erhoffte Kiste voll Makrelen.




Ecki gab sich wirklich sehr viel Mühe, für uns den wirklich großen Schwarm zu finden. Dass dies leider nicht gelang und nur ab und zu vereinzelte Makrelentrupps in Zweier- oder Dreierformation per Hakenfahrstuhl an die frische Luft befördert werden konnten, war zwar schade, aber schlug sich nirgendwo negativ auf die Laune der Beteiligten nieder.
Nur die Möwen machten enttäuschte Gesichter.



Und als wir auf der Rückfahrt tatsächlich auf dem Bug der Blauort über den mitgebrachten DVB-T-Empfänger einigermaßen Empfang des Sendesignals vom Fernsehturm in Heide hatten, stieg die Laune schlagartig wegen des grandiosen 4:1 - Siegs über England.




Aber so um 18:00 Uhr war dann nicht nur das Spiel aus, sondern auch der Hafen von Büsum wieder erreicht.


Zum Glück konnten wir uns und die zuhause Wartenden noch im nächsten Fischladen mit geräucherten Pfeffer- und Zwiebelmakrelenfilets eindecken, bevor es dann auf die Rückreise ins Ruhrgebiet ging.
Fazit: 1000km runter gespult für...
...einen tollen Tag auf See mit vielen netten Boardies und allerbestem Wetter, wenn auch leider ohne die erhoffte Kiste voll Makrelen.
Heinz-Peter Lattko
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