Ausgabe Februar 2012

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    Top 3 auf Rapfen

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    Top 3 auf Rapfen


    Im August ist das gezielte Angeln auf Rapfen nicht nur eine lohnenswerte, sondern auch sehr spannende Angelegenheit, denn selten stehen die Chancen besser als jetzt, kräftige Bisse an der Oberfläche und spritzige Drills in der Strömung zu erleben.
    Trotzdem passiert es nicht selten, dass die launischen Silberbarren uns Angler zur Weißglut treiben. Sie rauben zwar wie verrückt, wollen aber einfach nicht auf die angebotenen Kunstköder gehen. Auch bei mir bleiben solche Tage ab und an nicht aus, trotzdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mit drei verschiedenen Ködern im Gepäck immer sehr gute Chancen hat, dass mindestens einer darunter ist, der von den Rapfen genommen wird.
       


    Diese drei Verführer und die passende Führung will ich Ihnen in den folgenden Zeilen vorstellen.

    „Water Monitor“ von Illex
    Dieser Stickbait hat sich bei mir inzwischen als erfolgreichster Rapfenköder durchgesetzt. Dabei ist es insbesondere die Farbe „bone“, die sich als wahrer Magnet auf die Räuber entpuppt hat. Ich habe mit der 95 mm langen Ausführung dieses Köders besser gefangen, als mit dem ebenfalls erhältlichen 85er. Sowohl unterhalb von Wehren als auch an ruhigeren Stellen im Fließgewässer, brachte mir der Water Monitor schon zahlreiche Bisse. Er ist zwar sinkend, kann aber dennoch sehr gut an der Oberfläche geführt werden. Die richtige Technik ist dabei fangentscheidend. Nachdem Aufwurf bringe ich die Rute in 11 Uhr-Stellung und leiere sehr schnell ein. Selbst bei dieser einfachen Führungsweise können schon Rapfen zuschnappen. Es hat sicher aber besser bewährt, durch ständige Rucke aus dem Handgelenk, dem Köder noch zusätzliches Leben einzuhauchen. Die Orginaldrillinge des Water Monitor sind zwar sehr scharf, aber ich tausche sie trotzdem gegen Modelle von Owner aus, da sie zu schnell aufbiegen. Bei den ungestümen Attacken der Rapfen habe ich diese Erfahrung leider mehrfach machen müssen.
       


    „Skitter Pop“ von Rapala
    Hierbei handelt es sich um einen klassischen Popper in schlichter Bauweise. Der Köder besitzt keine Rasselkugeln im Innern und funktioniert deshalb gerade bei starkem Angeldruck und klarem Wasser sehr gut. Meine Lieblingsfarbe, welche die Bezeichnung „S“ trägt wird leider für den europäischen Markt nicht mehr produziert. Leider wurde mir der Köder in diesem Erfolgsdekor nach zahlreichen Fängen kürzlich von einem Großrapfen endgültig zerlegt.
       

    Jedoch wird unter der Bezeichnung „MU“ ein ähnliches Dekor angeboten. Besonders gute Rapfenfänge konnte ich mit der 9 cm langen Variante des Poppers machen. Da der Skitter Pop schwimmt, ist bei der Führung eine hoch erhobene Rute nicht zwingend notwendig. Dennoch kann es bei starker Strömung sinnvoll sein, die Gerte mit der Spitze gen Himmel zeigen zu lassen, um auf diese Weise einen Schnurbogen zu verhindern, welcher einen durchdringenden Anhieb behindern würde. Führen die den Skitter Pop am besten mit vielen relativ kräftigen Rucken unter schnellem Einkurbeln. So wird das typischen Ploppen erzeugt, wobei auch das Wasser spitzt. Die Rapfen reizt das sehr. Durch monotones Leiern lässt sich dies nicht erreichen.

    „Miss Shad“ von Delalande / „Kopyto Classic“ von Relax / „Jin-Shad“ von MB-Fishing
    All diese Gummiköder besitzen eine ähnliche Bauweise und sind gleichermaßen fängig auf Rapfen einsetzbar. Die Köderlänge sollte bei jeweils etwa 10 cm liegen. Durch die ausladene Aktion, welche mit Hilfe des großen Schwanztellers und der Einrippungen im Körper erzeugt wird, erregen diese Shads eine hohe Aufmerksamkeit. Um sie an der Wasseroberfläche führen zu können, sollte ein sogenannter Slider- oder Wobbler-Jigkopf benutzt werden. Angeboten werden diese Modelle beispielsweise von Prologic und Profi Blinker. Sie sinken nur vergleichsweise langsam ab und verstärken ausserdem die Köderaktion noch zusätzlich.
       

    Die Führung dieser Verführer ist sehr simpel. Nach dem Auswerfen werden sie an hoch gehaltener Rute im Eiltempo eingekubelt, so dass er möglichst direkt an oder knapp unter der Wasseroberfläche läuft. Besonders gut funktioniert das, wenn man den Gummifisch direkt gegen die Strömung führt.
    Bei den Farben der Gummifische haben sich besonders gelb-rot und rot-weiß als fängig erwiesen.

    Veit Wilde

    Kommentare 

     
    0 #1 Raubfischzahn 2010-08-03 11:38
    Und wieder etwas schlauer!Toller Bericht....
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    0 #2 bacalo 2010-08-12 12:16
    von Dir zu hören äh zu lesen.

    Danke für die aufschlussreich en Tipp´s.

    Peter
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