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Ausgabe Dezember 2017

Urlaub auf der Sonneninsel Gran Canaria im Ferienort Puerto Rico, dem Zentrum des Big- Game Fishing



Urlaub auf der Sonneninsel Gran Canaria im Ferienort Puerto Rico,

dem Zentrum des Big- Game Fishing!

(Erfahrungen und Bemerkungen  von Siegfried Stockfleth)

 

Es fällt schwer zu sagen, welche Jahreszeit  die ideale Reisezeit zum Besuch der Insel Gran Canaria ist. Viele Gäste entscheiden sich für den Spätherbst und den Winter, denn wer verspürt nicht den Wunsch dem grauen Alttag zu entfliehen, wenn es bei uns kalt und neblig ist.

Doch auch im Sommer ist Gran Canaria immer eine Reise wert. Im Vergleich zum spanischem Festland wird es auf der Insel nie extrem heiß. Nur an den Tagen, wenn der Wind auf Südost schwenkt und drückend vom afrikanischen Festland weht, spricht der Canario vom Scirocco oder vom Calima, und es ist sehr warm. Die atlantischen Meeresströmungen und der Nordostpassat sind verantwortlich für das warme gemäßigte Klima.

Langanhaltende Schlechtwetterperioden gibt es dort nicht. Verdecken einmal dicke Wolken die Sonne, so fährt man nur wenige Kilometer weiter, um wieder einen strahlend blauen Himmel zu sehen.

Die Wasserthemperaturen liegen bei der Insel zwischen 21 bis 24 Grad. Herrliche weiße Strände laden zum Baden und Sonnen ein.

Doch nun zum Meeresangeln, „Big Game Fishing“,   vor Gran Canaria. Vorweg möchte ich sagen, dass  es nur meine Meinung ist, aber mit über 20 Jahren Erfahrung im Angeln vor  Gran Canaria habe ich mir eine sachgerechte Meinung erworben und kann  darüber ein Urteil abgeben. Puerto Rico liegt im Süden von Gran Canaria und ist das Zentrum des Meeresangelns.  8 Big Game Fishing Charterboote  liegen in den beiden Häfen des Urlaubsortes und warten auf Angler die mitfahren wollen. Eine Angeltour mit einem Charterboot dauert von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr und kostet € 65, inkl. Angelgerät und Verpflegung, pro Person.

In den Monaten Oktober bis Mai wird an einer Boje auf Grund geangelt.  Gefangen werden verschiedene Rochenarten, Dornhaie, Blauhaie, verschiedene Barscharten, Conger, Muränen und viele andere Grundfische.  Man sollte aber schon seefest sein, denn der Atlantik ist teilweise  sehr rau und wellig. Meistens sind die Touristen froh, wenn Sie wieder an Land sind.

Sehr negativ ist in meinen Augen die Verwendung des Fanges gehandhabt. Gute Kapitäne  betreiben  das Catch & Release, (angeln und wieder frei lassen), bei  Fischarten, wie z. B.  Rochen oder auch Haiarten, die man nicht Essen kann. Essbare Fische werden im Hafen küchenfertig zubereitet. Andere Kapitäne bringen  die Fische mit in den Hafen und zeigen die Fische nur um Kunden anzulocken und diese später  im Atlantik zu entsorgen. Diese nicht tierschutzgerechte Methode und wirft auch ein schlechtes Licht auf uns Angler.

Interessant (ist) wird es im Hafen, wenn um 15.00 Uhr die Angelschiffe wieder einlaufen! Man kann dann bei einem kühlen Bier am Hafen  sitzen und sich  den Tagesfang anzuschauen. Leider haben sich die großen Thunfische vor Gran Canaria rar gemacht. Vor einigen Jahren konnte man noch sehr gute und verschiedene Thunarten mit Kunst- und Naturköder fangen. Das Thunangeln ist heute leider dort nur noch selten erfolgreich. Bei den Ausfahrten kann man Delfine, Wale, Schildkröten und auch fliegende Fische sehen.

In den Monaten Mai bis  September wird dort auf Billfische geangelt. (Auf Meeresfischarten die ein Schwert tragen). Man angelt diese mit Kunstködern, (lures).

Bei Bootsgeschwindigkeiten von 7 bis 8 Knoten werden bis zu 10 Meeresangeln mit verschiedenen Kunstködern beim Schleppangeln ausgelegt.

Gute Angelgeräte, (Equipement), (Ruten, Rollen und Schnüre)  sind die  Vorraussetzung zum Fang eines Großfisches. Natürlich sind die Erfahrung und die Zusammenarbeit des Kapitäns und der Besatzung von großer Wichtigkeit.

Es wird mit verschiedenen Schnurstärken von 30 bis 130 lbs., (englischen Pfunden, Pounds = 445 gr.),  geangelt. Gefangen werden dort Blaue Marline bis zu 1000 Pfund, Weiße Marline, Speerfisch, Schwertfisch, Dorados (Goldmakrele), Wahoos, Bonitos, Thunfische und Barakudas.

Das erfolgreichste Boot ist meiner nach Meinung die „MS Dorado“ mit den Kapitänen „Roberto“ und dessen  Bruder „David“, sowie dem  Bootsmann „Paul Flanner“ und dem Chef sowie Besitzer „Antonio Deniz“. Dieses ist eine Fischerfamilie aus Puerto de Mogan mit sehr viel Erfahrung im Meeresfischfang.

Auf der „MS Dorado“ werden jedes Jahr auch die meisten Blauen Marline gefangen. Die Fänge kann man unter www.marlincanariasportfishing.com anschauen.

Eine Koryphäe unter den Anglern in Puerto Rico ist der Deutsche „Marlin Professor“  Dieter Vogel! Diesen Titel hat er von mir bekommen. Er bekam ihn  aufgrund seiner Erfahrung und seinem Wissen über die Fische im Atlantik. Dieter hat schon in allen Meeren der  Welt geangelt. Mit seinem Boot „MS Barakuda„ hat er weit über 200 Blaue Marline gefangen. Er hält viele Fangweltrekorde in verschiedenen Schnurklassen der I.G.F.A., im Speziellen für (auf) Speerfische und Thunfische. Dieter hat die Anerkennung und Hochachtung der anderen erfahrenen Big Game Fishing Kapitäne in Puerto Rico.

Dieter Vogel  angelt auf die „Blauen Marline“ nur mit Schnüren der I.G.F.A. Klasse 50 lbs. und hat schon einen 1000 Pfünder mit dieser 25 kg tragenden Angelleine gefangen. Mein Sportfreund Dieter Vogel zeichnet sich auch besonders dadurch aus, dass er seine gefangenen Fische an die Einheimischen  verschenkt. Außerdem ist er  ein ganz lieber und netter Angelkollege und spricht sogar perfekt Spanisch.

Auch ich selber habe (auch) schon viele gute Fische gefangen. Mein schwerster Blauer Marlin wog  378 Kg! Gefangen habe ich den Ritter der Meere auf der Yacht „ MS Dorado“.

Trotz intensiven Bemühungen ist es mir bisher  nicht gelungen Unterschiede zwischen einem weiblichen und männlichen Blauen Marlin heraus zu finden. Ob der Blaue Marlin  lebende Junge zur Welt bringt bleibt auch nach den Aussagen der Experten von  Fischereiinstituten nur eine Vermutung!

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass man auf Gran Canaria mit der Familie einen wunderschönen Urlaub verbringen kann, und wir Angler kommen dabei auch nicht zu kurz.

Aber seid beim Bezahlen, Einkaufen usw. auf der Hut, (.) damit Ihr  nicht über den Tisch gezogen werdet.

 

 

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Siegfried Stockfleth

 

Kommentare 

 
0 #1 Ralf 2014-08-02 19:04
Lebe seit 8 Jahren hier und die Bemerkung das man hier beim bezahlen auf der Hut sein soll ist einfach nur daemlich!
 


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