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Ausgabe Dezember 2017

Anglerdemo überreicht Kanzlerin Merkel Resolution gegen Angelverbote im Fehmarnbelt

http://www.anglerboard.de/board/showthread.php?t=329540

 

Wir freuen uns, als Medienpartner von Anglerdemo folgende Nachricht bringen und verbreiten zu dürfen.

alt


Anglerdemo überreicht Kanzlerin Merkel Resolution gegen Angelverbote im Fehmarnbelt



Beim Besuch von Bundeskanzlerin Merkel in Heiligenhafen am 14. 07. 2017 im Rahmen ihrer Wahlkampftour überreicht Anglerdemo Kanzlerin Merkel eine von Anglerdemo erstellte und unterzeichnete Resolution gegen Angelverbote im Fehmarnbelt

Das wurde bereits im Vorfeld von Anglerdemo mit Veranstalter, Sicherheitsbehörden und der CDU vereinbart.

Den Text der Resolution stellen wir im Anhang ab 17 Uhr ein (bis dahin Sperrvermerk).

Wir versuchen, euch infomäßig hier weiter auf dem Laufenden zu halten.

Wir hoffen auch auf etwas Videomaterial und Fotos im Laufe des Tages


 

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Kommentar
Ich bezeuge meinen Respekt vor den Organisatoren und Machern von Anglerdemo, den Kutterkäptns, EGOH, Ingo Gädechens (MdB, CDU) sowie allen, die daran so tatkräftig mitgeholfen haben.

Während von den dafür eigentlich zuständigen Verbänden der organisierten Sport- und Angelfischerei DAFV, DMV, LAV MeckPomm und LSFV-SH NICHTS kam und aktiv in die Öffentlichkeit getragen wurde, schafften es hier einfache Angler und ihre Dienstleister und Freunde problemlos bis zur Kanzlerin.

Dabei wählte man z. B. Happach-Kasan extra als Präsidentin, obwohl sie Nichtanglerin war, weil sie als abgewählte FDP-Bundestagsabgeordnete gute Kontakte in die Bundespolitik haben sollte.

Und der Geschäftsführer des LSFV-SH, Vollborn, ist sogar in der gleichen Partei wie die Kanzlerin und für die CDU im Kieler Rat - und schafft es im Gegensatz zu den Jungs von Anglerdemo weder etwas bei den Angelverboten zu erreichen, noch zu seiner Parteivorsitzenden vorzudringen, um für Angler zu sprechen.

Umso mehr ist der Einsatz neben dem Einsatz von Lars Wernicke, und dem ganzen Anglerdemo-Team auch der Einsatz vom Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens (CDU) zu loben, der seine Ankündigung bei der ersten Anglerdemo auf Fehmarn, alles für die Angler, den Angeltourismus und die Region zu tun, um Schaden durch die Angelverbote abzuwenden, heute auch öffentlich wahr gemacht hat.

Nun liegt es an der Bundeskanzlerin, ob sie weiter ihre Verbotsministerin Hendricks im Bundesumweltministerium (SPD) gewähren lasst gegen Region, Angeltourismus, Bürger und Angler.

Oder ob sie sich hinter Region, Angeltourismus, Bürger und Angler stellt und das Angelverbot verhindert!

Ein großes DANKE an die Organisatoren und Macher von Anglerdemo, alle Beteiligten und Mitmacher und speziell auch für MdB Ingo Gädechens (CDU), der sich da mit seinem vollem Einsatz zur Verfügung stellte.


Keinen Dank für nix an DAFV, DMV, LAV MeckPomm, LSFV-SH und alle weiteren Mitgliedsverbände, die immer noch in diesem untätigen DAFV sind...


Aktualisierung 17 Uhr 14.07. 2017

alt

Resolution


der Angler und angeltouristischen Betriebe
gegen das geplante Angelverbot in großen Teilen des Schutzgebietes Fehmarnbelt


Seit 1 ½ Jahren regt sich in Norddeutschland Widerstand gegen das von Frau Bundesministerin Barbara Hendricks angekündigte Angelverbot in den Schutzgebieten der deutschen AWZ in Nord- und Ostsee, unter anderem im Fehmarnbelt.

Hunderte von Arbeitsplätzen in den strukturschwachen Räumen der norddeutschen Küstenregionen drohen zerstört zu werden. Viele kleine Familienbetriebe sind in ihrer Existenz bedroht – Tradition und Identität der regionalen Bevölkerung gehen verloren.

Das BMUB argumentiert, dass es sich bei den Maßnahmen nicht um ein pauschales Verbot, sondern um eine räumlich und zeitlich differenzierte Regulierung der Freizeitfischerei in den Schutzgebieten handelt.

Wenn aber von 4.452 qkm der deutschen AWZ-Fläche in der Ostsee zukünftig 2.345 qkm (52,68%) und weitere 28qkm (0,63%) temporär für Angler gesperrt werden, ist dies ein erheblicher Eingriff in die Rechte der Bürger.

Wenn auf 10% der Fläche der Bundesrepublik Deutschland ein Fahrverbot verhängt wird, wäre das wahrscheinlich nicht erheblich. Wenn aber in diesen 10% sämtliche Straßen liegen, wäre dieses ein erheblicher Eingriff. Genau diese Situation haben wir derzeit beim Angelverbot. Die Hauptfanggründe der gewerblichen Angelfahrten liegen in den zukünftigen Angelverbotsgebieten – ein Ausweichen auf andere Fanggründe ist nicht möglich.

Üblicherweise ist für einen Regelungsbedarf eine ERHBELICHE Beeinträchtigung der Schutzgüter erforderlich. Obwohl das BMUB bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis vorlegen konnte, dass Angeln bzw. Angler einen negativen Einfluss auf die geschützten Lebensräume und Habitate hat, hält es weiterhin am Angelverbot fest. Die rechtliche notwendige „Erheblichkeit“ der Störung wird dabei vom BMUB ignoriert.

Wir fordern Behörden, Wissenschaft und Politik auf tragfähige Lösungen für Mensch, Land und Region zu erarbeiten.

Neue Verbote und Aussperrungen des Menschen dürfen nicht das Ziel der Politik sein. Die Akzeptanz des Naturschutzes wird in der Bevölkerung mit nicht nachvollziehbaren Entscheidungen nachhaltig gefährdet.

Die Natur muss für den Menschen und nicht vor dem Menschen geschützt werden!

Wir fordern, keine Angelverbote oder Einschränkungen
ohne wissenschaftlichen Nachweis!

> ohne klare Zielfestlegung!
> ohne zeitliche Begrenzung!
> ohne neutrale Gutachten!
> ohne Berücksichtigung der Folgen für Wirtschaft und Angeltourismus!

Wir fordern die Politik auf, sich mit allen Betroffenen an einen Tisch zu setzen und gemeinsam Lösungen zu schaffen.


Laut Aussage des BMUB liegt der Fokus in den Entwürfen der Schutzgebietsverordnungen auf der Herstellung eines günstigen Erhaltungszustandes des Lebensraumes (hier „Riff“) und seinen charakteristischen Arten nach Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL).

Der letzte vorliegende FFH-Bericht 2013 bewertet die Gefährdung des Lebensraumtyps „Riffe“ durch das Angeln/Angelsport als gering. Die größten Beeinträchtigungen und Gefährdungen entstehen für den Lebensraumtyp durch den Sand- und Kiesabbau, die Meerwasserverschmutzung, die Fischerei, durch den Stickstoffeintrag und durch den Klimawandel. Es bestehen berechtigte Zweifel daran, dass das alleinige Verbot der Freizeitfischerei eine Verbesserung des Lebensraumtyps herbeiführt. Im übrigem attestiert selbst das BfN dem Schutzgebiet Fehmarnbelt einen guten bis sehr guten Zustand!

In Ermangelung von wissenschaftlichen Belegen wird der Dorschschutz als Begründung herangezogen. Dorsch ist nach Auffassung des BMUB eine wichtige Nahrungsgrundlage für den Schweinswal, und Angler konkurrieren mit ihm um die Beute. Auch hierfür bleibt das BMUB einen wissenschaftlichen Beweis schuldig.

Im Rahmen der Natura-2000-Richtlinie fordert die EU lediglich Maßnahmen zur Erreichung oder Sicherung eines „guten „Erhaltungszustandes“ des jeweiligen Habitats/ einer Population. Darüber hinaus sind keine Maßnahmen erforderlich. Trotzdem fordert das BMUB ein Angelverbot und das, obwohl die EU in diesen Schutzgebieten keine Angelverbote gefordert hat – dies ist eine deutsche Politik der Verbote!

Eutin, den 14. Juli 2017
Mit besten Grüßen,






Manfred Wohnrade, Vorsitzender WiSH - Lars Wernicke, Anglerdemo

alt


Aktualisierung 19 Uhr 40:
Soeben im NDR-Fernsehen, Schleswig Holstein 18:00:
Kanzlerin Merkel äußert sich zu Angelverboten und verspricht, sich mal drum zu kümmern.

SICHER IST:
Anglerdemo hat geschafft, wovon Verbanditen träumen!!!


Direkt mit dem Thema zur Kanzlerin, und ohne gleich abgebügelt zu werden.

Verbanditen im DAFV, DMV, LSFV-SH und LAV-Meck-Pomm:
SCHÄMT EUCH für euer Versagen!!!


Hier könnt ihr gucken - ab ca. Minute 1.55:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendunge...hmag47414.html





Thomas Finkbeiner  

 



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