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Ausgabe August 2017

Street Fishing Geliebt in Paris - Tierquäler in Deutschland

https://www.anglerboard.de/board/showthread.php?t=329527


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Street Fishing
Geliebt in Paris - Tierquäler in Deutschland


Street Fishing, angeln auf Fische nur zum fotografieren, da man die nicht essen kann.
In Frankreich ist man Held und Pionier - und in Deutschland Tierquäler..


anzeige zebco 50x50 2004Die Autorin Clarissa Wei schreibt in Munchies einen interessanten und lesenswerten Artikel über das "Streetfishing" in Paris, wo es herkommt, dessen Entwicklung und was dahinter steckt.
https://munchies.vice.com/de/article...street-fishing

Nachdem im 17.Jahrhundert noch über 50 Fischarten in der Seine gelebt hätten (inkl. Lachse), wwäre dann im Zuge der Industrialisierung die Gewässer (wie auch bei uns bekannt) so verschmutzt, dass praktisch nur noch robusteste Arten überlebt hätten.

Die Regierung hätte dann 10 Milliarden Euro in die Säuberung der Pariser Gewässer steckt, was zu nun wieder 32 Fischarten geführt hätte.

Fred Miesner, ein Pariser Angelgerätehändler, berichtet, wie er den Aufschwung der Bestände beobachtete und wie immer mehr Angler das dann auch wieder anfingen wieder zu nutzen.

Essen wollen die meisten Franzosen die Fische dennoch noch nicht, da sind sie wohl noch zu misstrauisch, was die Gewässerqualität angeht.

Das Angeln nur zum fotografieren, mitten in der Stadt, wird hier im Artikel also absolut positiv dargestellt, die Angler als "Pioniere".

 

Zitat:
"Wenn du den Fisch nimmst und isst, dann verschwindet er", meint Miessner, der in Umweltökonomik promoviert hat. "Es ist besser, den Fisch zu fangen, ein Foto zu machen und ihn dann wieder zurückzusetzen. Es ist ja so, dass wir [die Angler] die Pioniere waren, die gezeigt haben, dass die Fische zurück sind."

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Für viele Pariser Angler ist ihr Sport auch eine Art Meditation. Inmitten der hektischen Stadt treten sie so mit der Natur in Verbindung.

"Das ist dein Augenblick. Er gehört dir allein", sagt er.
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Obwohl das in einem deutschen Medium auf deutsch erscheint, gibt es da keinerlei Shitstorm, selbst PeTA schweigt dazu.

Auch keine hanebüchen-anglerfeindlichen Verbandler vom DAFV oder wie hier kürzlich aus Brandenburg und MeckPomm melden sich entrüstet zu Wort.
Landesverbände MeckPomm und Brandenburg: Nur ein toter Fisch ist ein sinnvoller Fisch
Und fordern nicht auch für Franzosen wie für ihre eigenen Angler, die Fische besser zu Katzenfutter zu verarbeiten aus Tierschutzgründen, statt sie zurück zu setzen..

Würde es sich hier um Deutschland handeln, Donau, Rhein oder Elbe, und eine deutsche Stadt wie Ulm, Köln oder Hamburg, da würde ich wetten dass da die Empörungswelle von PeTA und deutschen Verbänden der organisierten Sport- und Angelfischerei gegen solche "Barbarei" schon ins Rollen gekommen wäre....

Beim Kochen haben wir die Franzosen eingeholt, behaupte ich als Küchenmeister.

Bei der Einstellung zum Angeln glaube ich, sind sie uns noch weit voraus.

Thomas Finkbeiner

 

 



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