Ausgabe Mai 2012

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    Pressemeldung DAV

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    DEUTSCHER ANGLERVERBAND e.V.

     

     

    PRESSEMITTEILUNG

    Nr. 14/2006

     

    Berlin, 2. November 2006

     

    Pressemitteilung des Deutschen Anglerverbandes e.V. (Berlin)

     

    und des CESKY RYBARSKY SVAZ (Prag)

    Einladung zur internationalen Pressekonferenz in Bad Schandau

     

    Die Anglerverbände „Elbflorenz" Dresden e.V. und CESKY RYBARSKY SVAZ, Severocesky uzemni svaz, laden Sie ganz herzlich zu ihrer Pressekonferenz am 3. November 2006 ein. Das Thema der Pressekonferenz
    lautet: „Barben in die Barbenregion".

     

    Um 10.00 Uhr werden im Bad Schandauer Ortsteil Schmilka am Bootsanleger Barben in die Elbe ausgesetzt.

     

    Im „Parkhotel" Bad Schandau in der Rudolf-Sendig-Straße 12 beginnt um 11.00 Uhr die internationale Pressekonferenz. Für das leibliche Wohl der Medienvertreter wird ein Imbiss gereicht.

     

    Die Anglerverbände „Elbflorenz" Dresden e.V. und CESKY RYBARSKY SVAZ, Severocesky uzemni svaz, werden am 3. November 2006 in der Böhmisch-Sächsi-schen Schweiz Barbenbesatz in der Elbe tätigen, um damit die Ideen der „Visegrad-Gruppe" (V6), in der MOHOSZ (Ungarn), PZW (Polen), CRS (Tschechien), VÖAFV (Österreich), SRZ (Slowakei) und DAV zusammenarbeiten, mit Leben zu erfüllen. Der Barbenbesatz ist zugleich Symbol des Protestes der Verbände gegen einen weiteren Bau von Staustufen in der Elbe, denn Barben benötigen ungehinderte Wandermöglichkeiten!

     

    Für den grenzüberschreitenden Umwelteinsatz eignet sich die Barbe in besonderer Weise, da sie der Leitfisch der Flussregion (Barbenregion) in diesem Abschnitt der Elbe in der Böhmisch-Sächsischen Schweiz ist und ihn als Wanderfisch ungehindert durchziehen können muss.

     

    Ansprechpartnerin:

    Carola Stilec, Leiterin der Geschäftsstelle des AV „Elbflorenz", Dresden

    Tel. (0351) 3 10 60 81, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

     

    Weitere Informationen siehe:

     Anlage 1: „Die Verbände protestieren gegen den Bau der Staustufe in der Elbe bei Decin"

     Anlage 2: „Die Barbe - eine gefährdete Art der Fließgewässer"

     

     

    Pressemitteilung des Deutschen Anglerverbandes e.V. (Berlin)

     

    und des CESKY RYBARSKY SVAZ (Prag)

     

    - Anlage 1 -

     

     

    Die Verbände protestieren gegen den Bau der Staustufe in der
    Elbe bei Decin

     

     

    Der Bau der Staustufe ist ein Eingriff in die Gewässerökologie und die
    aquatische Lebenswelt der Elbe. 

     

    Die ursprüngliche, natürliche Flussdynamik wird unterbrochen und zu starken Veränderungen der Fische bis hin zur Vernichtung von Beständen der Wanderfische führen. 

     

    Argumente gegen den Ausbau sind:

     

    • Umweltschäden bis hin zur Vernichtung der Artenvielfalt;

     

    • Änderung des Abflussregimes, damit verbundene Veränderung der Wasserqualität;

     

    • Eingriffe in das Fließgewässerökosystem bis hin zum massiven qualitativen und quantitativen Rückgang der Fischbestände;

     

    • Fische sind in den Süßwassersystemen die Endnutzer komplexer Nahrungsnetze und reagieren besonders empfindlich auf Veränderungen ihres Lebensraumes.

     

    • Durch die Veränderung der natürlichen Abflussdynamiken verändern sich für viele Fische lebenswichtige Strukturelemente (z.B. Kiesbänke, Flachwasserbereiche, Stillwasserzonen).

     

    • Das Bauwerk stoppt den natürlichen Transport von Sediment-Boden-material.

     

    • völlig unakzeptables Kosten-Nutzen-Verhältnis;

     

    • verkehrstechnisch unsinnig.

     

    Die einmalige Elblandschaft darf nicht zum Spielplatz ökonomischer Interessen werden.

     

     

     

     

     

    Pressemitteilung des Deutschen Anglerverbandes e.V. (Berlin)

     

    und des CESKY RYBARSKY SVAZ (Prag)

     

    - Anlage 2 -

     

     

    Die Barbe - eine gefährdete Art der Fließgewässer

     

     

    Barbe (Barbus barbus)

     

    Die Barbe gehört zu den karpfenartigen Fischen. Sie hat einen spindel- und torpedoförmigen Körper, der sehr langgestreckt ist. Vier Barteln und die rötliche Färbung der Brust-, Bauch-, After- und Schwanzflosse(n) sind Erkennungsmerkmale. 

     

    Die mittlere Länge beträgt 30 bis 50 cm, die maximale Länge kann bis zu 0,80 bzw. 1,00 m betragen. Sie ist ein geselliger Grundfisch und überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.

     

    Ihr Lebensraum sind schnellfließende Flussabschnitte mit sandigem oder kiesigem Untergrund und einer guten Wasserqualität. Sie ernährt sich von Fischlaich, Schnecken, Insektenlarven, Würmern und Muscheln.

     

    Für die Laichablage benötigt die Barbe flache Stellen mit Kies (Kiesbänke). Sie wandert dazu zwischen Mai und Juli flussaufwärts. Im Winter sucht die Barbe ein Winterquartier auf und begibt sich in die Winterruhe. Sie wandert im Fluss sehr intensiv und hat an ihren Lebensraum sehr konkrete Habitatansprüche. Die Barbe zieht am liebsten in der Flussmitte und sucht nicht nur ihre Laichgründe, sondern auch Sommer-, Winter- und Weideplätze auf. Dabei begrenzt jedes Hindernis im Fluss ihren Lebensraum und behindert die Entwicklung guter
    Barbenbestände.

     

    Als Speisefisch ist die Barbe sehr wohlschmeckend, jedoch sehr grätenreich. Der Rogen ist ungenießbar und kann Brechdurchfall erzeugen.

     

    Die Lebensweise und das Wanderverhalten der Barbe werden durch die geplante Errichtung der Staustufe in Decin erheblich beeinträchtigt. Außerdem wird damit die natürliche Reproduktion der Barbenbestände in Frage gestellt.

     

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