Ausgabe Mai 2012

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    Kurzbericht zum „Staumfjord- Norgetreffen- Reisegewinn- Urlaub"

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    Kurzbericht zum „Staumfjord- Norgetreffen- Reisegewinn- Urlaub"
     
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    Beim letzten Norwegentreffen im Abacus-Hotel in Berlin hat ein Freund von mir die Staumfjordreise gewonnen. Vom 20. September bis 1. Oktober...Zeit vor Ort...7 Tage. Die Anreise...Kiel - Göteborg...E 45 bis Arjeplog...die RV 95 bis zur E6...die E6 bis Tömmerneset...links abbiegen nach Steigen...nach 22,5 Stunden morgens um 7,30 Uhr Ankunft am Haus. 1685 km...man hatte genug vom Autofahren.
     

    Unsere Angelgruppe bestand dieses Jahr aus 4 Leuten...die da waren: Thomas, sein Vater (er gewann die Reise), mein Sohn Paul und meinereiner.

    Karre entladen...Gerät montiert...ab auf's Wasser. Der Sagfjord empfing uns mit Traumwetter...blauer Himmel mit vereinzelten Wölkchen...1 - 2 Windstärken...Anglerherz was willst du mehr.

    Dank Boardie „Sockey" hatten wir auch im Vorfeld einige Infos zur Angelei erhalten und sind somit nicht ganz unvorbereitet in See gestochen. Die ersten Anlaufpunkte lagen auch wenige Bootsminuten vom Hafen entfernt. Es waren die so genannten „Haus - Berge"...rechts und links der Straumenausfahrt gelegen...beide so um die 20 bis 25 Meter tief...auf der einen Seite auf ca. 70 m auf der anderen Seite auf ca. 200 m abfallend. Leider waren diese Spots sehr unspektakulär...vereinzelt mal ein Kleinköhler...sonst tote Hose.

    Mein Sohn und ich versuchten unser Glück dann über 300 m Tiefem Wasser mit der „Speedpilkmethode" einige Köhler zu erbeuten...mit Erfolg...Fische von 7 bis 9 Kilo wanderten in die Kiste...wir hatten jede menge Spaß...besonders der Paul...der kannte so etwas noch nicht...solche kampfstarken Fische mit relativ leichtem Gerät zu beangeln. Ich mit 16 lbs Prion Inliner und der Paul mit der 20 lbs Abu - Suverän.

    Also weiter im Text...

     

    ein Fjordfangstboot und ein Oienboot mit je 30 PS standen zur Verfügung...ausreichend wie ich finde...nur das wir unseren Sprit in der 26 km entfernten Tanke selber holen mussten war für mich auch eine neue Erfahrung.

    Am nächsten Tag haben wir uns dann mal ein wenig dem Naturköderfischen zugewandt. Leng , Lumb und Rotbarsch waren die Ausbeute. Einen Monsterbiss konnten wir leider nicht verwerten...nach ein paar Minuten Drill ausgeschlitzt...wir waren uns einig...Heilbutt...blieb aber leider die einzige Begegnung.

    Auf dem anderen Boot konnten Thomas uns sein Dad einige schöne Dorsche bis 16 kg landen...mit Dreikantfeile bis 280gr und Schnurzählwerk...die kleinen Köhler standen bei 70 m und darunter die Dorsche. Bei auflaufendem Wasser haben sich die Kameraden schon ganz schön dagegengestemmt. Krumme Ruten...tolle Drill's...einfach nur schön.

    Mir ist dann auch noch etwas kräftiges beim ablassen des Pilker eingestiegen...bei ca. 50 m rummste es...donnerte mit einem Affenzahn in Richtung Grund...riss mir zwischen 80 und 100 m Schnur von der Rolle...langsam und ruhig gedrillt...ich wollte den Fisch wieder releasen...Köhler hatten wir am Vortag zur genüge gefangen...es war ein schöner großer Schwatter mit satten 1,22 m. Gewicht schätze ich irgendwas von 13 - 14 kg.

     

    Beim dem Versuch an einer schönen abfallenden Kante mit Gummifisch dem Pollack auf die Pelle zu rücken fing ich den wohl kleinste Fisch der Tour...Minileng...den wollte er unbedingt.

     

    Bei der Dorschangelei auf Überbeißer hatte ich leider nicht die Erfolge wie meine Mitstreiter...die Fische die ich landen konnte, bissen zwar auch auf den bereits gehakten Köhler, waren aber mit 6 -7 kg nicht die Kracher wie sie im anderen Boot gehakt wurden. Was ich auch anstellte, ich blieb davor verschont, mein Rücken zu strapazieren.
    Am letzten Tag verpasste mir mein Sohn noch die Höchststrafe...ich durfte die Kamera halten und filmen wie er sich anschickte, mir einen Dorsch von 1,16 m und 15,5 kg um die Ohren zu hauen. Ich glaube den Bengel haben die bis Bodö gehört, als der Fisch gelandet war. Aber seht selbst

     

    An unserem Steg angekommen haben wir dann noch ein paar Bilder geschossen...die Lichtvehältnisse im Hintergrund waren einfach zu geil, als das wir nicht noch versucht hätten dies auf den SD- Chip zu bannen.

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    Nun war auch schon der Tag der Abreise gekommen...unser Werner meinte wir könnten einen Abstecher zum Saltstraumen machen...würde faktisch auf unserem Weg liegen. OK meinte ich, wenn wir schönes Wetter haben sollten wir uns das mal ansehen. Wir hatten bestes Wetter...der Abstecher entpuppte sich als ein Umweg von über 150 km...was soll's...wir hatten jede menge Zeit bis zur Fährabfahrt in Göteborg.

     

    Wir kamen dort an und es war gerade auflaufendes Wasser...ein Norweger der dort vom Felsen angelte, sprach sehr gut deutsch und erklärte uns, das zur Zeit ein Tidenhub von 3 m vorherrscht und somit 400 Mio. m³ Wasser in 6 Stunden diese Meerenge passieren würde. Ein unglaubliches Schauspiel. Sollte man mal gesehen haben. Auf dem einen Foto ist glaube ich ganz gut zu erkennen wie das Wasser auf der rechten Seite der Brücke ca. 2 m höher ist als links. Wenn man da ins Wasser fällt, ist der Käse geschnitten...ratzfatz.

     

    Unterwegs haben wir auch noch ein paar schöne Bildchen geschossen...lässt ein selbst beim 11. Norwegenbesuch nicht kalt diese Landschaft. Fazit: Nordnorwegenvirus eingefangen und unheilbar erkrankt...Linderung ist nur in selbiger Region zu erfahren...hoffentlich schon im nächsten Jahr.

     

    Eins habe ich noch vergessen...Polarkreistaufe...auf dem Hinweg haben wir es in Schweden befindlich nicht erkennen können wo wir den Polarkreis überquerten...nicht ausgeschildert und noch stockfinstere Nacht...egal...wir müssen ja auch wieder zurück...Polarkreistaufe auf dem Heimweg...das Licht war auch um längen besser.

     „Bolle", Axel Bohlmann

     

    Bildergalerie:

     

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