Ausgabe Mai 2012

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    4 Tage Angeln an den holländischen Poldern

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    4 Tagen Angeln an den holländischen Poldern

    Tag 1:
    anzeige_geoff-anderson_50x5.jpgUm 5uhr morgens ging es los. Mein erster Trip an die holländischen Polder mit einem Kollegen der seit über 10 Jahren Erfahrung in diesem Gebiet besitzt. Die Anfahrt durch Deutschland ging reibungslos was man von den niederländischen Autobahnen nicht behaupten kann. Ich dache immer bei uns im Ruhrpott sind die Autobahnen voll…...aber man kann alles toppen.
    Um 8.30Uhr angekommen checkten wir erstmal schnell in unserer Pension ein um dann direkt unsere Köder zu baden. Die Erwartungen waren bei beiden sehr groß unter anderem weil wir unsere neue Jerk-Combo auch endlich mit einem schönen Fisch einweihen wollten.
    Leider war das Wetter was dort die Bedingungen sehr beeinflusst auch sehr bescheiden. Es war zwar etwas Wind aber es hing den ganzen Tag ein grauer Schleier und Nebel über der wasserreichen Polderlandschaft und sehr sehr trübes Wasser.
    Es kam wie es kommen sollte es tat sich erstmal nichts…2 kurze Nachläufer und ein sanfter Fehlbiss aber nichts Vernünftiges.
    Um 14.45Uhr war es dann soweit….unter einer kleinen Brücke an einem Pumpwerk gab es den ersten Biss und der saßen. Nach kurzer war klar das es sich nicht um einen Hecht handeln konnte sondern ein Zander!! In über 10Jahren hat mein Kollege dort noch nie einen Zander gefangen auch laut Fischereiaufsehern eine absolute Rarität. Der Fisch hatte eine dunkle Färbung die ihm ein sehr außergewöhnliches Aussehen verleiht. Er hatte 70cm und wurde auf einen 15cm Slottershad „S“ in der Farbe Rotauge gefangen.




    Bei mir tat sich weiter nichts. Die Stimmung war schon so gut wie im Keller als wir um ca. halb fünf die letzte Angelstelle anfuhren. Ich musste aber die ganze Zeit an die Aussage meines Kollegen denken: „Ein guter Freund der mir das Angelgebiet hier näher gebracht hat sagte immer: Einen am Tag fängst du hier immer!“
    Sollte es sich heute nicht bewahrheiten…..?
    Kurz nach 17Uhr hatte ich eine heftige Attacke auf einen 16cm Gummifisch. Doch leider verfehlte er den Köder…. Die Polder sind oft flacher als 1m und die Attacken sind teilweise richtig heftig, oberflächennah mit ausspringen etc.
    Mein Puls wurde schlagartig schneller und ich witterte meine letzte Chance an diesem Tag.
    drei ca. 5 Würfe später war es soweit. Wieder eine heftige Attacke….und diesmal hat er den Gummifisch voll genommen! Nach kurzem heftigen Drill konnte mein Kollege einen schönen 80cm großen Polderhecht landen der einem 6’’ Kopyto in Chartreuse Glitter Blau nicht widerstehen konnte. Endlich entschneidert!!!

    Tag 2:
    Nachdem der erste Tag nicht wirklich gut lief hofften wir auf bessere Bedingungen an unserem zweiten Angeltag. Nach dem aufstehen war aber direkt klar: Es wird wieder richtig schwer. Dichtester Nebel mit Sichtweiten von max. 50m und kein Wind. Und das in einem Gebiet wo es weit über 300Tage im Jahr windig ist….
    Doch es fing gut an. An unserer ersten Angelstelle konnte mein Kollege einen kleinen Hecht landen von ca. 50-60cm wieder auf den Slottie „S“. Während des Drills wollte ich schnell meinen Jerkbait einholen um ihm ggf. bei der Landung zu helfen oder ein Foto zu machen. Als ich dann zufällig aufs Wasser schaute sah ich wie ein guter Hecht meinen Köder verfolgt. Ich hörte auf so schnell zu Kurbeln und jerkte weiter. Der Hecht ließ sich nicht zweimal einladen. Er nahm den Köder und drehte weg mit ihm. Anschlag….sitzt! Mein erster Drill mit Multirolle und kurzer Jerkrute…und ein Biss auf Sicht….einfach nur genial!!! Köder war ein sinkender Salmo Slider 12cm in Weißfischdekor. Meine Combo war eingeweiht J.



    So gut wie der Tag begonnen hat so schlecht ging er weiter. Es tat sich lange nichts. Nachmittags konnte ich noch einen kleinen Hecht von ca. 40-45cm in einer etwas größeren Gracht fangen wieder auf oben genannten Jerkbait. Ein sehr durchwachsener Tag war zu Ende und wir hatten gemischte Gefühle bei dem Gedanken an den nächsten Tag.
    Tag 3:
    Schon morgens war klar dass es heute besser werden musste! Guter Wind und der Nebel war verschwunden. Nach dem frühstück machten wir uns direkt voller Erwartungen auf den Weg Richtung Fischwasser. Es ging auch direkt gut los. In den ersten 30-40min konnte ich 2 heftige Bisse verwerten und zwei gute Hechte von 76cm und 83cm nach kurzem heftigen Drill fangen. Wieder auf den 12er Slider.




    Langsam bekam ich etwas Mitleid mit meinem Kollegen der ausser einer Attacke auf seine Jerk-Combo noch nichts verhaften konnte…..
    Doch an diesem Morgen war es soweit….heftiger Biss….sitzt. Nach knackigem explosivem Drill konnte auch er seine neue Combo einweihen mit einem schönen Polderhecht von 76cm.
    Köder war ein 15cm Buster Jerk in einem Barsch-Dekor.


    Leider tat sich nach diesen einmaligen 45min außer ein paar heftigen Fehlbissen und Nachläufern leider den gesamten Tag nichts mehr.
    Tag 4:
    Unser letzter Angeltag…sollte heute noch mal die Wende kommen?
    Es fing gut an…heftige Attacke von einem guten Fisch bei meinem Kumpel aber leider verfehlte der Fisch den Köder. Ca. 10min später hatte ich das Glück wahrscheinlich den selben Fisch von meinem Salmo Slider zu überzeugen. Nach kurzer Zeit und heftigen Drill an der Oberfläche war klar das es sich tatsächlich um einen guten Fisch handelt. Nach einigen abenteuerlichen Landungsversuchen klappte es schließlich doch. Das Maßband zeigte stolze 93cm. Ich war überglücklich da es sich um meinen PB handelte.



    Das Wetter war gut. Wir sahen zum ersten mal am letzten Tag etwas Blau am Himmel und die Sonne blitzte ab und zu auch mal durch. Der Wind war auch optimal. Die Hoffnung war wieder da. Doch es blieb leider zäh…
    Am Nachmittag konnte ich noch einen kleinen Hecht von ca. 45cm landen. Köder war mal wieder der Slider 12cm sinking. Des weiteren gab es noch ein paar Fehlbisse auf 12cm Buster Jerk. Mein Kollege war aber bis Dato noch immer Schneider…wir hatten beriets 16Uhr und die Stimmung wurde schlechter….Wir entschlossen uns noch mal zu der Stelle vom Morgen zu fahren weil wir dort noch die größten Chancen sahen auf der Schlussgeraden noch etwas zu fangen.
    Um halb fünf war es dann soweit. Biss…sitzt…nach kurzen harten Drill konnte mein Kumpel endlich seinen ersten Fisch am letzten Tag erwischen (ca. 75cm). Köder war ein Glidin Rap, die neue Jerkserie von Rapala.

    Danach fischte er mit einem Bull Dawg in schwarz mit orangenem Schwanz. Er sagte: „Ich glaube damit geht heute noch was!“ Ca. 20min später war es soweit. Harter Biss…kurzer Drill…Aussteiger L. Es war ein guter fisch von ü80…es hätte nicht sein sollen. Bei mir tat sich den ganzen Abend nichts mehr. Schließlich packten wir die Brocken ein und machten uns Richtung Heimweg.

    Die Bilanz nach vier tagen angeln: Ich 7 Hechte und mein Kollege 3 Hechte und einen Zander. 7 von 11 Fischen auf Jerkbait gefangen.
    Für das von uns befischte Angelgebiet ein durchweg schlechtes Ergebnis was die Stückzahlen betrifft. An vielen stellen wo er sonst immer gefangen hat tat sich nichts. Lag es an den teilweise schlechten Bedingungen (Wetter, Eassertrübung)? Oder wollten die Hechte einfach nicht? Wir werden wohl nie die richtige Erklärung dafür bekommen. Wir mussten feststellen das man auch an den so fischreichen Poldern nichts geschenkt bekommt!!
    Aber es ist zu betonen das es trotzdem Spass gemacht hat und das ist auch des Wichtigste.
    Nebenbei konnte ich auch meinen PB etwas verbessern und unsere Jerk-Combos wurde standesgemäß eingeweiht. Es war der erste aber mit Sicherheit nicht der letzte Trip an die niederländischen Polder!

     

    Lukas Hein

    Kommentare 

     
    0 #1 AlbertvonBieren 2008-12-07 08:48
    moin,
    ja holland ist immer eine reise wert.
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