Ausgabe Mai 2012

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    Biedron Wobbler - Testbericht von FischAndy1980

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    Biedron Wobbler - Testbericht

    ich hatte das Glück und durfte die Biedron Wobbler testen.


    Am 4. November erhielt ich 3 verschiedene Wobblermodelle...



    Der erste Wobbler...


    Dirty Harry: 9cm, 20g

    der Wobbler ist einteilig und hat 3 Einhängeösen, um ihn nach Wunsch in 3 verschiedenen Gewässertiefen anbieten zu können.
    So kann der Dirty Harry von 0,5m bis auf eine Tiefe von 2,40m zum laufen gebracht werden.

    Verarbeitung: ist gut, die Oberfläche schön glatt und die beiden Drillinge sind scharf genug und biegen nicht so leicht auf.

    Wurfeigenschaften: mit diesen Wobbler sind weite und geziehlte Würfe möglich.

    Laufverhalten: an der obersten Öse befestigt, hat dieser Wobbler einen eher geraden und unauffälligen Lauf und man hat das Gefühl, als ob ausschliesslich nur die Drillinge "arbeiten".
    An der mittleren Öse... zeigt der Wobbler einen natürlichen Lauf, der schon besser die Schwimmbewegungen eines Fisches imitiert.
    An der untersten Öse... schlägt er etwas besser zu den Seiten weg und erinnert so an einen kleinen kranken angeschlagenen Fisch und somit ist der Lauf am auffälligsten.


    Belly Dancer: 8cm, 12g

    der Wobbler ist zweiteilig und hat eine oder zwei Geräuschekugeln im Körper integriert.
    Er hat ebenfalls 3 Einhängeösen, um mit ihn geziehlt in 3 unterschiedlichen tiefen zu fischen.
    Der Belly Dancer ist mit seiner geringen Tauchtiefe eher für flachstehende Raubfische gedacht oder für flache Gewässerbereiche... denn er geht im höchstfall nur bis auf 1,20m Tauchtiefe.
    Man kann aber auch ein Vorschaltblei aufs Vorfach fixieren um ihn so auch für tiefere Gewässerbereiche einsetzen zu können.


    Verarbeitung: ist auch gut und die Oberfläche schön glatt. Die beiden Drillinge sind auch schön scharf, nur ist der hintere Drilling meiner meinung nach etwas klein geraten... hab ihn zum testen aber nicht ausgetauscht.

    Wurfverhalten: dieser Wobbler lässt sich weit und gezielt werfen.

    Laufverhalten: an der obersten Öse befestigt, läuft dieser Wobbler am besten und er schlägt schön zu den Seiten aus und erinnert so an ein krankes angeschlagenes Fischchen. An der mittleren Öse... zeigt er ein natürliches Schwimmverhalten und schlägt nicht mehr so extrem zu den Seiten aus. An der unteren Öse läuft er fast gerade und macht nur kleine Schläge und ist so noch unauffälliger im Lauf.



    Original Biedron Wobbler 11cm, Floating

    dieser Wobbler ist wieder 2 teilig und hat im Kopfbereich sitzend eine Geräuschekugel.
    Der Wobbler hat diesmal "nur" 2 Einhängeösen. Mit der untersten Öse, kann dieser Wobbler auf bis zu 1m tiefe und mit der oberen bis auf 2 m tiefe gebracht werden.

    Verarbeitung: ist ganz zufriedenstellend und die beiden Drillinge sind auch wieder scharf genug und biegen nicht so leicht auf.

    Wurfverhalten: auch dieser Wobbler lässt sich schön geziehlt und weit werfen.


    Laufverhalten: an der oberen Öse... zeigt dieser Wobbler bei "normalen" Kurbelumdrehungen einen natürlichen und nicht zu hektisch wirkenden schlängelnden Lauf.
    An der unteren Öse zeigt der Wobbler einen eher geraden Lauf und praktiziert nicht mehr ganz so schöne Schwimmbewegungen.


    Fazit

    Dirty Harry: hatte den Eindruck das dieser Wobbler seine 2,40 tiefe nicht erreicht. Für Hecht ist der Wobbler mir jetzt im Herbst etwas zu klein. Es könnte ein für Rapfen interesssanter Köder für den Sommer sein von der größe und Farbe her.

    Belly Dancer: für flachstehende Räuber geeignet und warscheinlich auch ein guter Rapfenköder im Sommer.

    "The Original": eigentlich ein guter Hechtköder für nicht sehr tiefe Gewässer. Auch die Farbe ist für manche schlauen Hechte nicht so abschreckend und so eher natürlich gehalten.



    Praxistest

    1. Tag
    am selben Tag als ich die Wobbler erhielt, hatte ich am Nachmittag noch gute 2 Stunden Zeit um sie zu testen, bevor es gegen 17 Uhr dunkel wird.
    Ich entschloss mich, um bei den Wobblern erstmal das Laufverhalten zu beobachten, an einen 11 ha See zu fahren, der vom Wasser her kristallklar und weniger hängerträchtig ist... sonst wäre der Verlust beim ersten Test sehr ärgerlich.

    Ich machte als erstes den Dirty Harry ans Stahlvorfach und probierte die 3 Ösen nach der Reihe nach durch und musste feststellen das der Wobbler an den unteren beiden Ösen befestigt, ein besseres Laufverhalten zeigt, als an der obersten...

    ca. 20min. hatte ich den gefischt und kein Biss darauf bekommen... vielleicht war aber auch gerade kein Hecht an der Stelle.


    Danach war der Original Biedron-Wobbler 11cm Floating, dran. Schon nach ca. 5 min. der erste Hechtbiss, der leider gleich wieder auschlitzte weil er den Wobbler warscheinlich nicht richtig genommen hat.
    Ich fischte diesen Wobbler noch ca. 30min. lang und wechselte dann zu den nächsten...

    jetzt war der Belly Dancer an der Reihe und zeigte bei der Befestigung an der obersten Öse ein besseres, aufälligeres und natürlich schlagendes Laufverhalten als wenn er durch die mittlere und untere Öse befestigt wird.
    Ich zog den Wobbler, der durch die obere Öse befestigt war, gleichmäßig an der Krautkante entlang und hatte beim zweiten Wurf bereits einen ca. 50er Hecht dran, der den Wobbler inhaliert hat.



    2. Tag
    am 5.November war ich von 14.30-17.00Uhr angeln und hab 3 flachere Gewässer mit den Biedron Wobblern befischt. 1 Gewässer davon hat Verbindung mit der Havel. Am ersten Gewässer hab ich alle 3 Wobblermodelle für ca.30minuten durchprobiert. Konnte aber in den 30min. keinen Biss verzeichnen. So ging es danach ab zum zweiten Gewässer für wieder 30 min.. diesmal angelte ich hier mit den beiden Modellen die mir vom Lauf her, am besten gefallen. Das waren einmal der 8cm Belly Dancer und zum anderen der 11cm Original Biedron-Wobbler.
    Auf den Belly Dancer gabs keinen Biss, aber als ich den "Original" Biedron-Wobbler ans Stahlvorfach montierte, konnte ich wo auch vorher bereits der Belly Dancer seine Runden zog, den ersten Biss nach wenigen Würfen verzeichnen.
    Der Fisch, der warscheinlich ein mittlerer Hecht war, ist nach ca. 2-3 Sekunden wieder ausgeschlitzt.

    Dann ging es nach ein paar weiteren Würfen mit den Original Biedron-Wobbler, die aber ohne einen weiteren Fischkontakt waren, auf zum nächsten Gewässer.

    An diesem Gewässer hatte ich insgesamt 3 Hechte gehakt und mehrere anstupser von Barschen oder Hechten bekommen. Die 3 gehakten Hechte hatten sich nach 1-2 Sekunden aber schon wieder verabschiedetet, warum auch immer...
    Die Drillinge sind eigentlich ausreichend scharf, aber vielleicht haben die Hechte an den Tag keinen richtigen Hunger gehabt, oder waren einfach zu träge... obwohl ich den Wobbler immer schön gleichmäßig einholte.
    Auf den "Dirty Harry" hatte ich anschliessend nur noch einen kurzen anfasser gehabt.



    3. Tag
    am 7. November war ich zum letzten Wobbler Test für knappe 2 Stunden und war am Nauen-Paretzer Kanal.
    An einer vom 2 Weltkrieg zerstörten Brücke hatte ich auf den roten Belly Dancer einen Hechtnachläufer, der den Köder ohne Kontakt bis zum Ufer folgte und wieder abdrehte. Wiederholte Würfe um den Hecht doch noch zum Anbiss zu bringen, waren mit allen 3 Testwobblern erfolglos, bis auf 2 von aussen gehakten Brassen auf dem Original Biedron-Wobbler.
    So machte ich mich dann wieder auf den Weg zurück zum Auto, um noch ein anderes Gewässer anzusteuern, um wenigstens doch noch einen Hecht mit den Wobblern zu fangen.

    Am letzten Gewässer(Schöpfwerk Zeestow) angekommen, konnte ich auf den Original Biedron-Wobbler nach den ersten 3 minuten bereits wieder einen Hechtausschlitzer verbuchen und etwa 10 minuten später hatte ich dann den nächsten Biss, der diesmal hing. Der Hecht war sehr knapp, aber gut gehakt.


    mit ca. 60cm kein Monster, aber ich konnte doch noch einen darauf fangen.


    Hier noch ein paar Bilder, wie die Wobbler nach ihrer geleisteten Arbeit im moment aussehen...


    Belly Dancer mit 2 Lack Abplatzer


    Dirty Harry



    Original Biedron-Wobbler...

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