Ausgabe Mai 2012

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    Testbericht: Grauvell Fliegenrute (DH-Fly) #9

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    Endlich ist sie da, die Grauvell Duplicate Helical ! Im Meeresangelbereich nicht unbekannt wollen die also nun auch mit Fliegenruten auf den Markt – mal schauen ;-) Erster Eindruck:“steifer Stock, hätt‘ sicher auch ‚ne gute Spinnrute abgegeben.“ Und flugs auf die Wiese, um ein paar Würfe zu machen.
    Somit sind wir auch bei den Schnüren, mit denen ich geworfen habe:

    Basstaper # 8
    Basstaper # 9
    Loop-SK # 9
    Shimano Airflow # 9

    Die 9er Schnüre hatte ich auf eine 8/9 er Rolle von Airflo gezogen.

    Vorweg – die Grauvell mit ner # 8 Schnur zu werfen halte ich für keine gute Empfehlung. Das ist möglich, man muss aber zuviel mit der Schnurhand „unterstützen“ um die Rute richtig in Aktion zu bringen.
    Mit den Schnüren der Klasse 9 sieht das schon ganz anders aus – hier kommt „Bewegung ins Spiel“ und die Spitzenaktion lässt die Schnur schön rausschießen. Allerdings sollte man nicht versuchen, zuviel Schnur in der Luft halten zu wollen – ein paar Leerwürfe/Züge und ab damit ! Also durchaus eine Empfehlung für jemanden, der Spaß an einer 9er Rute für die Küste hat. Sicher entspricht das nicht dem Trend, ich freu mich aber, dass Grauvell auch ein Nischenprodukt für die Wenigen parat hat, die eine Vorliebe für stärkere Ruten haben – sind ja gottlob nicht alle Werfer gleich ;-)) Auch würde ich die Duplicate Helical einem Anfänger nur eingeschränkt ans Herz legen. Zum Einen ist die Klasse eher was für sehr kräftige Werfer zum Anderen „verzeiht“ sie Wurffehler und schlechtes Timing nicht so wie eher „moderate“ Ruten. Dafür lassen sich auch sehr große Fliegen wunderbar „befördern“ und im Drill zeigte sie sich auch nicht zimperlich. Zwei Meerforellen eben unter 50cm und eine Scholle! die mir leider im Drill abhanden gekommen ist, beeindruckten sie nicht sonderlich. Da ich meist alleine unterwegs war, kann ich hierzu keine Fotos beisteuern.

    Nun noch ein paar „technische Daten“. Einige Hersteller sind ja recht „großzügig“ mit den Angaben auf ihren Ruten – nicht nur im Fliegenfischerbereich ;-))
    Also die Ruten gegriffen und geprüft.
    Interessanter Weise stehen abweichende Werte auf der Rute, das sollte im nächsten Gang geändert werden. Angeben ist 2,80 m und 9 Fuß. Die tatsächlich Länge beträgt zusammengesteckt exakt 2,73 m, was eher 9 Fuß (274,32 cm ) entspricht. Beim Gewicht waren die Spanier da schon genauer. Die angegebenen 140 gr. zeigt meine Briefwaage als 141,8 an – das passt schon ! Wo wir beim Gewicht sind, hier liegt die Zweiteilige mit neun Ringen im Vergleich zu einer deutschen und einer dänischen Konkurrentin der gleichen Länge und Klasse nur unwesentlich höher ( 129g und 137g ).

    Zur Verarbeitung ist ja Einiges gesagt worden. Ein paar Schönheitsfehler fielen mir auch auf:
    die Lackierung an den Ringen ist nicht ganz so sauber wie bei anderen Herstellern und der Rollensitz ist etwas lose. Ob das nun daran liegt, dass wir ein Montagsmodell in Händen hielten weiß ich nicht und gebe das hier nur zur Info und ohne Kommentar weiter, da mir Vergleichsmöglichkeiten fehlen.

     

    Georg Siefkes (goeddoek)

    www.angeln-auf-lolland.de 

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