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Ausgabe Januar 2018

Balance von Spinnruten

Balance von Spinnruten

Vielen Spinnanglern ist es sicher schon aufgefallen, dass gekaufte Spinnruten von der Stange, bei gleichem Gewicht, ganz unterschiedlich in der Hand liegen.
Das liegt oft an einer schlechten Rutenbalance. Je nachdem wo man die Rute greift, ob vor, hinter oder direkt am Rollenfuss verändert sich die Balance nämlich. Das Hebelgesetz machst möglich;-)
Um aber nach einem langen Angeltag kein lahmes Handgelenk zu haben ist es ratsam Spinnruten auszubalancieren.
Wer seine Ruten selbst baut wird solche Dinge mit einplanen. Wer keine Erfahrung im Rutenbau hat - macht nichts, so schwierig ist das nicht.
Am Beispiel einer Berkley Skeletor (2,70; -40gr.) demonstriere ich mal wie das funktioniert. Als erstes ermittelt man das nötige Gewicht indem man entweder Bolzen, Bleioliven oder ähnliches am Rutenende fixiert(z.B. mit Malerkrepp oder Gummi) bis die Rutenbalance stimmt, d.h. der Drehpunkt an der Stelle ist, wo man die Rute greift.
Hat man das Gewicht ermittelt geht es an die eigentliche Arbeit:


1. Endkappe punktuell erwärmen, um den Kleber aufzuweichen, ohne den Duplon zu verbrennen(also keinen Fön benutzen).


   


2. Endkappe abziehen. Idealerweise mit einer Zange, deren backen mit Krepp umwickelt sind um die Endkappe nicht zu zerkratzen. (kein Bild weil man dafür zwei Hände braucht . .)

3. Kleberreste im Blank mit einem scharfen Bohrer entfernen. Entweder per Hand, oder wer sich traut mit dem Akkuschrauber.


   



   



   


4. Den Russ mit einem trockenen Lappen von der Endkappe wischen.


   


5. Im Fall dieser Skeletor passt gewichtsmässig ein 10er Bolzen von gut 10 cm Länge.


   


6. Den Bolzen mit einer Lage Malerkrepp umwickeln und einkleben. Die Endkappe wieder festkleben und fertig.


   


Das Ganze ist gar nicht schwer und dauert bloss ein paar Minuten.
Es funktioniert bei allen Ruten nach dem selben Prinzip.


Professor Tinca

Kommentare 

 
0 #1 Jürgen 2010-12-09 11:27
Das hört sich machbar an und schont nebenbei die ohnehin nachlassenden Kräfte! Sehr pfiffig!

Gruß
Jürgen
 
 
0 #2 Peter 2010-12-09 23:36
Bei hochwertigen Ruten besteht oft die Möglichkeit, mit abnehmbaren Gewichten die Balance zu verändern., des weiteren haben gute Ruten einen flexibel einstellbaren Rollenhalter. Ansonsten eine gute Idee, wobei nach einem Rollenwechsel die Balance schon wieder anders ausfällt. Gruß Peter
 
 
0 #3 - 2010-12-10 21:19
Nach einem Rollenwechsel verändert sich die Balance nur wenn man vor oder hinter der Rolle greift(was recht unsinnig ist weil man es sich dann schwerer macht als nötig).
Trotzdem könnte man die Rute auch dafür ausbalancieren( mit viel oder wenig Gewicht, je nach Griffstelle.
Die meisten Angler packen die Spinnrute direkt am Rollenfuss (und immer gleich), so dass das Gewicht der Rolle für die Balance überhaupt keine Rolle spielt.
Sie ist ja immer im Drehpunkt . . .
 
 
0 #4 canislupo 2010-12-23 11:37
auf die Idee mit den Ausgleichsgewic hte bin ich schon vor 35 Jahren gekommen, damals waren Glasruten noch aktuell. Habe aber meine Testrute schnell wieder auf den alten Stand ohne Gewicht zurückgebaut, weil das ganze nicht so funktioniert wie man sich das vorstellt. Je länger man mit dem Gewicht fischt (1-3 Std) um so schlechter wird das Feeling beim Fischen.
Ich rate davon ab, wenn man es versuchen will, so sollte man das Gewicht mit einem Tropfen Heisskleber fixieren, den man wenn man rückbaut mit einem normalen Fön wieder lösen kann.
 
 
-1 #5 485226 2010-12-24 14:35
1. Dann hättste damals Bilder machen sollen.

2. Wieso sollte das Feeling nach einiger Zeit schlechter sein als am Anfang?

3. Fön geht bei Duplongriffen nicht weil es verschmort.

4. Vor 35 Jahren war alle besser, sogar der Heisskleber . . .;-)
Vor 35 Jahren
 
 
0 #6 tremblox 2016-03-10 10:48
Beim Fischen habe ich immer den Köderzug oder Ziehast auf der Rute. Dies wirkt wie eine Kopflastigkeit - auch wenn sie es wirklich nicht so ist und wird mittels Handgelenk gegen gelenkt. Es macht auch das Handgelenk müde In wiefern tariert ihr dies mit einer Fusslastigkeit aus?
 


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