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Ausgabe Januar 2018

Der erste Fisch

Der erste Fisch

Heute habe ich mir vorgenommen mit Papa nach Düsseldorf zu fahren, wo er sein Büro hat. Er brachte mich zum Rhein, dass ich dort angeln konnte.

Ich hatte mein Gerät für Barsch, eine Spro Passion Light Spin 10-28g und die Ryobi Ecusima, eingepackt, dazu als Köder Wobbler und Spinner. Die Ruten und Rollen Combo fischte ich heute zum ersten Mal.

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Leider konnte Papa mich erst gegen 8:00 Uhr zum Rhein fahren, sodass ich die Dämmerungsphase verpasst hatte, die Sonne war bereits aufgegangen.
Naja, was soll’s, auch am Tag kann man Fische fangen…
Also bei einer Ar***kälte die Rute zusammengesteckt und den ersten Köder montiert. Die Wahl fiel zunächst auf einen Spro ASP, womit ich die erste Buhne absuchte. Nichts, schade.

Mittlerweile froren bereits die Finger, aber ich bin ja kein Waschweib, also weiter gefischt. Nach weiteren 10 erfolglosen Würfen an dieser Buhne wechselte ich die Stelle, zog ein Buhnenfeld weiter. Der Köder blieb dran, ich sah ihn als fängig an.

So ging es weiter, die Hände froren immer weiter, kein Wunder bei kaum 5°C, zum Glück stieg die Sonne weiter auf und ihre Strahlen wärmten schon bald die kalten Körperteile.

Ich führte den ASP dabei immer schön durch die Buhne, an der Strömungskante entlang oder auch in der Hauptströmung. Erfolglos
Also folgte ein weiterer Buhnenwechsel. Ich probierte immer neue Führungstechniken, mal jiggen, mal einleiern, mal mit Gezuppel zwischendrin.

Plötzlich, als ich den ASP jiggte, spürte ich Widerstand in der Angel. Ich schlug an und sofort war die Rute gebogen – nicht stark, aber da war was am Ende der Leine. Mein erster Biss - Ich zitterte am ganzen Körper, Adrenalin schoss bis in die Haarspitzen. Wo ist der Kescher? Ah da! Zum Glück hatte ich ihn schon aufgebaut und konnte ihn also nun verwenden.
Nach wenigen Sekunden näherte sich die Beute dem Ufer, ich löste die Bremse, so wie ich es immer im TV gesehen habe. Da war er nun, der erste erangelte ……


….. Stein



Der Haken hing in einer kleinen Kuhle, die im Stein war. MIST! So ein Pech. Aber jetzt habe ich den Ablauf für den „Ernstfall“ ja schon mal geübt. Schnell ein Fangfoto machen, dann geht es weiter.

Da ich aber keinen weiteren“Erfolg“ hatte, wechselte ich erneut die Buhne. So ging das weiter, bis ich auch keinen Bock mehr auf de Köder hatte. Also band ich einen Wobbler an, den ich erst letztes Wochenende selber gebaut hatte. Schnell im Flachen den Lauf prüfen, ah, lässt sich gut twitchen (empfand ich so, ich twitchte zum ertsen Mal…), kann dran bleiben!

So fischte ich, twitchte munter… Die Führung verbesserte sich zusehends. Nicht nur ich sah dies so, auch eine Möwe hatte Interesse an meinem Köder. Sie flog mit Blick auf den Wobbler über der Buhne, als ich den Köder aus dem Wasser hob, flog sie weg.
Klasse, da muss doch was gehen, wenn selbst die Möwe den Köder zu mögen scheint. Voll motiviert ging es somit weiter.

Und dann gab es einen Biss! Kurz vor der Buhne gab es einen leichten Ruck in der Rute, wie eben bereits geübt schlug ich an, sitzt! Kescher lag bereit, rankurbeln, bremse lösen, da ist er! Ein Barsch! „Bitte, bitte geh nicht verloren“ dachte ich mir. Kescher nehmen, Barsch über das Netz führen – JAWOHL! Hammer!



Erneut zitterte ich am ganzen Körper, die Kälte war
vergessen. Schnell den Fisch versorgen, messen, Haken lösen. Dann erstmalbei Papa anrufen, ich war schließlich schon oft mit meinen Eltern am Rhein, gefangen habe ich noch nie etwas. Stolz erzählte ich ihm von dem Barsch, immerhin 25cm lang. Abgesehen davon, dass es mein erster Fisch ist, wurde er auch noch auf einen Wobbler gefangen, den ich SELBST gebaut habe! PERFEKT, HAMMER!!!




Ich musste mich anschließend erstmal setzten und tief durchatmen.

Ok, weiter geht’s, wo einer ist, müssen auch noch mehr sein. Leider war dem aber nicht so, bzw es wollte sich keiner mehr überreden lassen, also Stellenwechsel. Trotz vieler Bemühungen blieb es aber dabei, der Barsch sollte mein einziger Fisch heute sein. Um 13 Uhr kam wie verabredet Papa vorbei und holte mich ab…

Somit ergibt sich folgendes Fazit:

Erster Fisch an neuer Combo, der erste Fang auf selbstgebautem Köder, drei Premieren auf einmal
Das super schöne Wetter, die tolle Morgenstimmung setzten dem perfekten Tag noch das Sahnehäubchen auf.


PS: den Barsch gab es gerade als Beilage zum Abendbrot (viel dran ist da ja nicht). Ganz einfach zubereitet: filetiert (auch Haut abgezogen, man das beides muss ich noch lernen, sah nicht gut aus ), dann gebraten und kurz vor Schluss mit Salz und Pfeffer würzen. Die gewürzten Seiten nochmal etwa 10 sekunden braten - fertig.

Nach der VErkostung muss ich sagen: der Barsch ist der beste Fisch, den ich je gegessen habe. Wow, war der lecker

 
Patrick Weber

Kommentare 

 
0 #1 Ossipeter 2010-12-09 09:30
Danke Patrick für diesen schönen Bericht. Diese Fang- und Geschmackserleb nis kann dir keiner mehr nehmen.
 


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