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Ausgabe Januar 2018

Pressemeldung: Seenotretter jetzt mit eigenem Stationsgebäude im Hafen von Sassnitz

Pressemeldung

Seenotretter jetzt mit eigenem Stationsgebäude im Hafen von Sassnitz

Neue Räume für Werkstatt, Lager, Weiterbildung und Unterkunft
Spenden ermöglichten den Neubau direkt am Liegeplatz Westmole

Im Hafen von Sassnitz auf Rügen hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiff*brüchiger (DGzRS) am 19.November 2010 ein Stationsgebäude für die Besatzung des Seenot*kreuzers WILHELM KAISEN eingeweiht.

Gerhard Harder, Vorsitzer des Rettungswerks, begrüßte die Gäste mit den Worten: „Seenotretter fühlen sich nun mal auf dem Wasser am wohlsten. Dennoch brauchen auch sie gelegentlich festen Boden unter den Füßen und ein schützendes Dach über dem Kopf. Dies ist hier mit unserem neuen Gebäude nunmehr gewährleistet. Zugleich können wir mit der Baumaßnahme eine Lücke im dichten Netz unserer Stationsgebäude an Nord- und Ostseeküste schließen.“ Der Dank Harders galt auch allen Verhandlungspartnern, insbesondere dem Architektur*büro Pieper aus Binz und der Rast Bau GmbH mit Sitz in Sellin.

Mit dem neuen Gebäude sind in Sassnitz auf 130 m² Grundfläche angemessene Räum*lichkeiten an Land geschaffen worden, z.B. für Besprechungen, Aus- und Weiterbil*dungsmaßnahmen und Zusammenkünfte der Seenotretter sowie für kleinere Wartungs- und Reparatur*arbeiten.

Außerdem finden die Lagerräume für die technische Ausrüstung der Station, eine Küche, Duschen sowie Sanitär- und Schlaf*räume genügend Platz. Darüber hinaus dient es der Besatzung der Nachbarstation Greifswalder Oie als Unterkunft, wenn aus betriebs- oder wetterbedingten Gründen der Seenotkreuzer EUGEN die Station verlassen muss und der angestammte Liegeplatz nicht zur Verfügung steht.

Im Verlauf seiner Rede verwies Gerhard Harder darauf, dass der Bau ausschließ*lich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen finanziert worden sei - wie die gesamte Arbeit der DGzRS. Harder dankte insbesondere der Erna-Geffe-Stiftung, die dank großzügiger Zuwendung maßgeblich zur Finanzierung des Stationsgebäudes beige*tragen hat.

Sassnitz zählt zu den ältesten Stationen der DGzRS. Bereits 1866 - zunächst in NeuMukran, ab 1873 dann in Sassnitz - wurden hier Raketenapparate zur Herstellung von Leinenverbindungen zu havarierten Schiffen eingesetzt. 1912 kam das Motorret*tungsboot „Dr. Alfred von der Leyen“ zum Einsatz. Im 2. Weltkrieg ging die Station zunächst verloren. Ab 1953 wurden vom Seenotrettungsdienst der DDR die Seenot*kreuzer „Arkona I“ und später „Arkona II“ stationiert. 1990 wurde in Sassnitz im Zuge der Wende zunächst der 19-m- Seenotkreuzer G.KUCHENBECKER der DGzRS stationiert. 1992 wurde der 27-m-Neubau ARKONA getauft und in Dienst gestellt und 2003 von der 44 Meter langen WILHELM KAISEN abgelöst.

Derzeit entsteht der Nachfolger: ein 36 Meter langer Seenotkreuzer, der 2012 getauft und in Sassnitz in Dienst gestellt werden soll.

Zur Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben verfügt die Gesellschaft heute über eine Rettungsflotte von 61 modernen, leistungsstarken Seenotkreuzern und Seenotrettungs*booten auf 54 Stationen zwischen der Emsmündung im Westen und der Pommerschen Bucht im Osten. Die 186 fest angestellten und rund 800 freiwilligen Rettungsmänner und -frauen sind bei jedem Wetter, an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr zum Einsatz bereit. Alle SAR-Maßnahmen werden von der SEENOT*LEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC BREMEN = Maritime Rescue Co-Ordination Centre) zentral koordiniert und überwacht.

Allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2010 haben die Seenotretter in Nord – und Ostsee 1891Einsatzfahrten durchgeführt und dabei 104 Menschen aus Seenot sowie weitere 954 Personen aus kritischer Gefahr befreit.

Die Arbeit des deutschen Seenotrettungsdienstes wird nur durch freiwillige Mitgliedsbei*träge und Spenden aus allen Teilen des Landes finanziert. Die DGzRS, deren Schirm*herr der Bundespräsident ist, beansprucht zur Erfüllung ihrer Auf*gaben keine Steuer*gelder. Als „Zeichen für Vertrauen“ wurde ihr vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin das Spenden-Siegel verliehen


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