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Ausgabe Dezember 2017

DAS wäre einem Angler nicht passiert: Flusskrebs mit Vogelspinne verwechselt

Redaktionell

alt

DAS wäre einem Angler nicht passiert: Flusskrebs mit Vogelspinne verwechselt


Kommentar

Es ist schon interessant zu sehen, wie weit Naturentfremdung und Panik(mache) heute schon fortgeschritten ist. Weil eine Frau aus Regensburg einen Flusskrebs in ihrem Garten mit einer Vogelspinne verwechselte, wurde ein Polizeieinsatz notwendig.

Quelle:
https://www.tz.de/bayern/regensburg-...s-8848146.html

Kommentar

Es ist schon bezeichnend, für was heute Polizei alles ausrücken muss.

Eine Regensburgerin vermutete auf ihrem Grundstück eine giftige Vogelspinne und alarmierte die Polizei - und dann fing sie das Tier aber anscheinend ein, um es in einer "Plastikschüssel" unterzubringen.

Dies nahm dann die Polizei mit, um auf der Wache festzustellen - keine Vogelspinne, Flusskrebs...

Den die Beamten dann in einem "fließenden Gewässer" wieder freigelassen hätten...

 

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Aus der kleinen Geschichte ergibt sich einiges, was man nachfragen oder kommentieren kann.

Zum Beispiel wegen einer Spinne die Polizei zu rufen (um die vermeintliche Spinne dann selber zu fangen ein einzusperren)..

Wenn ich an meine verstorbene Mutter denke, egal ob in ihrem Haus oder auf ihrem Grundstück irgendwelches Viehzeug wie Insekten, Spinnen, Krebse etc. eingedrungen wären:
Chancenlos, die Viecher!

Polizei rufen?

Kleinere mit der Hand zerquetschen, für größeres Viehzeug das näxte passende Werkzeug, das sich eignet - und dann ab damit auf den Kompost.-.

Polizei rufen?
Einfangen und leben lassen?

Das war eine andere Einstellung.....

Und dann, dass man einen Krebs mit einer Vogelspinne verwechseln kann - überhaupt einen Krebs mit einer Spinne...

Gut, Skorpion und Krebs - DAS hätt ich mir noch eingehen lasen!

Aber Spinne????

Und muss man wirklich Angler sein, eine Prüfung machen, um einen Krebs zu kennen heutzutage?

Was ist mit dem Biounterricht?

Was wird da gelehrt (und gelernt??)??

Nur noch Nachhaltigkeit, Schutz und "Bio" oder auch Handfestes:
Wie sieht welches Tier aus in UNSERER direkten Umwelt?

Und, bei den vielen Krebsarten, die es gibt - mit vielen invasiven und unerwünschten dabei - wird wohl ein Angler bei den Polizeibeamten gewesen sein.

Der dann den heimischen Edelkrebs von den amerikanischen unterscheiden konnte, bevor er ihn in irgendeinem "fließenden Gewässer" wieder freigelassen hat.

Zudem ist es grundsätzlich ja mal zweifelhaft, irgendwelche Tiere einfach in irgendwelche Gewässer "freizulassen".

Und wir sprechen da ja nicht nur von Krebsen - was alles aus Aquarien rausgewachsen ist und in freien Gewässern landet, kriegt man ja oft genug mit.

Und jeder Gewässerwart weiss, was er alles beachten und wissen muss (sollte) beim Besatz und welche biologischen wie rechtlichen Fallstricke da drohen können.

Da dann so harmlos einfach vom "freilassen in fließende Gewässer" zu schreiben, weils die Polizei machte, ist in meinen Augen schon fast fahrlässig.

Auf jeden Fall aber zweierlei Maß - man stelle sich vor, da stünde der Gewässerwart hat einfach in irgendwelche Gewässer irgendwelche Krebse "freigelassen" - in dessen Haut wollte ich nicht stecken.

Zum drüber nachdenken.

Thomas Finkbeiner  



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