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Ausgabe Dezember 2017

Erster Norwegentrip Strandebarm/ Hardangerfjord - zweiter Teil

 

zum ersten Teil:
http://www.anglerpraxis.de/ausgaben-archiv/september-2017/erster-norwegentrip-strandebarm/-hardangerfjord-erster-teil.html

 

Erster Norwegentrip Strandebarm/ Hardangerfjord - zweiter Teil

Es freut mich sehr, dass euch mein bericht gefällt.
Hätte nie gedacht, dass ich mal auf der Titelseite des Anglerboards lande.alt
Ich versuche jetzt immer in der Mittagspause 2 bis 3 Tage zusammenzufassen.
Heute gibt es noch keine Bilder. Ich reiche morgen aber welche nach.

Tag 4:

Heute stand wandern auf dem Programm. Ziel war der? die? das? Klepp in Strandebarm.
Der Wanderweg mit dem Schwierigkeitsgrad Grün ging ca. 200 höhenmeter aufwärts und von
dort bot sich ein fantastischer Blick über den Hardangerfjord.
Man konnte den Weg dann auf einer blauen Strecke fortsetzen, was mir natürlich taten.
Dort ging es nochmal ca. 250 hm recht steil hoch.
Wunderschöne Wanderung durch unberührte Natur mit gigantischem Ausblick am Ende.
Absolut empfehlenswert aber auch sehr anstrengend.
Wandern in Norwegen ist eben doch was anderes als Wandern im Vogelsberg.alt

alt

Beim Abstieg war schnell der Entschluß gefasst:
Gewinnen wir in den nächsten 2 Wochen den Eurojackpot bleiben wir hier!!!
Nachmittags total fertig wieder am Haus angekommen.
Jetzt erst mal auf die Terasse. Was hängt den da für ein Zettel an der Tür?
"The boat is now ok.
Das Boot ist nun ok"
Stand darauf geschrieben. Was das bedeutet dürfte jedem klar sein.anzeige geoff-anderson 50x5
Innerhalb von Sekunden hatte ich die Wanderklamotten mit den Angelklamotten
getauscht und saß in meinem Boot.
Die erste Tour auf dem Hardanger auf eigene Faust.
Schnell die Navionics app gestartet und Zielsicher zu der kleinen Insel gefahren.
2 Stunden den Unterwasserberg vor der Insel und die Rinne zwischen Unterwasserberg und Insel abgeangelt mit Pilker und Gummifisch.
Nicht einen Biss. Die einzigen Fische, die man überall gesehen hat waren Makrelen.
Plötzlich ein lautes Geräusch hinter dem Boot. Was war das?
Ein Schweinswal ca. 50 m hinter meinem Boot. Wahnsinn.
Ich liebe Norwegen.alt
Platzwechsel.
Nächster Angelpunkt war nun der Unterwasserberg nahe der Lachsfarm.
Ich konnte einen Fisch fangen. Kein Riese, aber er war sehr schön. Ich kannte den Fisch aber nicht.
Es war ein Knurrhahn. Ich hatte ihn natürlich zurückgesetzt.
Nach ca. 4 Std. Angeln war der Handyakku leer und mein
Boot dümpelte irgendwo bei 60m am Rande des Unterwasserberges als ich entschloss den Angeltrip zu beenden.
Beim einholen meines Pilkers aus 60 m Tiefe ging mir einiges durch den Kopf:
Es war genau so wie ich es befürchtet habe.
Ich finde die Fische nicht.
Hab einfach zu wenig Erfahrung.
Werde ich überhaupt etwas fangen?
Soll ich vlt. eher auf Makrelen Angeln um meine Kiste voll zu bekommen?
Oder soll ich doch mal den Platz in Oma ansteuern?
Diese gedanken wurden unterbrochen von einem heftigen Einschlag (bei ca. 30m ) in meiner Rute gefolgt von einer rasanten Flucht.
Ich weiß genau welcher Fisch da am Ende der Leine hängt.
Und diesmal gewinne ich den Kampf.
So sollte es auch sein und der erste Pollack von ca. 2,5 Kg ging an Board.
Das ist also dieses Speedpilken von dem ich gelesen habe.
Das macht echt süchtig. Ich kann nun all diese Artikel aus den Angelzeitungen verstehen.
Glücklich über diesen Fang ging es zurück zum Ferienhaus.
Fisch filetiert und den abend bei gutem Essen und Tuborg auf der Couch ausklingen lassen.

Tag 5:

Der Dienstag begrüßte uns mit Regenwetter.
Beim Frühstück beschlossen wir, dass wir diesen Tag zum Ausruhen nutzen. Die Knochen schmerzten doch noch ganz schön.
Am Mittwoch wollten wir dan die Wanderung zum Rande des Folgefonna Gletschers durch das Bruetal angehen.
Also Heute Angeltag!
"Ich will heute abend Fisch mit Bratkartoffeln essen". Mit diesen Worten wurde ich verabschiedet.
Ich steuerte als erstes die ecke, in der ich gestern den Pollack fing, an.
Mein Boot stand über 60m tiefen Wasser am Rande des Unterwasserberges.
ich wollte jetzt mal gezielt Speedpilken auf Pollack ( ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht wie man gezielt auf Pollack angelt)
Ich bin zwar der Meinung, dass der Pollack gestern ein Zufallsfang war, aber man weiß ja nie.
Also Pilker runter und schnell eingeholt. Bei 30m ein Biss.
Diesmal aber kein Pollack. 2 Makrelen hingen an Pilker und Beifänger.
Mein erster Gedanke: "Da müssen doch die großen sein unter dem Makrelenschwarm"
Also Pilker wieder runter bis zum Grund. schnell einkurbeln. Nach drei Umdrehungen ein heftiger Einschlag.
Die Schnur lief nur so von der Rolle. Was ist das?
Ein Pollack nicht. Und es ist definitiv groß.
Nach einem hartem Kampf kam ein Leng an die Oberfläche. Deutlich über einen Meter lang.
Und das in nur 60m Tiefe und auf einen Pilker. Das wiederspricht allem was ich in dem letztem Jahr gelesen habe.
Ich schätze er war so 7-8 Kilo schwer ( hatte keine Waage dabei). Von so einem Fisch hatte ich jetzt ein Jahr lang geträumt.

alt

All meine Zweifel fielen von mir ab. Selbst wenn ich jetzt gar nix mehr fang wäre ich zufrieden mit diesem Urlaub.
Was ein Fisch.Es sollte der größte Fisch des Urlaubes bleiben.
Das Abendessen war gesichert und ich konnte entspannt weiter angeln.
Nach mehreren driften über den Platz ohne Ergebnis wechsel der Technik.
Naturköderangeln mit Makrelenfilet.
Ich habe das komplette Gebiet von 100m bis 50m abgeangelt.
Nicht einen Zupfer. War der Leng nur ein Zufallsfang, der den Makrelen gefolgt ist?
Dazu in den nächsten Tagen mehr. Nach 5 Stunden ging es zurück.
Abends gab es frisches Lengfilet mit Bratkartoffeln.
Und ich bekam die Aufgabe so viel von diesem Fisch zu fangen wie möglich.
Abends dann mit einem Tuborg auf der Terasse träumte ich von den Riesen, die in den nächsten Tagen folgen sollten.
Ich ahnte nicht wie schwierig das Angeln in den nächsten Tagen werden sollte

 

Schnix89

 



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