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Ausgabe Dezember 2017

Räuberschutz vs Menschenschutz: Erste Regionalproduzenten geben auf

Redaktionell

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Räuberschutz vs Menschenschutz
Erste Regionalproduzenten geben auf



Ein differenzierter Bericht über das Kormoranproblem aus der Oberpfalz. Durch den einseitig-extremistischen Schutz des Kormoranes geben erste Teichwirte auf. Und das in einer jahrhundertealten Kulturlandschaft mit Teichwirtschaft, um deren Schutz oder den Schutz der da arbeitenden Menschen sich scheinbar niemand kümmert.


Quelle:
https://www.onetz.de/sulzbach-rosenb...p=Kurationsbox

Eindrücklich wird da geschildert, mit welchen Problemen inzwischen die Teichwirtschaft da zu kämpfen hat. Gerade die kleineren und Nebenerwerbsteichwirte, die zwar mit das Bild der Kulturlandschaft prägen, denen aber oft der finanzielle Background für notwendige und legale Abwehrmaßnahmen fehlt, leiden unter dem einseitigen Extremschutz der Prädatoren.

Zudem nicht mehr nur Kormorane das Problem sind, sondern sich andere Prädatoren, wie unter anderem auch Otter und Reiher, genauso geschützt vermehren.

Kein Wunder, wenn dann Konsequenzen gezogen werden (müssen):

 

Zitat:
Auf Gut Heringnohe bei Vilseck stehen Joachim und Julian Götz vor ihrer Forellenzuchtanlage. Vater und Sohn sind leidenschaftliche Naturfreunde, Jäger, Fischer, Land- und eben auch Teichwirte. Doch Letzteres wird ihnen immer schwerer gemacht. Jetzt ziehen sie die Konsequenzen.
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Aber weit über die Hälfte der Fische im Hammerweiher und den beiden benachbarten Teichen fehlen inzwischen im Herbst bei der Ernte - herber Rückschlag für die Selbstvermarkter des biologisch und ökologisch hochwertigen Lebensmittels.

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Vom Draufzahlen kann aber keiner leben. Jetzt ziehen die beiden Teichwirte einen Strich: Der Hammerweiher bekommt ein staatlich gefördertes Extensivierungsprogramm verpasst. Also keine richtige Teichwirtschaft mehr, nur ein kleiner Besatz, ansonsten Natur pur. Fische wachsen lediglich noch in den kleineren Teichanlage südlich des Schlosses heran. Wenn die hungrigen Gäste nicht auch hier zuschlagen.
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Kommentar

Politik und NABU hat hier mit einseitig extremem Schutz von Kormoran und Co wohl geschafft, wovon sie am Ende anscheinend zu träumen scheinen:
Menschen raus aus der Kulturlandschaft, alles sich selber überlassen statt bewirtschaften, zurückführen in eine "Natur", die es da schon Jahrhunderte nicht mehr gibt.

Statt fördern der Kulturlandschaft und der da verübten, kulturell-traditionellen Tätigkeiten mit vernünftiger Bewirtschaftung.

Wenn solche Selbstvermarkter aufgeben müssen, wie hier geschildert, sollten auch Alarmglocken der grünen Biokäufer aus den Vorstädten anfangen zu klingeln.

Denn auch der NABU jammert ja neben anderen Schützern immer rum mit "regional kaufen statt alles einfliegen lassen"..

Wenn man aber regionale Produzenten ausrottet durch einseitig-extremistischen Schutz, und dann seine "grüne" Energie fördert wie Biogas in der gleichen "Natur", dann denkt mal dran, liebe "Schützer":
In Kulturlandschaften regional erzeugter und vertriebener Fisch schmeckt besser als der Monokulturenmais für eure subventionierte "Bioenergie"!

Thomas Finkbeiner  



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