Von Norge - Koys und roten Teufeln, Teil 2
Von Norge-Koys und Roten Teufeln
Teil 2
Was danach folgte, kann man nur als das große Fressen bezeichnen, es sollte das letzte Mal gewesen sein, das für die nächsten 10 Tage etwas anderes als Fisch auf den Tisch kommen sollte.
Nachdem wir die Putenkeule auf ihre 12 Meter lange Reise geschickt hatten, war nur noch ins Bett fallen angesagt - schienen ja recht enthaltsame Tage zu werden....
Tags drauf begrüßte uns Norge von seiner norwegischen Seite: Regen - Sonne - Regen. Anyway, ich war gegen 05.30 Uhr wach (Urlaub in Norge und ausschlafen können scheint ein Widerspruch in sich zu sein), stand gegen 05.36 Uhr in voller Montur am Boot und schickte gegen 05.39 Uhr einen kräftigen Fluch zum Hammergott. Das Echolot wollte nämlich nicht so, wie ich gerne wollte, frei nach dem Motto: „Wie sie sehen, sehen sie nichts!"
Da habe ich Oberdepp wohl drei Wochen zuvor nach erfolgreichem Batteriescheck vergessen, das Gerät in Gänze auszuschalten, was es dann schließlich und in absoluter Vollkommenheit selbst übernahm. Na ja, dachte ich mir, Uromis Urenkel verkauft in seiner Firma über Motorsägen bis zum Trecker so ziemlich alles was Krach macht und kräftig Kronen bringt, da wird er ja wohl noch ein Paar Blockakkus in seinem Repertoire führen. Ich wollte so früh am Morgen sowieso nur ein wenig mein Angelfieber abangeln, das Ganze sollte der Einfachheit halber auf dem See stattfinden - so richtig traute ich mich noch nicht an den Fjord ran, besser gesagt an die Rafting-Tour - da wird es wohl auch mal ohne Kino funktionieren. Also, rauf aufs Wasser, Nessie wartet. Ich war mir gar nicht so im Klaren darüber, was genau ich eigentlich erwartet habe. Mir war schon bewusst, dass ich mich „nur" auf einem See befand, wenngleich dieser vor zig tausend Jahren sicher auch noch Teil des Fjordes war. Und dass er wirklich Dorsche beherbergt, wurde mir ja schon ein paar Stunden zuvor bewiesen. Trotzdem, oder gerade deswegen, war es einfach schön, zum ersten Mal seit 12 Monaten wieder einen Pilker auf die Reise zu schicken. Der Schnur-Counter ratterte auch fröhlich vor sich hin, sollte doch glatt erst bei 60 Meter stehen bleiben, das nenne ich einen „See". Was soll ich sagen, es dauerte nicht lange, und der Pilker durfte die entgegengesetzte Reise antreten. Nur mit einem kleinen Unterschied. Und dieser Unterschied brachte immerhin 64 cm feistes Süßwasser-Dorschfleisch zu Tage. Na, bitte, da klappt´s auch mit dem Nachbarn. Pilker wieder runter, das auf und ab des Bleifischchens als das beste Schultertraining, das seit Gevatter Jahn zelebriert werden kann und wupp! Der nächste dran. Wieder Dorsch, wieder aus dem See, dem süßen. Aller guten Fische waren schließlich drei, als mich a) die Erkenntnis, aus dem Gewässer ist wirklich was zu holen, b) der Hunger und c) die Gewissheit, dass mittlerweile auch der Rest der Bande das Licht des Tages erblickt haben dürfte zum Haus trieb.
Die bisherige Ausbeute von insgesamt vier Dorschen und einer Trutta nach ca. 2,5 h Angelei ließ den Urlaub doch schon mal gut angehen, auch wenn das stumm vor sich hin stummende Echolot ein wenig an meiner Verfassung nagte. Ute, Dorit und tito nahmen die bisherigen Ereignisse mehr als wohlwollend zur Kenntnis, so dass es nur noch darum ging, ein gepflegtes Bier, äh, quatsch, Frühstück zu sich zu nehmen und den weiteren Verlauf der Fischbestandsdezimierung örtlicher Gewässer in sorgfältig geplanten Angriff zu nehmen.
Zwei Stunden und drei Spiegeleier später saßen tito und meiner einer auf dem Boot. Nix See, nein, wir haben uns die Wild-Wild-Nord-Passage vorgenommen und sind zwei Novizen auf dem Kremserwagen gleich über den Kanal geritten. Dieser zeigte sich allerdings vergleichsweise harmlos, handelte es sich wohl gerade um die tote Phase zwischen Ebbe und Flut. Na ja, mal so ein wenig unfachmännisch ausgedrückt.
Zurück zum Fjord. Dem Sognefjord in seiner ganzen Pracht haben wir wenig Beachtung geschenkt, während der gesamten Reise konzentrierten wir uns im wesentlichen auf die Sorreidebucht oder peilten die Gefilde Richtung Bjordal an, halt den gesamten Fugglessetfjord entlang. Jedenfalls überall dort, wo das fischen möglich war, verstellten doch an die 5 Lachsfarmen in nicht unwesentlichen Maße die ein oder andere mögliche Driftstrecke.
Nun stummte das Echolot ja immer noch vor sich hin, aber, wie schon geschrieben, wir hatten ja tolle Infos aus dem Board mitgebracht und wussten daher in etwa, wie der Fjord aufgebaut ist. Wie vor 1989 in Berlin hieß die Devise „Immer anner Wand lang", so hatten wir Tiefen um die 40 bis 80 Meter, die zu beangeln ja geradezu als relaxed beschrieben werden kann. Also drückten wir uns meistens in Ufernähe rum und ließen die Pilker tanzen. Köderfilets hatten wir noch keine, mussten also aufs Erste auf Metall zurückgreifen. Es dauerte dann auch nicht lange und wir stellten fest, dass wir irgendwie....nichts fingen! Äh, Moment mal, halloooo, wir waren doch in Norge, Mekka der Angler, des Petrus Paradies, das gelobte Land, das Land mit den Fotos dicker Fische in den Armen dicker Männer, also wo waren sie denn?! Uns ist ja auch bewusst, dass die meisten „Dickfischdickmann-Fotos" mittlerweile nur noch nördlich von Trømsö geknipst werden, aber musste dass den heißen, dass wenn man sich erlaubte, nicht etwa kurz vor Grönland Urlaub machen zu wollen, außer domestizierter Süßwassertorske nüscht mehr zu holen ist!? Natürlich nicht!! Fakt war, dass wir - trotz der ersten Fangerfolge am See- Fischmäßig total ausgehungert waren, schließlich kommen wir aus Berlin, der Stadt, in der sie wohl bald wieder Lebensmittelmarken austeilen, glaubt man zumindest den Sehern dieses Landes. Wir aber hatten in den letzten 12 Monaten Unmengen von „Dickfischdickmann-Fotos" verschlungen, DVD´s verschlungen, auf denen alle drei Minuten große, „boah-ey-richtig große Fische", so welche mit dicken, glotzenden Augen und turnbeutelgleich aus dem Maul hängenden Mägen, gefangen werden - sprich, diesen ganzen Dickfischfahrnachnordnordnordnorwegen-Quatsch, der uns jetzt richtig zu schaffen machte, weil, weil wir noch nicht mal ‚n kleinen Lippfisch überlisten konnten.
Gemach, gemach, alles zurück auf Start, wir waren einfach nur f-----g, wir wollten fangen, wir wollten schlachten, wir wollten, dass das Meer kocht, dass die See blutet, wollten den Hammer krachen lassen, aber es gab nichts zu krachen und zu kochen, das einzige, was vor sich hinblubberte waren unsere verdauungsbedingten Flatulenzen. Die Ungeduld der frischen Norgeurlauber, ein Virus ganz eigener Kajüte!
Irgendwann haben wir dann doch mal den Ausbruch gewagt, und sind Richtung Sognefjord gefahren, haben uns ein wenig an den Felsen langgedrückt (Wand lang!!!) als es...ja, bitte, es geht doch!!...ruckelte und zuckelte! Yippieh, Köhler, noch dazu im Pfannenformat! O. k., es gibt ja diese kleinen Pfannen, in denen nur irgendwelche Soßen kreiert werden, aber immerhin, wir hatten Filetlieferer. Also hieß es runter und hoch, alles, was irgendwie blitzte und ‚n Haken hatte.
Nachdem wir entschieden hatten, den Kindergarten zu Genüge dezimiert zu haben wurde ein bis dato unbeachteter Küstenstreifen des Fugglesusw. angesteuert. Jetzt wurde das Fleischsystem ausgepackt, Trollingrute, Multi und selbstgebastelter Heilbuttjigger, Stückpreis Einsfuffzich, Demokratie ist schon was Feines. Dauerte keine fünf Minuten, und das bekannte Nicken begann. Nicht das Einnicken von Freund tito, nein, das Nicken der Rutenspitze. Nick, nick und biiiiieg, jetzt alle Synapsen beieinander, schließlich wurde das Bastel-Ei mit Cirkel-Hook verschnörkelt, soll heißen, jetzt bloß nicht dem Trieb des Anschlagens nachgeben, aber, dass wisst ihr ja eh alles. Also, Nicken und biegen waren erfolgreich, sacht und mit schweißnassen Händen fing ich mit dem Pumpen an, hieß es doch, ca. 80 Meter zwischen „dem da unten" und mir zu verkürzen. Lange Schreibe, kurzer Sinn, nach knapp fünf Minuten kam ein schöner Leng aus dem sehr dunklen Blau hervor, jawoll, kein „Dickarm-Fisch", aber er sollte uns alle satt machen, und dafür gilt ihm unser aller Dank! Einen kurze Zeit später erfolgten Beihnahe-Biss konnte ich leider nicht verwerten, schade, sonst hätten wir noch Uromis Enkelschar zum Essen einladen können. Zurück auf dem See ließ sich tito nicht lumpen und fing noch drei Dorsche, allerdings hätte man für die eine neue Pfannenart - „Heute braten wir uns eine Minutenerdnuss!" - erfinden müssen, soll heißen, sie durften weiter vor sich hin süßeln.
Upps, ich gedenke, ein wenig straffen zu müssen, sonst hänge ich Weihnachten noch am Bericht.
Der Rest des Urlaubs war toll, tschüss.
Nee, war nur Quatsch!! An den nächsten Tagen ließ Norge seine gesamte Wetterpalette an uns aus - von 2° C bis herrlichstem Sonnenschein - und die Fänge ließen sich nach wie vor ein wenig, wie soll ich schreiben - vornehm an, im zurückhaltenden Sinne wohlgemerkt. Nach weiteren zwei Tagen schlugen trotz intensivster Bemühungen gerade Mal ein Pollack, zwei Dorsche (aus dem See, glaubt mir bald keiner mehr!) sowie eine Forelle (See) und ein Leng zu Buche. Den Pollack und einen der letztgenannten Dorsche konnte immerhin min Frau verhaften, allerdings rangierte ihr Dorsch aus der Ernusspfannenabteilung.
Unsere Bemühungen, das Echolot wieder zum Laufen zu bringen, verliefen sich leider im dichten Norgewald. Enkel Sven tat zwar sein Bestes, in seiner Hütte konnte man auch so ziemlich jede Batterie kaufen, die seit Edisons Oberschwindel erfunden wurde, nur eben keine dicke Blockbatterie, mit der ich so gerne das olle Humminbird aus seinem Frühlingsschlaf erweckt hätte. Da sich mittlerweile auch noch ein Schlauch eines der von uns mitgebrachten Fahrräder in einen fürs Fahrradfahren eher ungünstigen Aggregatszustand verwandelte, hatte der gute Sven richtig zu tun, tat sein Bestes, bestach Fährbesitzer, Batteriedealer und setzte sich mit den zwei Fahrradhändlern, die es in Norge gibt, in Verbindung, aber...nutzte alles leider nur zur Hälfte was. Jetzt ratet mal, zu wessen!?! Si, klaro, der Reifen war´s! Konnte min Fru also wieder schön Fahrrad fahren, während bei der Angelei immer noch Blindflug angesagt war. Aber es sollte nicht mehr lange dauern, und gar Wunderliches geschah. Vielleicht lag es am Mond, vielleicht daran, dass wir langsam den Dreh mit den Gezeiten raus hatten, vielleicht waren wir auch einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort!
Amen!
Es gibt 1000 gute Gründe nach Norwegen zu fahren - 998 haben mit Angeln zu tun, einer mit Wandern und beim letzten geht es darum, mit seinem Wohnmobil anzugeben (zugegeben, geht es nach Dorit und min Fru kämen noch schlafen und lesen dazu). So gibt es also auch 998 gute Gründe, vollkommen entspannt und glücklich angesichts erfolgreicher Fischtouren und des ein oder anderen tiefgekühlten Filets nach Hause zu fahren. Oder aber sich sagen zu müssen: Tolles Land, schöne Berge, dufter Wald - aber Fische? ‚ne Tüte Rekker in Bergen haben wa gekooft!
Nun war Bergen zum Rekker kaufen zu weit weg, abgesehen davon gab es die ja auch beim Kaufmann um die Ecke (den Dorit und min Fru übrigens für die norwegische Ausgabe von George (Ge)Clooney hielten, womit die Frage, wer im Urlaub für den Einkauf zuständig ist auch geklärt war!), und dennoch wussten wir nicht so recht, was wir von den bisherigen Fängen halten sollten. Ein paar Dorsche aus dem See, einen verwirrten Pollack, zwei Leng, ‚n Trupp viertelstarker Köhler und zwei Forellen, das war nach vier Tagen zwar immerhin etwas, aber natürlich noch nicht der Bringer vor dem Herrn.
An unserem fünften Tag (Donnerstag) erschrak ich richtig, wurde ich doch erst um 06.20 Uhr wach! Das am Küchenfenster hängende Thermometer zeigte 5° C an, na, bitte, zumindest was das angeht fühlt man sich vollkommen wie in Norge! Büschen Wasser ins Gesichts, Deoroller unterm Arm (man ist ja schließlich in Gesellschaft) und runter ans Wasser. Würmer sammeln war angesagt, weil ich mir mal gezielt die Forellen vornehmen wollte. Die bis dato gefangenen Truttas bissen beide auf Wobbler, ich hatte aber so eine Ahnung, dass Fleisch ein wenig mehr bringen könnte. Also, wie vor 35 Jahren war Würmer buddeln angesagt, fühlt mich doch gleich wieder wie zu „Tooeellkeee"-Zeiten. Wenn das Knarzen der Knochen nur nicht wäre. Mit einer guten Dose dickem, glänzendem Gewürms sowie leichtem Rundrücken ging es dann an die Mündung des Flüsschens, der im Landesinnern immerhin als örtliche, sich im Besitz von Uromis Nachkommen befindender Lachsstrecke gehandelt wird. Eine leichte Posenmontage, Wurm ran und raus damit. Das etwas andere Norge-Angel-Gefühl. Zumindest für mich. Dauerte auch nicht lange und die ersten Zupfer bewiesen, dass die Zappelmänner da unten für Aufmerksamkeit sorgten. Pose runter, Anhieb und schwupps, - der Zappelmann hatte einen Haken - ja, so was aber auch, schon kam die erste Trutta zum Vorschein. Machte an der leichten Rute ordentlich Rabbatz, aber, ach, schließlich lag sie in meiner Hand, klein war sie, schön war sie, weiterschwimmen durfte sie. Ich habe keine Riesen erwartet, aber was um die 30 cm sollten sie schon haben, um den Weg in die mitgebrachte Räuchertonne anzutreten. Einer Eingebung gleich kam ich auf die Idee, den Wurm dann einfach mal in der Strömung anzubieten. Kaum ausgeworfen, ging die Schnur auf Spannung, na bitte, es gibt sie doch, 35 cm, so lässt es sich schon besser an (alle ausgewiesenen Mefo-Angler mögen mir bitte verzeihen). Das Spielchen ging noch insgesamt vierzehnmal so, neun Truttas durften weiterschwimmen, für fünf sollte es heißen „Ich sehe ein Licht!", ja, klar, das Licht am Ende der Tonne! Hat Spaß gemacht!
Es war einer dieser besonderen Angeltage, da Ute, min Fru, heute mit mir wieder raus wollte. Tito gönnte seinen Schultern eine kleine Pause, er ist eher der Pilkerer, geht bei uns alten Männern mit der Zeit schon auf die Knochen, ich sag nur „Knarz"!
So langsam hatten wir den Dreh mit den Gezeiten raus, war am See auch dufte zu beobachten. Wir hatten also gerade Flut, was den kleinen Ritt durchs Nadelöhr wieder zu einer adrenalingeschwängerten Angelegenheit werden ließ. Min Fru blieb dabei ganz cool, hat sie doch vor Jahren in Neuseeland schon einmal eine richtige Raftingtour gemacht, natürlich gegen einen Batzen Kohle, he, he, ich sag nur „Orcas"!
Los ging´s.
Angesteuert hatten wir diesmal Bjordal, die Drift drückte uns wunderbar ca. 60 Meter vom Ufer entfernt die Bucht entlang, für alle Ortskundigen Richtung Campingplatz. Hier sollte sich eine Sandbank befinden, die als Herberge für so manchen Heili die Spannungskurve mächtig ansteigen ließ. Ich hatte mich für eine recht leichte Fleischmontage entschieden, 100 Gramm-Blei, Stücke Pfannenköhlerfilet auf einen 2er Butthaken gezogen und das Ganze einfach über Grund schleifen lassen. Den ersten Biss allerdings hatte min Fru mit ihrer Kinderrute, jawoll, hoch damit, ahh fein, bestimmt ‚n kleiner Heili, na vielleicht auch ‚n Leng oder Steinbit, Breiflabb, hach, was ist es nur?
Um es kurz zu machen...es war ein Knurrhahn! Ute guckte ein wenig ungläubig, als der Kaulbarsch der Fjorde an ihrem Haken hing. Ich konnte mir ein irres Lachen nicht verkneifen, hatte ihr Fang doch so gar nichts mit den erhofften Artgenossen zu tun. Aber noch viel schlimmer war, dass mich der Knurri sofort an meine erste Fjordtour anno 1983 auf dem Hardjangerfjord erinnerte. Wir mussten uns damals wahre Schimpkanonaden dieser Fische gefallen lassen! Unter uns Knurrhähne, über uns Knurrhähne, sie verfolgten uns damals im Schlaf, raubten uns mit ihrem Knurren die Träume, stachen uns die Finger blutig mit ihren gemeinen, stachelbewehrten Rückenflossen. Allerdings war dem unseren Exemplar nicht zum knurren zumute, hätte mir ja noch gefehlt, dass mich diese schwimmende Drahtbürste ankläfft, während ich sie von ihrem metallenen Ungemach befreie.
Weiter ging´s.
Befand nun, dass ich die ganze Sache da unten genug schleifen ließ und fing an zu kurbeln. Wollte eigentlich nur den Köder überprüfen. War auch mehr mit dem Erzählen längst vergessen geglaubter Knurri-Stories beschäftigt, als dass ich so richtig registrierte, dass sich die Montage irgendwie anders anfühlte. Tja, und staunte nicht schlecht, als plötzlich ein Flügelbutt, mein Erster, das regenumwölkte Tageslicht erblickte. Man, hatte der eine Fresse, habe mich sofort in diesen Fisch verliebt, ja, das ist ein Fisch, abgesehen davon besitzen wir Berliner ja eh eine gewisse Affinität zur Großmäuligkeit. Großmaul hin oder her, dem Fisch wurden richtige Flügel verpasst, letzte Ausfahrt Räuchertonne.
Atschö
Frank Dengel
Frangø
| < Zurück | Weiter > |
|---|


