Ausgabe Februar 2012

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    Urlaub 2007 - Auf Hecht in Nord Hollands Poldern, Teil 3

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    Urlaub 2007 - Auf Hecht in Nord Hollands Poldern, Teil 3

    von Ulrich Hoffmann

     


    Montag, 5. November 2007

    Heute morgen hat es etwas geregnet. Also haben wir erstmal ganz in Ruhe gefrühstückt und sind etwas später losgefahren. Warum soll man schon mit nassen Klamotten losfahren, wenn solche Schauer hier nur von kurzer Dauer sind.

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    Dass es sich gelohnt hat zeigte wiederum Tanja, die mit diesem schönen Hecht vorlegte. Der hatte den Jointed so tief genommen, dass zum ersten Mal die Zange zum Einsatz kam. Vielleicht war das ja ein gutes Zeichen.

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    Kaum eine halbe Stunde später hat sie schon wieder zugeschlagen.

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    Der nächste Fisch lies nur 20 Minuten auf sich warten.

    Der hatte den hinteren Drilling in den Kiemen und den vorderen Drilling hinter den Vorderzähnen sitzen. Aufgabe für die lange Lösezange.

    Ehrlich gesagt, da sind mir sie spitz beißenden Hechte lieber gewesen, da floss kein Blut.

    So sah es stellenweise in den Poldern aus. Klar, dass da keine Rute im Wasser war.

     

     

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    Und schon wieder ein Hecht bei Tanja. Hechte im 30 Minuten-Takt. Das war Polderangeln, wie wir es aus den letzten Jahren kannten. Aber warum müssen die immer bei Tanja beißen?

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    Endlich hatte ich auch mal wieder einen Fisch an der Angel. Es wurde auch langsam Zeit.

    Keine 10 Minuten später meinte Bernd, er habe etwas hinter Martinas Köder herschwimmen sehen. Kein Problem, gedreht, alle Ruten außer Martinas aus dem Wasser und die Stelle nochmals abgefahren.

     

     

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    Der Erfolg gab mir Recht. Dieser schöne 64er konnte dem Jointed nicht widerstehen und verhalf so Martina zu ihrem ersten Hecht.

    Petri Heil!

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    Kurz darauf kam Bernd endlich auch mal wieder zum Zuge. Sein neuer Wobbler bewies seine Fängigkeit.

    Die nächste Stunde verlief ohne Biss.


    Ein peinliches Erlebnis am Rande. Wir trafen 3 Italiener, die einen Blinker in die Büsche des gegenüberliegenden Ufers geworfen hatten. Klar, wir haben ihn geborgen und als Bernd ihn den Italienern zuwarf ist er ihm aus den Fingern gerutscht und versank vor ihren Füßen im Polder. Peinlich. Wir haben uns natürlich entschuldigt aber ...

    Dann ein Ruf von Bernd: "Hänger! Nein, Fisch!"

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    Schon beim Einholen konnte man sehen, das ist ein Großer.

    Hier sieht man dann den stolzen Fänger mit seinem 98er Hecht. Knapp an der Metermarke vorbei.

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    Ein dickes Petri Heil!

    Gut dass wir schon auf dem Heimweg waren. Es wurde schon langsam dunkel, es kam Wind auf und zu allem Überfluss fing es auch noch an zu regnen.

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    Als wir im Park ankamen war es stockdunkel und der Regen hatte zum Glück wieder aufgehört. Einzig die Wellen auf dem Großen Vliet waren etwas unangenehm.

    Der Abend klang mit ein paar Bierchen und Erinnerungen an den bisher erfolgreichsten Angeltag unseres Urlaubs aus. Für Martina und Bernd war es der letzte Tag, Dienstag früh war ihr Kurzurlaub zu Ende.


    Dienstag, 6. November 2007

    Martina und Bernd sind abgefahren und wir machen uns, trotz des Windes, auf, schauen, was die Hechte machen.

    Nach 4 Stunden noch nicht einen einzigen Zupfer. Da es immer ungemütlicher wurde hieß es zurück zum Ferienhaus.

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    Es war kalt und sehr windig, wie man leicht sehen kann.

    Wir hatten nur noch ein Problem vor uns, das Große Vliet.

    Klar, man kann rund ein Drittel des Großen Vliet durch parallel laufende Polder, in denen das Wasser dann ruhiger ist, umgehen, was übrig bleibt sind rund 800 m offenes Wasser.

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    Wir sind sicher zurück gekommen, aber ganz ehrlich, für Rauhwasser ist unser Bötchen nicht so wirklich geeignet.


    Mittwoch, 7. November 2007

    Die Vorboten des ersten großen Herbststurmes Tilo machen ein Rausfahren unmöglich. Selbst Spinnfischen vom Ufer aus ist fast unmöglich. Selbst schwere 80 g Jerks werden vom Wind verweht und in der Schnur sind riesige Schnurbögen.

    Was soll's? Machen wir uns einen gemütlichen Tag mit lesen und entspannen.


    Donnerstag, 8. November 2007

    Es stürmt immer noch. An Hechte ist nicht zu denken. Also machen wir mal unserem Hund eine Freude und fahren nach Callandsoog an die See. Gummistiefel eingepackt und losgefahren.

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    Der Strand war menschenleer. Außer uns und unserem Hund hatte anscheinend niemand Gefallen an der steifen Briese. Unser Hund hat es genossen.

    Nach der Rückkehr wurde es dann auch Zeit, das Boot aus dem Wasser zu holen und so langsam anzufangen, die Angelsachen zusammen zu packen. Morgen für 10:00 Uhr ist unsere Abreise geplant.


    Freitag, 9. November 2007

    Der letzte Tag ist angebrochen. Nach dem Frühstück wurde noch schnell der Wagen beladen, komisch, bei der Hinfahrt war der doch nicht so voll, nochmal kurz durchgesaugt, mehr ist nicht erforderlich, da die Endreinigung schon bezahlt ist und auf die Abnahme gewartet. Die kam auch wie verabredet kurz vor 10 Uhr, schaute, ob etwas zu Schaden gekommen ist und gab uns dann die Unterschrift, das alles in Ordnung war.

    Schnell noch zur Rezeption, die Schlüssel und die Bettwäsche zurückgegeben und ab in Richtung Autobahn.

    Die Heimreise verlief ruhig und unspektakulär, einzig ein kleiner Stau auf dem Kölner Ring und schon waren wir wieder daheim.

    Erstaunlich, wie schnell 2 Wochen Urlaub vergehen.

    Eines allerdings ist uns klar, nächstes Jahr fahren wir wieder hin, geplant ist Frühjahr und wieder im Herbst, allerdings werden wir doch wohl wieder im September/ Oktober fahren.


    Schussbemerkungen

    Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass tieflaufende Wobbler ab 14 cm Länge an kurzer Leine, die unter Wasser richtig "Radau" machen, die besten Fangergebnisse lieferten. Gefangen haben eigentlich alle Farben, wobei, rein gefühlsmäßig, die RedHeads besser gefangen haben, trotz des sehr klaren Wassers.

    Auch bei den Niederländern, die vom Ufer aus mit Wobblern unterwegs waren, hatten mindestens die Hälfte derer, die wir gesehen haben, Wobbler in der Farbe RedHead im Einsatz und die werden es ja wohl wissen.

    Wichtig ist auch, wenn man mit geflochtener Schnur fischt, ein paar Meter 0,40er oder 0,45er Mono vorzuschalten. Zum einen wegen der zusätzlichen Pufferwirkung und auch wegen der höheren Abriebsfestigkeit.

    Beim Schleppen machen die dicken Wobbler einen ziemlichen Druck. Wer es preiswert haben will, der kann mit einer leichten Bootsrute in 1,80 m Länge hervorragend arbeiten. Meine Frau hat mit einer kurzen Jerkrute mit 30 - 60 g WG hervorragend gefangen und ich hatte mir speziell für's Schleppen eine Spro Sensitiv Boat mit einem WG bis 400g in 2,20m zugelegt. Anfangs war ich skeptisch aber die Rute hat sich als genial beim Schleppen gezeigt. Die zierliche sensible Glasfaserspitze zeigt jede Wobblerbewegung an, bzw. man sieht sofort, wenn sich ein Blatt im Wobbler verfangen hat und er dadurch nicht mehr richtig läuft. Das recht lange Griffstück ist angenehm, wenn man, so wie ich, die Rute auf dem linken Oberschenkel liegen hat und mit der rechten Kniekehle "festhält". Da hat man mehr Freiheit beim Steuern.

    Noch eine positive Erfahrung. Normalerweise brauche ich pro Angeltag mindestens 3 - 4 Stahlvorfächer. Die bastel ich mir immer selber und ein 70 cm Vorfach aus 7 x 7 kostet mich dann auch rund 1 Euro.

    Ich hab mir mal, einfach so zum Testen, Bungees von Cormoran geholt. 70 cm Vorfach in 10 Kilo kosteten rund 5,70 Euro, ziemlich happig. Trotzdem muss ich nach fast 2 Wochen Einsatz sagen, trotz vieler Hänger und einiger Fische ist das Vorfach wie neu. Einziger Kritikpunkt ist der Karabiner. Beim ersten Hänger war der aufgebogen. Kein Problem, gegen einen vernünftigen Cross-Lock ausgetauscht und das Vorfach ist seit dem ohne Beanstandungen im Einsatz gewesen. Klar, das ist nichts fürs Gufieren im Rhein, das würde dann doch zu teuer.

    Zur Rollenfrage, eindeutig Multirolle. Wer es preiswert will, der nimmt z. B. eine Power Pirate von D.A.M. oder eine andere preiswerte Multi, die erfüllen ihren Zweck.

    Ich hatte an meiner Sensitive Boat die Abu Ambassadeur Revo STX-L. Die passte farblich und optisch sehr gut, besser als die Abu C4. Tanja hat mit ihrer Daiwa Viento an einer Rozemeijer Gentle Jointed Jerk in 1,90 m, WG 30 - 60 g, geangelt und war mehr als erfolgreich.

    Petri Heil!

    Ulli3D, © Ulrich Hoffmann 2007

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