Der Wurm - Ein alter Allroundköder
Der Wurm – Ein alter Allroundköder
Angeln und Würmer, das gehört nicht nur für Angler
selber zusammen. Auch die nicht angelnde Bevölkerung verbindet den Begriff
Angeln am ehesten mit Würmern, wenn’s um Köder geht. Welcher Nichtangler kann
den schon was mit den Begriffen Boilie, Wobbler, Streamer oder Twister anfangen?
Und bei Maden denkt er wohl kaum zuerst ans Angeln, sondern eher an
Gammelfleisch.
Und neben all den modernen Methoden, mit denen gezielt und selektiv den Zielfischen in jeweils möglichst kapitaler Größe nachgestellt werden soll, ist der „gute, alte Wurm“ wohl immer noch einer Top – Allroundköder für viele Angler.
Zum einen, weil sich nun wirklich fast jede Fischart damit fangen lässt. Von allen Friedfischen angefangen über die meisten Räuber, denen man zumeist auch gezielt mit Wurm nachstellen kann. Ob der Barsch als „klassischer Wurmfisch“, der Zander (Dropshot – Naturködermontage), der Waller: Alle verleiben sich gerne mal einen Wurm ein.
Zum anderen weil der Angler damit relativ wenig Fehler machen kann, wenn er einen Wurm als Köder benutzt. Natürlich geistern durch Gazetten und Foren zig verschiedene Tricks und Anköderungsmethoden. Fakt ist aber, dass das alles relativ wurscht ist. Liegt ein Wurm als Köder im Wasser – egal wie montiert – wird er früher oder später immer einen schuppigen (oder im Falle von Aal: schleimigen) Liebhaber finden.
Halbiert man die Würmer für mehr Duft oder fischt man sie ganz. Steckt man sie als Knäuel auf den Haken oder durchsticht sie nur einmal für mehr „Bewegungsfreiheit“. Man kann sie einzeln verwenden wie auch als Bündel oder gar „hakenlos“ wie beim Pöddern.
Und immer werden sie fangen. Nicht immer den Fisch, auf den man es abgesehen hat. Dazu sind Würmer im Gegensatz zu anderen Köder neben nicht im geringsten selektiv. Dafür mit allen Überraschungen, mit denen man nur rechnen kann.
Im Frühjahr gibt es bei uns eine Stelle, an der man für ca. 2 Wochen gut Schleien auf Wurm fangen kann. Man muss das zeitmäßig aber genau erwischen. Denn kurz danach kommen die Kaulbarsche. Verpasst man die richtige Zeit, fängt sofort nach dem Einwurf die Pose zu wandern an – nur eine Schleie wird man nie mehr kriegen. Allerdings ist es bewundernswert, mit welcher Penetranz die Kaulbarsche selbst die größten Würmer nicht mehr loslassen. In diesem Falle also eine eher „ungewünschte“ Überraschung.
Bei mir am Neckar kann beim Wurmangeln aber genauso gut ein starker (oder eben auch kleiner) Döbel beißen. Oder einer der vielen Karpfen. Oder eine Barbe. Oder eben doch ein Barsch. Oder ein Zander. Oder ein Brassen oder Aal, oder, oder, oder...
Das schöne beim Wurmangeln ist, dass es sowohl unkompliziert ist, wie auch kostengünstig. Jedenfalls dann, wenn man die Würmer selbst sammelt. Man braucht keine Spezialruten oder Rollen, keine komplizierten Montagen, kein „chemisches“ Zubehör wie Dips...
Grundblei oder Pose, Haken (Größe je nach verwendeter Wurmart) dran,. Wurm drauf und ab ins Wasser. Im Sommer kann man sich dann gemütlich in den Schatten sitzen und warten, in der kalten Jahreszeit (für mich „die“ Wurmzeit) muss man etwa aufmerksamer sein. Während im Sommer gerade kleinere Friedfische auch vor den größten Würmern nicht zurückschrecken, scheint es so als ob man in der kalten Jahreszeit zwar weniger, aber größere Fische fängt – egal welcher Art, egal ob Räuber oder Friedfisch.
Oft genug wird dabei von „Spezialisten und Experten“ der Begriff „Wurmangler“ oder auch gerne (wobei sich das dann auch auf andere Köder bezieht) „Plumpsangler“ negativ verwendet. Während der „Experte“ also mühsam sein Spezialgerät „auftäckelt“, den selektiven Spezialköder montiert, den Kescher für 2m – Waller aufklappt um selektiv seinen Zielfisch in für ihn akzeptabler Größe zu fangen (und möglichst dann mit weit vorgestreckten Armen zu fotografieren.....
.....in der Zeit hat der Wurmangler mit seiner „Plumpsangel“ meist schon die ersten Drills hinter sich.
Im Gegensatz zum Spezialisten muss er auch nicht Unmengen an Gerät mit sich rumschleppen, um für alle vorkommenden Fälle gerüstet zu sein. Denn wer nicht einen bestimmten Fisch in möglichst kapitaler Größe fangen, sondern einfach mal wieder raus ans Wasser und das Angeln erleben will, dem ist es auch letztlich egal was beisst, solange mal was an der Rute zuckt (das wird die BFF wieder freuen....)...
Und wer meint, mit Würmern kann man nicht auch „anspruchsvoller“ angeln, der sollte einfach man folgende Methode ausprobieren (am besten geeignet in nicht zu tiefen und nicht zu schnell strömenden Flüssen):
Eine leichte Rute (so um die 3m, WG max. so m die 15 – 20 Gramm). dazu eine passende Rolle mit max. 20er Hauptschnur. Als Montage kommt nur ein Haken ans Ende der Schnur. Kein Blei, kein Wirbel, keine Pose.
Das reicht aus um den Wurm ein paar Meter vorsichtig rauszuschlenzen, und dann übernimmt die Strömung die „Arbeit“ und lässt – je nachdem ob und wie man Schnur gibt – den Wurm unverdächtig an die besten Stellen und Kanten treiben. Und das ist wie beim spinnfischen: Ständig sollte man die Schnur in der Hand halten, um auch die kleinsten Zupfer mitzukriegen. Man braucht die volle Aufmerksamkeit, um das langsame treiben entlang der Kanten von wirklichen Bissen oder Zupfern unterscheiden zu können, der Zeitpunkt des Anhiebs ist auf Grund dessen, dass man ja nie weiß was am anderen Ende der Schnur zupft oder zieht, auch nur mit viel Erfahrung exakt zu bestimmen.
Wenn im Sommer die Raubfische bei brütender Hitze oft mal eher beißfaul sind oder eher nachts beißen, ist das eine klasse Methode für aktives und gleichzeitig spannendes und entspannendes angeln mit vielen Überraschungen..
Man solle also nicht unbedingt verächtlich vom „Wurmbader“ sprechen, sondern jedem das lassen, was er am liebsten macht:
Einfach mal entspannt angeln oder mit vollem Einsatz versuchen kapitale Zielfische zu fangen.....
Und neben all den modernen Methoden, mit denen gezielt und selektiv den Zielfischen in jeweils möglichst kapitaler Größe nachgestellt werden soll, ist der „gute, alte Wurm“ wohl immer noch einer Top – Allroundköder für viele Angler.
Zum einen, weil sich nun wirklich fast jede Fischart damit fangen lässt. Von allen Friedfischen angefangen über die meisten Räuber, denen man zumeist auch gezielt mit Wurm nachstellen kann. Ob der Barsch als „klassischer Wurmfisch“, der Zander (Dropshot – Naturködermontage), der Waller: Alle verleiben sich gerne mal einen Wurm ein.
Zum anderen weil der Angler damit relativ wenig Fehler machen kann, wenn er einen Wurm als Köder benutzt. Natürlich geistern durch Gazetten und Foren zig verschiedene Tricks und Anköderungsmethoden. Fakt ist aber, dass das alles relativ wurscht ist. Liegt ein Wurm als Köder im Wasser – egal wie montiert – wird er früher oder später immer einen schuppigen (oder im Falle von Aal: schleimigen) Liebhaber finden.
Halbiert man die Würmer für mehr Duft oder fischt man sie ganz. Steckt man sie als Knäuel auf den Haken oder durchsticht sie nur einmal für mehr „Bewegungsfreiheit“. Man kann sie einzeln verwenden wie auch als Bündel oder gar „hakenlos“ wie beim Pöddern.
Und immer werden sie fangen. Nicht immer den Fisch, auf den man es abgesehen hat. Dazu sind Würmer im Gegensatz zu anderen Köder neben nicht im geringsten selektiv. Dafür mit allen Überraschungen, mit denen man nur rechnen kann.
Im Frühjahr gibt es bei uns eine Stelle, an der man für ca. 2 Wochen gut Schleien auf Wurm fangen kann. Man muss das zeitmäßig aber genau erwischen. Denn kurz danach kommen die Kaulbarsche. Verpasst man die richtige Zeit, fängt sofort nach dem Einwurf die Pose zu wandern an – nur eine Schleie wird man nie mehr kriegen. Allerdings ist es bewundernswert, mit welcher Penetranz die Kaulbarsche selbst die größten Würmer nicht mehr loslassen. In diesem Falle also eine eher „ungewünschte“ Überraschung.
Bei mir am Neckar kann beim Wurmangeln aber genauso gut ein starker (oder eben auch kleiner) Döbel beißen. Oder einer der vielen Karpfen. Oder eine Barbe. Oder eben doch ein Barsch. Oder ein Zander. Oder ein Brassen oder Aal, oder, oder, oder...
Das schöne beim Wurmangeln ist, dass es sowohl unkompliziert ist, wie auch kostengünstig. Jedenfalls dann, wenn man die Würmer selbst sammelt. Man braucht keine Spezialruten oder Rollen, keine komplizierten Montagen, kein „chemisches“ Zubehör wie Dips...
Grundblei oder Pose, Haken (Größe je nach verwendeter Wurmart) dran,. Wurm drauf und ab ins Wasser. Im Sommer kann man sich dann gemütlich in den Schatten sitzen und warten, in der kalten Jahreszeit (für mich „die“ Wurmzeit) muss man etwa aufmerksamer sein. Während im Sommer gerade kleinere Friedfische auch vor den größten Würmern nicht zurückschrecken, scheint es so als ob man in der kalten Jahreszeit zwar weniger, aber größere Fische fängt – egal welcher Art, egal ob Räuber oder Friedfisch.
Oft genug wird dabei von „Spezialisten und Experten“ der Begriff „Wurmangler“ oder auch gerne (wobei sich das dann auch auf andere Köder bezieht) „Plumpsangler“ negativ verwendet. Während der „Experte“ also mühsam sein Spezialgerät „auftäckelt“, den selektiven Spezialköder montiert, den Kescher für 2m – Waller aufklappt um selektiv seinen Zielfisch in für ihn akzeptabler Größe zu fangen (und möglichst dann mit weit vorgestreckten Armen zu fotografieren.....
.....in der Zeit hat der Wurmangler mit seiner „Plumpsangel“ meist schon die ersten Drills hinter sich.
Im Gegensatz zum Spezialisten muss er auch nicht Unmengen an Gerät mit sich rumschleppen, um für alle vorkommenden Fälle gerüstet zu sein. Denn wer nicht einen bestimmten Fisch in möglichst kapitaler Größe fangen, sondern einfach mal wieder raus ans Wasser und das Angeln erleben will, dem ist es auch letztlich egal was beisst, solange mal was an der Rute zuckt (das wird die BFF wieder freuen....)...
Und wer meint, mit Würmern kann man nicht auch „anspruchsvoller“ angeln, der sollte einfach man folgende Methode ausprobieren (am besten geeignet in nicht zu tiefen und nicht zu schnell strömenden Flüssen):
Eine leichte Rute (so um die 3m, WG max. so m die 15 – 20 Gramm). dazu eine passende Rolle mit max. 20er Hauptschnur. Als Montage kommt nur ein Haken ans Ende der Schnur. Kein Blei, kein Wirbel, keine Pose.
Das reicht aus um den Wurm ein paar Meter vorsichtig rauszuschlenzen, und dann übernimmt die Strömung die „Arbeit“ und lässt – je nachdem ob und wie man Schnur gibt – den Wurm unverdächtig an die besten Stellen und Kanten treiben. Und das ist wie beim spinnfischen: Ständig sollte man die Schnur in der Hand halten, um auch die kleinsten Zupfer mitzukriegen. Man braucht die volle Aufmerksamkeit, um das langsame treiben entlang der Kanten von wirklichen Bissen oder Zupfern unterscheiden zu können, der Zeitpunkt des Anhiebs ist auf Grund dessen, dass man ja nie weiß was am anderen Ende der Schnur zupft oder zieht, auch nur mit viel Erfahrung exakt zu bestimmen.
Wenn im Sommer die Raubfische bei brütender Hitze oft mal eher beißfaul sind oder eher nachts beißen, ist das eine klasse Methode für aktives und gleichzeitig spannendes und entspannendes angeln mit vielen Überraschungen..
Man solle also nicht unbedingt verächtlich vom „Wurmbader“ sprechen, sondern jedem das lassen, was er am liebsten macht:
Einfach mal entspannt angeln oder mit vollem Einsatz versuchen kapitale Zielfische zu fangen.....
Thomas Finkbeiner
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