Ein Gedicht: Chaosreise nach Norwegen
Ein Gedicht: Chaosreise nach Norwegen
Die Fahrt zur Fähre war nicht schön,
Schuld war ein Riesenstau
die eingeplante Zeit verstrich
im Magen ward's mir flau.
Mit Bleifuß drauf auf's Gaspedal
die Zeit die uns gestohlen
muß wieder rein,wie ist egal
die gilt es einzuholen.
Der Blitz traf mitten ins Gesicht
Und ich erschrak am Steuer
schön wird das Bild wohl sicher nicht
doch dafür wird es teuer.
Die Überfahrt,die war nicht lustich(g)
die Wellen war'n ein Graus
in die Tüte brechen muß't ich
das Essen das fiel aus
Der nächste Schock,der traf uns voll
wir fuhren grüne Spur
wir hatten nichts,doch der vom Zoll
der winkte einfach nur.
Ausgepackt war alles zügig
gefunden hat der nichts
wir benahmen uns gefügig
beim Anblick dieses Wicht's
Endlich fertig,welch ein Wunder
eingesackt den ganzen Plunder
hin zum Haus mit vollem Speed
hoffen ,daß nichts mehr geschieht
Endlich da,am Domizil
auf der Fahrt geschah nicht viel
nur 'ne Schraube,glaub M8
hat den Reifen platt gemacht
Auch zum Haus ist nichts zu sagen
stammte noch aus Weltkriegstagen
Möbel stehn nicht viele rum
dafür sind die Wände krumm
Auch das Boot was uns versprochen
lag nicht da,ich hab's gerochen
der Besitzer tat nun spoken
unser Boot wär grade broken
Ein Ersatzboot wär schon hier
Platz für zwei,anstatt für vier
der Motor der zum Vorschub diene
war groß wie von 'ner Nähmaschine
Er meint noch so nebenbei,
daß das ganz belanglos sei
denn das Wetter,was nun kommt
verhindre jede Ausfahrt prompt
Dann,nach sieben Ausfalltagen
wollte ich es doch noch wagen
doch der Wind der wehte frisch
viele Hänger,wenig Fisch
Doch man gab sich keine Blöße
Köhler gabs in Heringsgröße
auch ein Butt hing an der Schnur
groß wie eine Taschenuhr
Dann,bei'm letzten Pilkerheben
hatte etwas das Bestreben
wollte unbedingt ins Boot
als es drin lag,große Not
Als die Granate ,,Rums''gemacht
bin ich endlich aufgewacht
schweißgebadet ward mir klar,
daß alles nur ein Alptraum war.
© Kurbel
| < Zurück | Weiter > |
|---|
