wundert sich der Ferkelfahnder darüber, wie unterschiedlich
die Monate Dezember und Januar sein können.
Zur Weihnachtszeit halten sich die Ferkel schön brav zurück,
um dann im Januar wieder voll zuzuschlagen. Muss man sich im Dezember mühevoll
jede einzelne noch so kleine Verfehlung zusammensuchen, damit überhaupt eine
halbwegs vernünftige Wahl zustande kommt, geht im Januar sowas die Post ab,
dass man sich eher auf den schlüprigen Webseiten mit (halb-)nackten Tatsachen
wähnt als im sonst doch sooo züchtig gesitteten Anglerboard.
Nun, dass dieser Januar ein besonderer war, werden
sicherlich auch die Meteorologen bestätigen. Nicht nur hier im AB gibt es
mehrere Threads mit gefrusteten wintermüden Möchtegernindienaturhinausgehern,
denen das geliebte Hobby entweder verfroren oder verschneit wird und die das
kalte nasse weiße Zeugs da draußen nicht mehr sehen können und wollen. Da staut
sich Wut und Ärger auf, da packt man zum x-ten Male sein Tackle aus, poliert
Spinnerblätter und überlegt sich, alle Posen neu zu lackieren und die Wobbler
einzufetten.
Es sei denn man hat Zugang zu einem so weit vereisten
Gewässer, dass man gefahrlos betreten und über ein selbst gebohrtes Loch mal
auf ganz andere Weise befischen kann.
Ist ja klar, dass bei vielen die Frustnadel tief sitzt und
auch manchmal jemand dem einen oder anderen ferkeligen Gedanken freien Lauf
lässt.
Ansonsten gibt das neue Jahr natürlich auch Anlass, in die
Zukunft zu blicken. Wird endlich das seit Jahren angestrebte Limit geknackt,
sei es der Meterfisch oder der 20-Pfünder, sei es der bisher nur erträumte
Zielfisch, der in der persönlichen Fangstatistik noch fehlt.
Für viele ist der Januar auch der ideale Monat, um den
nächsten Sommerurlaub zu planen und zu organisieren. Auch der Ferkelfahnder,
den es samt Familie mal wieder nach Frankreich zieht, hat seine Buchungen schon
abgeschlossen und kann sich auch nicht wirklich vorstellen, dass irgendwann in
den nächsten Wochen dieser weiße Mist da draußen endlich wegtaut und die
Temperaturen wieder permanent in den deutlich zweistelligen Plusbereich
driften.
Also üben wir uns in Geduld, was ja angeblich eine unserer
Tugenden als Angler ist, harren wir der Dinge die da kommen und glauben wir mal
an das, was ich vor Jahren als Jugendlicher schon von meiner lieben Oma gesagt
bekommen habe: „Wenn der Winter ein rechter Winter ist, wird der Sommer auch
ein rechter Sommer."
Allen, die sich (immer noch) für diesen Winter begeistern
können oder ungefrustet damit klar kommen, spreche ich hiermit meinen
persönlichen höchsten Respekt aus.
Allen anderen, denen es genau so geht wie mir, rufe ich nur
zu:
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