Probelauf mit Barschrekord
Probelauf mit Barschrekord
Nachdem Andreas und Ich unser gemeinsames Kajütboot verkauft hatten, legte ich mir ein Amerikanisch Barschboot zu. Andreas wollte sich mit seinem Vater zusammen ein Boot kaufen das man hier auf den Flüßen und Seen genauso gut einsetzten kann wie an der Ostsee, also musste für die Jungs ein Konsolenhboot her. Nach ein bissl suchen fanden sie dann auch eins. Ein MM 430 Weekend.
Nachdem die wichtigsten Dinge verbaut waren, wie E-Motor, Rutenhalter und der ganze andere Kleinkram stand der Probefahrt nichts mehr im Weg. Und wenn man schon mal auf dem Wasser ist kann man ja nebenbei noch ein wenig den Fischen nachstellen.
Nach dem Slippen und den ersten kleinen Anlaufproblemen ging es dann los. Das wichtigste war jetzt erst einmal aus dem Wind zu kommen. Der blies nämlich mit satten 4 Bf. Nun konnte es den geschuppten Kollegen mit zwei Booten an den Kragen gehen.
Andreas hatte dann auch bald den ersten Fisch des Tages, ein kleiner Hecht war bei Ihm eingestiegen.
Nachdem ich zwei Fehlbisse verzeichnen musste und sich dann eine Zeit lang nichts mehr tat, wechselten wir die Stelle.
Also einmal an die andere Seite des Sees bitte.
Die Idee, die Stelle zu wechseln sollte sich als nicht die schlechteste Entscheidung herausstellen. Kurz nachdem mein Gummi den Grund berührte knallte es da unten, ein kleiner Hecht packte sich das gute stück, und gab es vorerst nicht mehr her.
Kurz darauf durfte ich den ersten Zander dieses Tages drillen. Der Biss auf den selben Mad man wie der Hecht in der gleichen Wassertiefe.
Dann gabs für mich den nächsten Zander der aber nicht gelandet werden konnte, aber ein Foto gibt es von dem Übeltäter.
So kann das weiter gehen dachte ich mir, aber jetzt war erst einmal Beißflaute. Jetzt erst mal einen warmen Kaffee, und was zwischen die Zähne. Bei Wolfgang und Andreas lief es jetzt auch nicht mehr. Nachdem wir dann ein wenig geschnackt hatten versuchte ich die Einfahrt zum Hafen noch mal.
Und jetzt passierte es, ein guter Barsch, mein bisher größter, stieg ein und machte richtig ALARM unter Wasser. Meine neue Vertikalrute und meine neue Multi konnte ich direkt mal testen. Nach einigen schönen Fluchten konnte ich den Kameraden an Bord holen.
Jetzt waren wieder alle heiß. Schade nur, dass das mit dem Fotografieren etwas kompliziert ist, wenn man alleine auf dem Boot ist. Nach einem Köderwechsel kam Wolfgang dann auch zu seinem heißersehnten Drill. Ein guter Zander leistete straffe Gegenwehr, und umso mehr freut sich unser Wolfie über den schönen Fisch.
Da steht er der SIEGER. Der erste Zander für Wolfgang dieses Jahr.
Ich tingelte mit meinem Boot wie schon die ganze Zeit in der Einfahrt umher, auf der Suche nach dem nächsten Barsch. Eine ganze weile tat sich nichts, dann wurde mir mit ein wenig „Gerappel" der Schwanz von meinem Gummifisch abgebissen . Egal, schnell neues Gummi montiert und runter damit. Ganz leicht, wirklich nur ganz leichte zuppte es an der Rute, der anhieb kam nicht direkt ich fühlte erst ob da wirklich was ist, und da war was. ANHIEB, sitzt, "JAWOHL" hallte es über den See. Andreas kam ran zum fotografieren, und 10 Meter unter mir war Achterbahn angesagt. Der Barsch der dann aus dem Wasser kam kann sich sehen lassen.
Wäre da nur nicht dieses Problem mit dem Fotografieren. Dem Barsch konnte man die Jahre echt schon ansehen, und er wurde wie alle Fische released.
Nachdem ich mich nur langsam von der Aufregung beruhigen konnte, packte Andreas jetzt der Ehrgeiz und er wechselte die Köder im Minutentakt. Nach 10 Minuten machte es sich dann bezahlt und auch er konnte einen guten Zander drillen.
Und direkt darauf noch einen ordentlichen Barsch.
Überglücklich beendeten wir dann den Tag und fuhren zurück zur Slippe.
Ich sag tschüß
Heiko
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