Angeln in den Vogesen
Angeln in den Vogesen
Nachdem ich auf diesen Beitrag (Vogesen im
Oktober (Frankreich)) leider wenig Reaktion bekam und inzwischen
wieder aus dem Urlaub zurück bin, möchte ich ein paar meiner
Vogesen-Angel-Erfahrungen in dieses Forum einbringen.
Die Vogesen erstrecken sich sowohl über das Departement Vosges und Haut Rhein. Die Fischereibedingungen der beiden Departements sind aber sehr ähnlich und unterscheiden immer zwischen Kategorie 1 und 2 Gewässern, das erstere sind Salmonidengewässer (Bergseen, Stauseen, Bäche) und alles andere fällt unter Kategorie 2. Für mich wichtig war, dass Ende September die Salmonidensaison endet und damit auch das Spinnfischen in Kategorie 1 Gewässern nicht mehr erlaubt ist (in den Vogesen gibt es fast ausschließlich Kategorie 1 Gewässer).
Einzige Ausnahme, zu meinem Glück, der meinem Urlaubsort rlativ nahe gelegene Stausee Kruth-Wildenstein (Kategorie 1). Dort endet die Forellen-Saison drei Wochen später als im restlichen Departement Haut Rhein und für 10 Euro bekommt man an der Herberge du Lac die Tageskarte.
Ich habe allerdings auch an vielen anderen Gewässern Angler gesehen, wobei ich nicht genau sagen kann, auf was sie geangelt haben und ob es zu dieser Zeit, Anfang Oktober noch zulässig war.
Noch eine Ausnahme ist der See bei der Ortschaft Sulxures sur Moselotte. Ich weiß nicht genau, um was es sich bei diesem Gewässer handelt, aber ich glaube "edler Forellenpuff" trifft es am ehesten. Dort darf man für 27 Euro am Tag, in den Wintermonaten ausschließlcih mit der Fliege, den Forellen nachstellen. In der Stunde, die ich das Treiben an diesem See beobachtete, hatte keiner der ca. 30 Angler einen Biss. Für meinen Geschmack ist dieses Gewässer nicht zu empfehlen.
Aber zurück zum Lac Kruth-Wildenstein, den ich einen Tag lang befischt habe. Typischer Stausee mit sehr tiefen klaren Wasser an der Staumauer immer flacher werdend zum Einlauf hin, ca 2 km lang. Mit kleinen Spinnern und Blinkern habe ich mich dann auf die Pirsch begeben und habe das westliche Ufer sehr intensiv befischt. Da der See Niedrigwasser hatte musste ich teilweise über steile Steinfelder klettern, kam aber überall sehr gut ans Wasser.
Leider hatte ich für viele Stunden keinen einzigen Fischkontakt sondern habe nur immerwider einzelne Forellen steigen sehen. Etwas enttäscht kam ich an die Stelle zurück an der meine Frau, lesender Weise, in der Sonne saß und sehnsüchtig aufmich wartete. Ich wollte aber noch nicht aufhören, wollte meinen Fisch und handelte noch eine halbe Stunde heraus. Sie zeigte mir eine Stelle, an der Spitze einer kleien Landzunge, wo sie immer wieder Bewegung im Wasser gesehen hatte. Beim ersten Wurf in die Richtung verlor ich den Fabrikneuen Mepps, der noch nie zuvor im Wasser war. Etwas frustiert montierte ich einen schlanken, flachlaufenden 10cm-Wobbler und das war offensichtlich meine beste Idee des Tages. Schon beim ersten Wurf mit dem neuen Köder knallte es in der Rute und ich hatte meinen lang ersehnte Fisch an der Leine. Als der kämpfende Fisch langsam näher kam stellte ich zu meiner Verwunderung fest, dass es nicht, wie erhofft eine Forelle war, sondern der wahrscheinlich größte Barsch, den ich je zu Gesicht bekommen hatte (48cm). Der Tag war gerettet und mein persönliches Anglerglück perfekt.
In den Vogesen gibt es zahlreiche wunderschöne Gewässer und ich werde sicherlich versuchen, das nächste mal vor Begin der Schonzeit dort zu sein um noch mehr zu fischen und dem Lac Kruth-Wildenstein werde ich auch ganz bestimmt wieder besuchen.
Petri,
Peter Schlemmer
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