Ausgabe Mai 2012

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    Peter Biedron Wobbler - Erster Testbericht

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    Biedron Wobbler, erster Kurztest

    Tag1


    Wobbler liegen auf der Post, bereit zum abholen.
    Da die Zeit in der Mittagspause, heute gut 2 Stunden,
    beträgt führt der Weg zuerst zum Postschalter.
    Im Auto dann die erste Begutachtung.


    Die Verpackung des ersten Wobblers:
    Der geteilte „The Original" kommt im Blister und sieht ganz gut aus.
    Habe den Firetiger bekommen.
    Der Bullhead hätte mich zwar mehr angesprochen aber man will ja nicht unverschämt sein.
    Die drei Modelle die ich bekommen habe sind bis auf die Farbe genau die welche ich mir ausgesucht hätte, danke.
    Die Verarbeitung ist sauber und gut.
    Keine Lackreste oder sonstiges Material in den Ösen, wie man bei vielen anderen Fabrikaten durchaus erleben musste.
    Als Angaben zum Wobbler fehlt mir jedoch z.B. die Bezeichnung, ein Schriftzug „The Original" hätte da gereicht.
    Und zum anderen fehlt mir auch eine Gewichtsangabe.
    Nicht jeder hat eine Rute die 40gr (bei der 15cm Version) verträgt.
    Sofort sichtbar auf der Vorderseite steht Floating, also schwimmend.
    Stellt sich sofort die Frage: „Wie bekommt man den ohne Tauchschaufel auf Tiefe ?
    Die Rückseite der Verpackung gibt Aufschluss darüber.
    Je nachdem in welche der 3 Einhängeösen man den Snap einhängt läuft der Wobbler unterschiedlich tief.
    Der Hersteller geht also davon aus das die Maulform des Wobblers reicht um ihn auf Tiefe zu bringen.
    Dem ist natürlich auch so. :-)
    Angegeben sind von der obersten Öse beginnend 0 - 1m, 1-2m und 3-4m.
    Da man das in der Praxis nicht 100% überprüfen kann bleibt nur die Feststellung,
    es scheint hin zu kommen und gilt auch mit geringen Unterschieden für die anderen Wobbler im Test.
    Dafür muss aber stetig Zug auf der Leine sein.
    Denn schwimmend heißt auch schwimmend, bedeutet das der Köder aufsteigt wie ein Uboot im Notaufstieg.
    Nach den ersten zwei, drei Versuchen bzgl. des Laufverhaltens im Wasser vor den Füßen,
    scheint er nicht gerade der agilste zu sein.
    Aber das bekommt man mit etwas mehr Übung bestimmt hin.
    Aber für den Anfang soll seine Eigenaktion, die nicht mal so schlecht ist, ausreichen.
    Leider bringen die ersten paar Würfe, trotz eingestellter Maximaltiefe keinen Erfolg.
    Aber das muss ja nicht unbedingt am Köder liegen.
    Es ist vielleicht nicht die beste Zeit im Winter mit Wobbler in einer Tiefe von max. 4m zu agieren,
    wenn die Fische auf 7 oder mehr Metern wie angewurzelt am Grund stehen.


    Aber es soll ja auch nur ein grundsätzlicher erster Test sein.
    Also kommt der nächste Wobbler zum Einsatz.


    „Dirty Harry" als Red Pirat.
    Um Himmels willen dachte ich, die Farbe als Schockfarbe jetzt im Winter.
    Entweder der Bringer oder der Verlierer.
    Dazwischen gibt's wohl nichts.


    Zunächst erscheint die Verpackung in Form eines Pappkästchens in einer Plastikbox hochwertig.
    Da sie relativ stabil und wieder verschließbar ist,
    kann sie zur Not auch als vorläufige Aufbewahungsbox dienen.


    Aber auf den zweiten Blick enttäuschte sie jedoch vollständig.
    Um es vorweg zu nehmen, viele Käufer (wie ich auch) können Englisch.
    Aber eben nicht alle.
    Somit sollte ein Produkt für den deutschen Markt auch mit gut lesbarer deutscher Beschreibung
    versehen sein.
    Beim „The Original" befanden sich nur 3 Schaubilder bzgl. der Einhängeösen und Lauftiefe auf der Packung.
    Beim „Dirty Harry" wollte man edleres Gefühl vermitteln und nutze Gold/Silber metallic als Grundfarbe .
    Das hat zur Folge das man nur die groß gehaltene englische Beschreibung auf der Seite richtig gut lesen kann.
    Der viel kleinere deutsche Text befindet sich auf der Rückseite neben einer auch nicht ganz so gut erkennbaren Grafik zu den Einhängeösen und der damit erreichbaren Lauftiefe.
    In Kunstlicht oder bei direkter Sonneneinstrahlung spiegelt es dermaßen das es kaum lesbar ist.

    Aber das betrifft wohl eher die Verkäufer, wenn Kunden die Produkte wieder ins Regal legen weil nicht genug oder nur schwer lesbare Informationen dazu führen das zum Konkurrenzprodukt gegriffen wird.

    Auch was sich hinter dem Begriff „SLOMO concept" verbirgt bleibt nicht nur dem deutschen Angleranfänger verborgen.

    Aber jetzt zum praktischen Teil.
    Ich werfe den 12cm „Dirty Harry" mit 34g Gewicht nach den üblichen zwei drei Schwimmversuchen vor den Füßen zum ersten Mal raus.
    Auch hier fehlte mir eine Angabe auf der Packung.
    Es handelt sich auch hier um einen schwimmenden Wobbler mit starker Auftriebskraft.
    Vor dem Kauf ist so eine Angabe bestimmt sinnvoll.
    Flugeigenschaften sind echt klasse und ein wenig besser als mit dem 40g schweren „The Original", wie es für einen Einteiler mit dem Gewicht aber zu erwarten ist.
    Bzgl. der möglichen Aktionen bedarf es auch hier ein wenig mehr Übung mit dem Wobbler.
    Aber das „SLOMO concept" soll ja auch auch funktionieren.
    Zur Erläuterung hierzu http://www.zebco-europe.net/zebco/up...on-wobbler.pdf Warum haben die diese Info nicht wenigstens auszugsweise auf die Verpackung bekommen ?


    Das spüren in der Rute, das wir während es Einholens von vielen anderen Wobblern kennen
    ist wohl bei allen Biedron Wobblern nicht so stark ausgeprägt.
    Dennoch bewegt sich der Wobbler recht geschmeidig durchs Wasser.
    Aber damit allein schien es an diesem Tag nicht zu reichen.
    So wurde meine Führung etwas aggressiver.
    Wenn schon Reizfarbe, dann sollte das Verhalten auch dazu passen.
    Und bereits beim zweiten Wurf mit sehr lebhafter Köderführung passierte es dann.
    TOCK und sofort kräftiger Zug auf der Rolle.
    Wie es sich an fühlte, war es zwar kein Riese aber auch keine kleiner.
    Die Kraft die der Fisch aufwendete und auch die Art der Flucht ließ evtl. auf einen Rapfen aber wohl eher auf einen Hecht schließen.
    Zander sollte es aufgrund der Köderführung, angebotener Tiefe und fehlender Kopfstöße etc. nicht sein, Rapfen wohl auch nicht, passte einfach nicht.
    Kurz gesagt ich lag richtig mit Hecht.
    Nach kurzen aber sehr heftigen Fluchten ergab sich der Hecht seinem Schicksal als Opfer eines Biedron Wobblers.
    „Dirty Harry" hat an diesem Tag, an diesem Gewässer schon mal funktioniert.
    Bin mal gespannt wie das wird wenn er zur perfekten Jahreszeit und in der perfekten Tiefe angeboten wird.
    Achja, was bestimmt jeder wissen möchte, wie groß war er denn jetzt ?
    Wie schon erwähnt war es kein Riese, aber 67cm sind für einen Wintertag und nicht optimalen Bedingungen mehr als schön und sicher über jedem Schonmaß in Deutschland, oder ?
    Also gleich ordentlich versorgt, Betäubung, Stich, messen erübrigte sich ja und dann gesäubert fürs Foto.


    Leider war die Zeit etwas begrenzt und so konnte ich den dritten Wobbler, einen „Belly Dancer" in der Farbe Iceman nicht weiter testen.


    Aber das, genauso wie weitere eingehendere Tests mit den oben bereits erwähnten Wobblern werden noch kommen.
    Und dann hoffentlich mit mehr Inhalt zum Fang und weniger Theorie zu den Produkten.


    Das soll es für den Tag 1 bzw. den ersten zwei Stunden mit den Biedron Wobblern gewesen sein.
    Es ist sicher auch bei Biedron Wobblern nicht die Regel in so kurzer Zeit gleich Erfolg zu haben.
    Bin schon gespannt wie es weiter geht.


    Und ein Foto gibt es selbstverständlich auch. Miniaturansicht angehängter Grafiken Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht
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    Tag 2
    Heute soll auch der „Belly Dancer" in Farbe Iceman zum Einsatz kommen.
    Leider fehlt auch hier auf der Packung ein Vermerk ob der Wobbler schwimmt oder sinkt..
    Überrascht war ich als ich ihn untergehen sah.
    Hoppla dachte ich, ganz neue Einsatzmöglichkeiten.
    Mache also die üblichen Laufversuche vor mir im Wasser und denke, mit dem könnte was gehen.
    Etwas agiler und mit ein zwei Aktionen lässt er sich auch ein wenig auf der Stelle halten.
    Der Sinkvorgang ist angenehm. Bei weitem nicht so schnell wie ein gleich schwerer JigKopf mit GuFi.
    Somit kann man ihn bei Hängerfreien Bereichen auch gut über Grund hüpfen lassen.
    Dabei bleibt er lange im Sichtbereich der Fische.
    Und wenn er dann wieder angehoben wird und ganz ganz langsam eingeholt wird lässt er sich
    sehr gut ein wenig ÜBER Grund führen und nimmt so keinen Dreck mit auf.
    Echt klasse, keine Tauchschaufel die sich in den Untergrund gräbt.
    Davon bin ich bei diesem Wobbler sofort begeistert.
    Das Werfen klappt trotz der Zweiteilung recht gut.
    Zumindest was die Weite angeht gibt es nichts auszusetzen, da er mit den anderen fast gleich auf liegt.
    Lediglich die Schnur muss/sollte kurz vor dem Auftreffen aufs Wasser kurz gestoppt werden.
    Sonst verfängt sich die Schnur sehr schnell, da er aufgrund seiner flachen Form auf der Wasseroberfläche abprallt und erst noch einen Hüpfer macht bevor er eintaucht.

    Aber damit kann man ja umgehen.
    Also los geht's.
    Wie schon angesprochen versuche ich ihn wie einen Gufi über Grund zu führen (Faulenzen usw.)
    Bereits nach den ersten paar Würfen sehe ich wie der Wobbler darunter leidet.
    Durch das ab und zu vorkommende aufschlagen auf dem Grund bekommt er schnell Macken im Lack, der dann leider auch ab platzt.
    Aber damit muss man wohl leben wenn man ihn so führt.
    Leider sind auch die anderen Wobbler vom Lack nicht so stabil wie ich es von anderen kenne.
    Obwohl „Dirty Harry" als auch „The Original" nicht Grund nah geführt werden schlagen sie doch ab und an mal mit der Vorderseite an einen Stein.
    Hier macht sich die fehlende Tauchschaufel bemerkbar.
    Normalerweise schützt sie den vorderen Teil des Wobblers, hier jedoch fehlt sie und der Lack wird direkt beschädigt.
    Ich finde das der Lack nicht so fest aufgebracht ist wie es sein könnte.
    Aber gut auch das ist eher ein kleineres Manko.

    Ich führe ihn also wie einen Gufi.
    Und wie bei GuFi meistens kommt auch hier der Biss in der Absinkphase.
    Und wieder macht es Tock und die Schnur spannt sich.
    Der Fisch ist kein Kämpfer, also kurzer unspektakulärer Drill und ein Hecht hängt am Grip.
    Das Metermaß zeigt ansehnliche 60cm.

    Also mein erstes Fazit nach einigen Stunden Kurztest:
    „The Original" und „Dirty Harry"
    Einsatzmöglichkeit: Sommer/Herbst oberflächennah bis Mittelwasser
    Zielfisch: Hecht, in den Morgen oder Abendstunden bestimmt auch gut für Zander.
    Wird der „Dirty Harry" aggressiv geführt könnte ich mir auch im Winter vorstellen das
    er nach unten etwas ausbricht und stehende Räuber reizt.

    „Belly Dancer"
    Einsatzmöglichkeit: Ganz jährig, da er sinkt und somit auch tiefere Stellen zugänglich macht.
    Seine langsame Aktion kommt dem absuchen des Grundes zugute.
    Zielfisch: Hecht, Zander.

    Als Barschköder kann ich mir, aufgrund der größe der Köder und der größe der Drillinge,
    alle drei nur schwer vorstellen.
    Aber wenn dann dürfte es ein größerer Barsch sein.
    Rapfen gehen eh auf alles was ihnen gefällt, meist wenn es sich schnell genug bewegt.
    Und letztendlich gilt immer „Gibts nicht gibt's nicht".

    Mit etwas üben sollte man den Wobblern einiges abverlangen können.
    Für meine Köderbox stellen sie eine Bereicherung dar.
    Ob sie besser fangen als andere ?
    Das sollte jeder selbst ausprobieren.

    Jetzt noch ein schnelles Foto (Ja, er war schon versorgt) Miniaturansicht angehängter Grafiken Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht
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