Ausgabe Mai 2012

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    Pressemeldung: Diskussion um Pilotstudie der IOR

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    Pressemitteilung

    Pilotstudie „Dorsch/Kabeljaufänge durch die deutsche Freizeitfischerei in der Nord- und Ostsee", Arbeitstreffen zur Vorstellung und Diskussion

    Am 09.11.2007 fand eine Zusammenkunft am Institut für Ostseefischerei Rostock (IOR) statt, zu der Herr Prof. Dr. Hammer, der Direktor des IOR, geladen hatte. Der Einladung folgten Vertreter der deutschen Bundesanglerverbände, der Landesanglerverbände von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, der Präsident des Deutschen Meeresanglerverbandes und ein Vertreter der Angelkutterkapitäne. Aufgeheizt durch eine wenig fachgerechte Berichterstattung in einigen Medien stehen Angaben zu Fischfängen der Angler im Raum, welche z. T. sehr kontrovers diskutiert und z. T. auch missinterpretiert werden. Hintergrund der Studie zu Anglerfängen in der Nord- und Ostsee sind Auflagen der EU an die Mitgliedsstaaten, solche Studien zu betreiben.

    Durch das IOR wurden von 2004 - 2006 derartige Erhebungen durchgeführt. Diese Schätzungen, die große Schwankungen aufweisen, dienen NICHT der Reglementierung der Angel- oder Berufsfischerei sondern sollen helfen, die Fischbestände, insbesondere aber die Produktivität der Dorschbestände besser bewerten zu können. Durch eine missglückte Berichterstattung in einigen Medien sind diese Zahlen, die kein non plus ultra darstellen, zum Spielball schlimmer Spekulationen in Internetforen geworden.

    Diese reichen von derer Einrichtung von Schonzeiten auch für die Angelfischerei, der Begrenzung der Tagesfänge auf eine bestimmte Dorschstückzahl und bis hin zum massenhaften Ruin der Angelkutter durch mögliche Schonzeiten.

    Es obliegt den Bundesländern, in diesem Fall Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, ggf. neue Regulierungen für die Freizeitfischerei auf Dorsch zu erlassen. Inwieweit dort Regulierungen in Vorbereitung sind, ist uns nicht bekannt.

    Aber gegen eine Schonung der laichenden Dorsche, einer Schonzeit zur richtigen Zeit und im richtigen Gebiet, werden wohl die wenigsten Angler prinzipiell etwas einzuwenden haben. Auf Vorschlag von Herrn Prof. Hammer hat die Versammlung einstimmig beschlossen, ein Statement vorzulegen, welches die Hintergründe der Studie, die Beehrung der Schätzung und die Konsequenzen für die Angel- und Berufsfischerei sachlich erläutert. Dieses Papier wird demnächst allen interessierten Zeitschriften und Internetforen zur Veröffentlichung angeboten. Dann können wir alle in eine SACHLICHE Diskussion eintreten! Bis dahin schlage ich aber vor, die Füße ein wenig still zu halten und die Maus nicht zum Elefanten aufzublasen.
    In diesem Sinne
    Ihr
    Thomas Meinelt
    DAV Referent für Gewässerfragen

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