Ausgabe Mai 2012

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    Pressemeldung: Vier Angler bei Minus fünf Grad Lufttemperatur aus Seenot gerettet

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    Pressemeldung

    Vier Angler bei Minus fünf Grad Lufttemperatur aus Seenot gerettet

    Nachts orientierungslos und mit Brennstoffmangel in der Ostsee

    Die Besatzung des Seenotkreuzers BERLIN von der Station Laboe der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) konnte Samstagnacht (22. Dezember 2007) vier Sportfischer zwei Tage vor dem Weihnachtsfest bei Eiseskälte aus Seenot befreien. Sie trieben mit ihrem offenen Angelboot ohne Orientierung und mit zur Neige gehendem Kraftstoff zwölf Seemeilen vor der Ostseeküste im deutsch-dänischen Grenzgebiet.

    Um 18.30 Uhr erreichte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS die Nachricht, dass sich vier Angler orientierungslos und mit Brennstoffmangel in einem offenen Boot zwölf Seemeilen (rund 21 Kilometer) von der Küste Schleswig-Holsteins in Seenot befinden. Die Schiffbrüchigen - sie waren nachmittags von Todendorf an der Kieler Förde aus zu einem Angeltörn auf Dorsch aufgebrochen - hatten zuvor per Mobiltelefon an die Leitstelle des Landrettungsdienstes durchgegeben, dass sie sich in ihrer prekären Situation mit einem Tau an der Tonne H5 festgemacht haben. Dieses Seezeichen sendet ein permanentes gelbes Blinksignal aus, was den Seenotrettern während des Einsatzes die Orientierung erleichterte.

    Sofort lief die BERLIN aus und erreichte kurz nach 20 Uhr die hilflosen Angler. Mit dem Tochterboot STEPPKE wurden zunächst die vier Schiffbrüchigen an Bord des Seenotkreuzers gebracht und mit heißem Tee versorgt. Anschließend konnte auch ihr 3,5 Meter langes Boot geborgen werden.

    "Die vier Sportfischer haben großes Glück gehabt," erklärte Michael Müller, Vormann der BERLIN. "Zum einen waren sie winterfest bekleidet - es herrschte eine Temperatur von minus fünf Grad. Außerdem ist ein Handyempfang in dem Seegebiet, aus dem sie ihren Notruf absetzten, nicht immer gewährleistet. Der Brennstoffvorrat in dem Fünf-PS-Außenbordmotor war nahezu aufgebraucht. Aus eigener Kraft wären die vier Angler niemals wieder zurück ans Festland gelangt."

    Zum Einsatzzeitpunkt wehte der Wind aus westlicher Richtung mit der Stärke vier. Die Lufttemperatur betrug minus fünf Grad, die Wassertemperatur fünf Grad plus. Bei dem herrschenden dichten Nebel war die Sicht lediglich eine viertel Seemeile weit.



    Konnten in der Messe des Seenotkreuzers BERLIN schon vorab Weihnachten feiern: Die vier Angler nach ihrer Rettung.

    Kommentare 

     
    0 #1 stinja 2008-01-16 13:01
    Für mich ist das Unfassbar!!!
    Abgesehen von der kleinen Pinne und dem Minniquirl von 5PS hintendran
    sich mit \\\' 4 PERSONEN \\\' soweit raus zu trauen.
    Dazu schlechte Sicht ,Kälte und und und .....
    Alles was ein Bootsführer verkehrt machen kann wurde dort verkehrt gemacht .
    Unverantwortlic h seinen Kollegen gegenüber die er dort in höchste Lebensgefahr gebracht hat. (Anscheinend nicht bewusst bei den fröhlichen Gesichtern).
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    0 #2 Dakota 2008-01-17 12:54
    Ich hoffe, das solche Leute den Einsatz bezahlen müssen!! Dieser Leichtsinn gehört bestraft!
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