Urlaub 2007 - Auf Hecht in Nord Hollands Poldern, Teil 2
Urlaub 2007 - Auf Hecht in Nord Hollands Poldern
Teil 2
von Ulrich Hoffmann
Donnerstag, 1. November 2007
Der Tag fing gut für mich an.
Ein 50er Schniepel konnte einem Rapala Jointed nicht widerstehen. Nachdem Tanja gestern schon nichts gefangen hatte, erntete ich schon die ersten "bösen" Blicke.
Wie immer haben wir auch die entlegenen Polder abgesucht.
Aber auch ihre Stunde sollte kommen. Zurück im Hafen von Medemblick ging ihr dieser schöne 60er Hecht an den Haken.
Ich habe dann noch einen 50er nachgelegt und das war es für diesen Tag.
Glück gehabt, dass Tanja wenigstens einen Hecht hatte. 2 Tage ohne Fisch ...
Mittlerweile habe ich eingesehen, dass die Sitzposition hinten weniger als
Suboptimal ist. Durch die niedrige Sitzhöhe sind eingeschlafene Füße
vorprogrammiert und über mehrere Stunden mehr als unangenehm. Also die
Bootsläden in Medemblick und Andijk abgeklappert, um einen passenden Sitz zu
finden. In Andijk bin ich dann fündig geworden und für etwas über 100 Euronen
konnte ich einen passenden Sitz und das dazu gehörige Drehgestell erwerben.
Klar, aus Amerika in babyblau aber Hauptsache bequem.
Freitag, 2. November 2007
Morgens erstmal den Sitz eingebaut. In Ermangelung einer Bohrmaschine habe ich
im Baumarkt einen Holzbohrer mit Sechskantschaft erstanden. Der passt in die
Bitaufnahme meines Universalhalters. Die Montage war dann nur eine Sache von 20
Minuten.
Außer einem 60er Hecht von Tanja gibt es nichts zu vermelden.
Mein schlechtes Gewissen drückt mich immer mehr. Morgen kommen Martina und
Bernd und die Hechte wollen nicht so recht. Vorsichtshalber hab ich schon mal
einen Tisch im Restaurant bestellt, das wird vielleicht über die fehlenden
Hechte hinweg trösten.
Einziger positiver Aspekt ist der neue Sitz. Ein ganz neues Gefühl und dazu
auch noch mit Rückenlehne.
Samstag, 3. November 2007
Heute kommen Martina und Bernd. Sie wollten beim ersten Büchsenlicht, Martina
ist auch Jägerin, losfahren. Also haben wir auf eine Morgentour verzichtet.
Um 11 Uhr waren sie dann auch da. Begrüßung, auspacken und etwas erzählen und
dann war es auch schon 12 Uhr und die Rezeption war auf (Samstags nur von 12
bis 14 Uhr), um die entsprechenden Angellizenzen zu kaufen. Bernd war über den
unklomplizierten Modus erstaunt. 25 Euro je Lizenz und das war es.
Zurück zum Boot und los ging es.
Von links nach rechts: Bernd, der Guide (ich) und Tanja.
Man kann sich wahrscheinlich nicht vorstellen, was für ein Gefühl ich hatte,
als Bernd in Medemblick rief: "Fisch!"
Ein schöner 68er Hecht konnte sicher gelandet werden, puhhhhhhhh!
Man kann sich kaum vorstellen, wie mich dieser Hecht gefreut hat, man kann es vielleicht auf dem Bild sehen.
Köder war wieder der SSR in RedHead von Vlietlanden und das trotz des sehr klaren Wassers mit einer Sichttiefe von mindestens 80 cm.
Hier ist der stolze Fänger:
Bei einer Pause mit Kartoffelsalat und Schnitzelchen von Martina und Heinecken
von uns gab es dann endlich auch einmal ein Foto von unserem Bötchen.
Unterwegs konnten wir noch einem Uferangler eine Pose, die abgerissen war,
zurück geben. Er hat sich freundlich bedankt, da er bis zur nächsten Brücke
bestimmt einen Kilometer hätte laufen müssen.
Die nächste Überraschung kam in einem sehr breiten Polder,
in dem wir noch nie etwas gefangen haben.
Tanja konnte einen kleinen Schniepel verhaften.
Keine 5 Minuten später hatte sie den nächsten Fisch am Haken.
Man sollte mit Frauen eben nicht zum Angeln fahren ;) .
Auch Palò scheint den Fisch zu mögen.
Das war aber auch die Ausbeute dieses Tages. Bernd war glücklich, Tanja war
glücklich und ich war in meiner Rolle als Guide glücklich. Was will der Mensch
mehr.
Der Abend klang dann gemütlich bei einem sehr guten Essen im Restaurant
Vlietlanden aus.
Sonntag, 4. November 2007
Nach dem obligatorischen Füttern der Enten mit den Brötchen vom Vortag unter
der Aufsicht von Paló ging es wieder los.
Der Guide hatte ein gutes Gefühl.
Schnell ging es los, Tanja konnte sich nicht zurückhalten und musste schon
wieder einen kleinen Hecht mit einem Super Shad Rap in Firetiger verhaften.
Und schon wieder war es Zeit für eine Mittagspause. Die passenden Plätze findet
man fast überall an den Poldern.
Ziemlich genau 2 Stunden später war wieder Tanja mit diesem schönen 74er Hecht
erfolgreich.
Irgendwie schien es wieder einmal Tanjas Tag zu sein, sie hat dann noch einen
30er Schniepel am Haken gehabt.
Was mich immer noch wundert, bisher haben ausnahmslos alle Hechte so spitz
gebissen, dass ich bisher noch keine Zange zum Lösen der Drillinge gebraucht
habe, merkwürdig.
Mit diesem Bild von der historischen Dampflok, die zwischen Hoorn und
Medemblick verkehrt, endete dieser Angeltag ohne weitere Fänge. Klar gab es
einige Bisse, eine Menge Hänger und Bernd versenkte seinen SSR bei einem Hänger
durch Schnurbruch der Geflochtenen. Irgendwie hat er den Abrieb durch die
vielen Äste im Wasser wohl unterschätzt.
Was blieb uns übrig als nach der Rückkehr noch einen Besuch im Angelladen zu
machen. Bei mir landete ein Thriller in der Köderkiste und Bernd holte sich
einen SSR-Nachbau von Byron mit eingebauten Geräuschkugeln.
Ulrich Hoffmann
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