Ausgabe Februar 2012

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    Am Haken: Präsidenten

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    Am Haken

    VORSICHT: satirisch, sarkastisch, politisch unkorrekt, überzogen!!

    Wer dies nicht für richtig hält oder meint dies nicht ohne Schaden überstehen zu können, sollte nicht weiterlesen!

     

    Präsidenten..

    Das Amt des Präsidenten ist zur Zeit ja in aller Munde. Wer könnte der medialen Entrüstung über die möglichen Verfehlungen unseres Bundespräsidenten, und vor allem seiner Reaktion auf diese Vorwürfe, entkommen sein?

    Ein Präsident muss integer sein. Er repräsentiert die Gemeinschaft derer, die ihn in dieses Amt gewählt haben. Er hat, im wahrsten Sinne der Herkunft des Wortes " Präsident" den Vorsitz, bekleidet das höchste Amt das eine Gemeinschaft zu vergeben hat.

    Ein Präsident ist ein Mensch. Menschen haben und machen Fehler, auch Präsidenten. Ja, auch Präsidenten dürfen Fehler machen. Entscheidend ist, wie sie damit umgehen.

    Von einem Präsidenten kann, nein muss, man erwarten, dass er zu seinen Fehlern steht. Dass er öffentlich, ehrlich und lückenlos zu seinen Fehlern steht. Er muss nicht nur zulassen, dass über seine Fehler berichtet wird, nein, er muss selber berichten und die Berichterstattung unterstützen. Er muss Kritik annehmen und daraus Lehren ziehen.

    Dann, und nur dann, wird das Ansehen seines Amtes nicht beschädigt.

    Nun, das gilt aber beileibe nicht nur für das Amt des Bundespräsidenten. Es gibt ja ach so viele Präsidenten in unserem Land.

    Der Maßstab für das Verhalten und Wirken von Präsidenten sind jedoch überall gleich.

    Sind sie?

    Auf den ersten Blick ja. Präsidenten leugnen, Präsidenten verschleiern, Präsidenten drohen den Medien, Präsidenten versuchen die Berichterstattung zu beeinflussen.


    Das haben jedenfalls viele Präsidenten gemein. Einigkeit im Amt.

    Wirklich?

    Nein, nicht wirklich.

    Hat unser Bundespräsident so grade noch die Kurve bekommen, so legen sich andere Präsidenten bei jeder Lenkbewegung noch stärker in selbige.

    Unser Bundespräsident hat den Funken Anstand noch entdeckt, während andere Präsidenten  die Funken fliegen lassen. Also doch ein Unterschied.

    Sicher ist, dass unser Bundespräsident den Kurs der Verschleierung und Mediendrohung amtlich nicht überlebt hätte. Zu Recht.

    Sicher ist, dass andere Präsidenten  nur dadurch im Amt bleiben.

    Gut, es ist auch ein himmelweiter Unterschied, ob man Präsident einer Nation ist, oder Präsidentchen einer gesellschaftlich unbedeutenden Gruppe. Letzterer wird ja auch oft nur Präsident, weil es kein anderer machen will.
    In solchen Fällen entscheidet dann der Charakter, wie er sein Amt ausübt.

    Ach ja, es gibt noch einen Unterschied.

    Ein Bundespräsident darf keinen Privatkredit zu bevorzugten Konditionen genießen. Er darf sich auch sonst nicht an seinem Amt bereichern oder persönliche Vorteile genießen, etwa als Geschäftsführer eines gewerblichen Unternehmens, einer GmbH zum Beispiel.

    Andere Präsidenten dürfen Geschäftsführer sein. Man darf sich natürlich auch nicht persönlich daran bereichern, aber man muss seine Verbandelungen auch nicht offen legen.

    Wozu auch ? Würde sich ein solcher Präsident durch Drohungen, Erpressungen, juristische Winkelzüge, eigenmächtiges Handeln, merkwürdige "einstimmige" Abstimmungsergebnisse, beleidigende Briefe oder böswillige Unterstellungen auszeichnen, bedeutet das ja noch lange nicht, dass seine Geschäfte auch nicht koscher sind.

    Er ist ja immerhin Präsident, da muss man auch Vertrauen haben.

    Vertrauen, das ist auch so eine Sache.

    Ein Präsident muss das Vertrauen seiner Gemeinschaft besitzen. Integrität und Wort halten sind die Säulen dafür.

    Wendehälse können nicht Präsident sein. Wer sein Fähnchen nach dem Wind hängt, wer wortbrüchig gegenüber seiner Gemeinschaft wird, der kann nicht Präsident sein.

    Da muss man noch mal fragen " Wirklich nicht ".

    Doch, selbst das geht im Amt des Präsidenten. Da kann man heute vollmundig erklären, die Bedingungen für ein Vorhaben seien in Stein gemeißelt, man würde niemals davon abrücken. Und morgen erklärt man das genaue Gegenteil.

    Da kann man von Verteidigen der eigenen Position schwärmen um kurz darauf flugs zum Gegner überzulaufen.

    Das geht tatsächlich. Bei manchen Präsidenten jedenfalls.


    Doch was, wenn zwei Gesellschaften verschmelzen? Da stehen sich dann zwei Präsidenten gegenüber.
    Es greift das " Highlander-Gesetz". " Es kann nur einen geben.

    Gott bewahre eine verschmolzene Gesellschaft, die einen Highlander zum Präsidenten hat. Wie wir aus der Legende wissen, gehen die Eigenschaften des Verlierers auf den Sieger über.

    Was kann das für eine Mischung geben.........

     

    Euer Kay Hai

     

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